Anthropic: Neues KI-Modell Mythos zu gefährlich für die Öffentlichkeit
Das US-Unternehmen Anthropic hat mit "Claude Mythos" ein neues KI-Modell vorgestellt. Nach Angaben des Unternehmens sei dieses zu gefährlich für eine allgemeine Bereitstellung, weshalb es erst einmal nur als Unterbau bestimmter Dienste eingesetzt werde.
Bereits im Vorfeld hatte ein Datenleck rund um das neue KI-Modell für Aufsehen gesorgt: Rund 3.000 interne Dateien wurden Ende März bekannt, nachdem sie über ein fehlerhaft konfiguriertes Content-Management-System zugänglich waren. Anthropic bestätigte die Echtheit der Informationen kurz
In Tests entdeckte Mythos innerhalb weniger Wochen tausende bislang unbekannte Sicherheitslücken, darunter auch kritische Schwachstellen in jahrzehntealter Software. So wurde unter anderem ein 27 Jahre alter Fehler im Betriebssystem OpenBSD identifiziert. In einem anderen Fall blieb eine Sicherheitslücke trotz Millionen automatisierter Tests unentdeckt, bis Mythos sie fand. Besonders besorgniserregend: Das Modell konnte mehrere Schwachstellen kombinieren, um sich vollständigen Zugriff auf ein System zu verschaffen.
Um Risiken zu begrenzen, arbeitet Anthropic im Rahmen von Project Glasswing mit großen Technologieunternehmen wie Microsoft, Cisco, Apple und Linux-Foundation zusammen. Ziel ist es, kritische Software weltweit besser abzusichern.
Zugleich wird der Zugang zu Mythos vorerst stark eingeschränkt bleiben. Langfristig plant Anthropic jedoch eine breitere Nutzung, auch in der Hoffnung, dass Sicherheitsmaßnahmen schneller voranschreiten als potenzielle Angriffe.
Siehe auch:
Nutzung nur als Hintergrund-Dienst
Konkret ist das neue Sprachmodell Teil des neu angekündigten "Project Glasswing". Mythos soll laut Anthropic leistungsfähiger sein als alle bisherigen Systeme des Unternehmens. Während frühere Modelle wie Haiku, Sonnet und Opus unterschiedliche Leistungsstufen abdeckten, bildet es eine neue, vierte Kategorie namens "Copybara". Besonders hervor sticht dem Vernehmen nach die Fähigkeit des Systems, eigenständig komplexe Programmier- und Analyseaufgaben zu übernehmen.Bereits im Vorfeld hatte ein Datenleck rund um das neue KI-Modell für Aufsehen gesorgt: Rund 3.000 interne Dateien wurden Ende März bekannt, nachdem sie über ein fehlerhaft konfiguriertes Content-Management-System zugänglich waren. Anthropic bestätigte die Echtheit der Informationen kurz
In Tests entdeckte Mythos innerhalb weniger Wochen tausende bislang unbekannte Sicherheitslücken, darunter auch kritische Schwachstellen in jahrzehntealter Software. So wurde unter anderem ein 27 Jahre alter Fehler im Betriebssystem OpenBSD identifiziert. In einem anderen Fall blieb eine Sicherheitslücke trotz Millionen automatisierter Tests unentdeckt, bis Mythos sie fand. Besonders besorgniserregend: Das Modell konnte mehrere Schwachstellen kombinieren, um sich vollständigen Zugriff auf ein System zu verschaffen.
Schwachstellen aufdecken
Anthropic warnt selbst vor dem Missbrauch solcher Fähigkeiten. Bereits 2025 hatte das Unternehmen eine KI-gestützte Spionagekampagne dokumentiert, die mutmaßlich von einer staatlich unterstützten Gruppe ausging. Angreifer nutzten dabei KI nicht nur zur Analyse, sondern zur aktiven Durchführung von Cyberangriffen.Um Risiken zu begrenzen, arbeitet Anthropic im Rahmen von Project Glasswing mit großen Technologieunternehmen wie Microsoft, Cisco, Apple und Linux-Foundation zusammen. Ziel ist es, kritische Software weltweit besser abzusichern.
Zugleich wird der Zugang zu Mythos vorerst stark eingeschränkt bleiben. Langfristig plant Anthropic jedoch eine breitere Nutzung, auch in der Hoffnung, dass Sicherheitsmaßnahmen schneller voranschreiten als potenzielle Angriffe.
Zusammenfassung
- Anthropic stellt das neue KI-Modell Claude Mythos offiziell vor
- Das Modell gilt als zu gefährlich für die öffentliche Nutzung
- Mythos bildet eine neue vierte Leistungskategorie namens Copybara
- Ein Datenleck machte Ende März rund 3.000 interne Dateien öffentlich
- Das Modell fand tausende unbekannte Sicherheitslücken in Software
- Anthropic kooperiert mit Microsoft, Cisco, Apple und Linux-Foundation
- Der Zugang zum Modell Mythos bleibt vorerst stark eingeschränkt
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