Konkurrenz zu stark: Apple dampft Pläne für großes iOS-27-Feature ein
Apple rückt offenbar von der Vision eines umfassenden KI-Gesundheitscoaches für sein Ökosystem ab. Statt eines zentralen Dienstes sollen einige Funktionen nun einzeln erscheinen. Umstrukturierungen und die Konkurrenz erzwingen wohl ein Umdenken.
So hatte Apple eigentlich Ambitionen für eine umfassende, auf Apple Intelligence basierende Gesundheitsplattform. Ursprünglich sollte unter dem internen Codenamen "Project Mulberry", das auch als "Apple Health+" bekannt ist, ein virtueller Gesundheits-Coach entstehen, der Nutzern personalisierte Empfehlungen zur Verbesserung ihrer Lebensweise gibt.
Geplant war eine Kombination aus diesen Inhalten, detaillierten Gesundheitsberichten und KI-gestützten Auswertungen von Daten der Apple Watch sowie externen Laborberichten. Sogar die Verpflichtung prominenter Ärzte als "Gastgeber" für den Dienst stand im Raum. Doch die Vision einer zentralen Anlaufstelle für präventive Gesundheit, möglicherweise sogar als kostenpflichtiges Abonnement, scheint vom Tisch zu sein.
Wie Journalist Mark Gurman in einem Bericht für Bloomberg darlegt, ist die Entscheidung zum Aus von Health+ eng mit den kürzlich erfolgten Wechseln in Apples Führungsriege verknüpft. Der neue Verantwortliche Eddy Cue zeigte sich dem Bericht zufolge wenig überzeugt von der bisherigen Ausrichtung und mahnte an, dass Apple im Gesundheitssektor schneller und wettbewerbsfähiger agieren müsse. Daher sollen jetzt nur noch einzelne Funktionen des ehemals großangelegten Projekts veröffentlicht werden.
Obwohl das Gesamtprojekt in seiner ursprünglichen Form gestoppt wurde, ist die geleistete Entwicklungsarbeit also nicht verloren. Zu den Komponenten aus "Project Mulberry" die Apple in die bestehende Health-App integrieren will, gehören etwa die bereits produzierten Videos sowie bestimmte Analyse-Tools. Ein konkretes Beispiel ist eine neue Funktion, die mittels der iPhone-Kamera den Gang eines Nutzers analysieren und auswerten soll.
Hättet ihr einen umfassenden "Health+"-Coach von Apple genutzt oder reichen euch einzelne Funktionen völlig aus? Wie bewertet ihr die Konkurrenz durch Oura und Co.? Wir sind gespannt auf eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
Aus für Apples großen KI-Coach
Gelegentlich scheitert Apple mit einem seiner Projekte. So war etwa die Portierung von AAA-Spielen auf das iPhone alles andere als ein Erfolg. Kürzlich wurde zudem die reflexionsarme und kratzfeste Display-Beschichtung für das iPhone 17 gestrichen. Einem Bericht zufolge hat der Konzern jetzt erneut den Stecker bei einem seiner Vorhaben gezogen.So hatte Apple eigentlich Ambitionen für eine umfassende, auf Apple Intelligence basierende Gesundheitsplattform. Ursprünglich sollte unter dem internen Codenamen "Project Mulberry", das auch als "Apple Health+" bekannt ist, ein virtueller Gesundheits-Coach entstehen, der Nutzern personalisierte Empfehlungen zur Verbesserung ihrer Lebensweise gibt.
Große All-in-One-App
Das Projekt befand sich bereits seit Jahren in der Entwicklung und war äußerst ambitioniert angelegt. Um den Dienst mit Inhalten zu füllen, hatte Apple eigens ein Produktionsstudio in der Nähe von Oakland in Kalifornien eingerichtet. Dort sollten hochwertige Videos entstehen, in denen medizinische Themen erklärt oder Wellness-Tipps gegeben werden, ähnlich der Machart von Apple Fitness+.Geplant war eine Kombination aus diesen Inhalten, detaillierten Gesundheitsberichten und KI-gestützten Auswertungen von Daten der Apple Watch sowie externen Laborberichten. Sogar die Verpflichtung prominenter Ärzte als "Gastgeber" für den Dienst stand im Raum. Doch die Vision einer zentralen Anlaufstelle für präventive Gesundheit, möglicherweise sogar als kostenpflichtiges Abonnement, scheint vom Tisch zu sein.
Wie Journalist Mark Gurman in einem Bericht für Bloomberg darlegt, ist die Entscheidung zum Aus von Health+ eng mit den kürzlich erfolgten Wechseln in Apples Führungsriege verknüpft. Der neue Verantwortliche Eddy Cue zeigte sich dem Bericht zufolge wenig überzeugt von der bisherigen Ausrichtung und mahnte an, dass Apple im Gesundheitssektor schneller und wettbewerbsfähiger agieren müsse. Daher sollen jetzt nur noch einzelne Funktionen des ehemals großangelegten Projekts veröffentlicht werden.
Konkurrenzdruck wächst
Ein wesentlicher Faktor für das Umdenken ist die erstarkte Konkurrenz im Wearable-Markt. Rivalen wie Oura und Whoop bieten mittlerweile überzeugende Funktionen in ihren Apps an, die Apple unter Zugzwang setzen. Diese Anbieter punkten besonders mit detaillierten Analysen, etwa im Bereich der nächtlichen Erholung. Hier ist die Apple Watch oft noch auf Drittanbieter-Apps angewiesen. Eddy Cue strebt nun offenbar an, solche Features schneller zum Kunden zu bringen, anstatt sie jahrelang für einen großen "Health+"-Launch zurückzuhalten.Obwohl das Gesamtprojekt in seiner ursprünglichen Form gestoppt wurde, ist die geleistete Entwicklungsarbeit also nicht verloren. Zu den Komponenten aus "Project Mulberry" die Apple in die bestehende Health-App integrieren will, gehören etwa die bereits produzierten Videos sowie bestimmte Analyse-Tools. Ein konkretes Beispiel ist eine neue Funktion, die mittels der iPhone-Kamera den Gang eines Nutzers analysieren und auswerten soll.
KI-Integration bleibt Kernziel
Trotz des Rückschlags beim virtuellen Coach bleibt künstliche Intelligenz ein zentraler Baustein der Gesundheitsstrategie. Apple arbeitet weiterhin an einem KI-Chatbot, der es Nutzern erlauben soll, Fragen zu ihrem Wohlbefinden zu stellen. Dieses System greift auf eine interne Technologie namens "World Knowledge Answers" zurück, die mit Modellen wie Googles Gemini konkurrieren soll. Langfristig ist zudem geplant, Siri tiefgreifender in die Gesundheitsdaten zu integrieren, um komplexere Anfragen direkt über die Sprachassistenz in iOS 27 und darüber hinaus zu ermöglichen.Hättet ihr einen umfassenden "Health+"-Coach von Apple genutzt oder reichen euch einzelne Funktionen völlig aus? Wie bewertet ihr die Konkurrenz durch Oura und Co.? Wir sind gespannt auf eure Meinung in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Apple stoppt umfassendes KI-Gesundheitscoach-Projekt 'Health+'
- Einige Funktionen sollen einzeln in bestehende Health-App integriert werden
- Führungswechsel von Jeff Williams zu Eddy Cue beeinflusste Richtungsänderung
- Konkurrenz durch Oura und Whoop setzt Apple im Gesundheitsbereich unter Druck
- Bereits produzierte Videos und Analyse-Tools bleiben Teil der Health-Strategie
- Ein KI-Chatbot für Gesundheitsfragen ist weiterhin in Entwicklung
- Siri soll künftig tiefere Integration mit Gesundheitsdaten erhalten
Siehe auch:
- Apple AirTag 2 Teardown: Das steckt wirklich im neuen Apple-Tracker
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