Standort-Spion: Microsoft verschiebt umstrittene Funktion in Teams
Microsoft verschiebt erneut ein geplantes Teams-Feature: Die automatische Standorterkennung über WLAN sorgt für große Datenschutzbedenken und lässt den Konzern beim Rollout jetzt auf die Bremse treten.
Die geplante Funktion sollte es Teams ermöglichen, den Arbeitsort von Nutzern anhand des verwendeten WLAN-Netzwerks zu erkennen. Wer sich etwa mit dem firmeneigenen Netzwerk in einem Bürogebäude verbindet, sollte in Teams und Outlook automatisch als "im Büro" angezeigt werden.
Umgekehrt hätte sich bei einer Verbindung aus dem Homeoffice oder von externen Netzwerken ein anderer Arbeitsort ergeben. Gerade dieser Aspekt sorgt seit Bekanntwerden der Pläne für Kritik.
Beschäftigte in hybriden Arbeitsmodellen sehen darin eine potenzielle Überwachung ihrer Anwesenheit. Arbeitgeber könnten so nachvollziehen, ob Mitarbeiter im Büro, zu Hause oder an einem anderen Ort arbeiten. Datenschützer und Arbeitnehmervertretungen äußerten früh Bedenken gegen einen möglichen Eingriff in die Privatsphäre.
Ursprünglich sollte das Feature im Januar 2026 für Windows und macOS allgemein verfügbar sein. Der Termin wurde dann auf Februar und nun erneut auf März verschoben. Einen konkreten Grund nennt Microsoft bislang nicht.
Ob und in welcher Form die Standortfunktion letztlich eingeführt wird, bleibt offen.
Ist die Verzögerung ein notwendiger Schritt zum Schutz der Privatsphäre oder verpasst Microsoft damit eine sinnvolle Funktion für den Arbeitsalltag? Diskutiert mit und teilt eure Einschätzung in den Kommentaren.
Siehe auch:
Microsoft-365-Roadmap verrät Verzögerung
Der Konzern hat die Einführung einer Funktion zur automatischen Standortbestimmung von Beschäftigten erneut verschoben. Das geht aus einem Update der öffentlichen Microsoft-365-Roadmap hervor.Die geplante Funktion sollte es Teams ermöglichen, den Arbeitsort von Nutzern anhand des verwendeten WLAN-Netzwerks zu erkennen. Wer sich etwa mit dem firmeneigenen Netzwerk in einem Bürogebäude verbindet, sollte in Teams und Outlook automatisch als "im Büro" angezeigt werden.
Umgekehrt hätte sich bei einer Verbindung aus dem Homeoffice oder von externen Netzwerken ein anderer Arbeitsort ergeben. Gerade dieser Aspekt sorgt seit Bekanntwerden der Pläne für Kritik.
Beschäftigte in hybriden Arbeitsmodellen sehen darin eine potenzielle Überwachung ihrer Anwesenheit. Arbeitgeber könnten so nachvollziehen, ob Mitarbeiter im Büro, zu Hause oder an einem anderen Ort arbeiten. Datenschützer und Arbeitnehmervertretungen äußerten früh Bedenken gegen einen möglichen Eingriff in die Privatsphäre.
Pflicht oder nicht?
Microsoft hatte vorgesehen, die Funktion standardmäßig zu deaktivieren. Erst IT-Administratoren sollten sie aktiv einschalten können, zudem war ein Opt-in der Endnutzer geplant. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass diese Schutzmechanismen ins Leere laufen könnten, wenn Unternehmen die Standorterfassung per Richtlinie verpflichtend vorgeben. Infografik: Das sind die Top-Messenger der Deutschen
Ursprünglich sollte das Feature im Januar 2026 für Windows und macOS allgemein verfügbar sein. Der Termin wurde dann auf Februar und nun erneut auf März verschoben. Einen konkreten Grund nennt Microsoft bislang nicht.
Ob und in welcher Form die Standortfunktion letztlich eingeführt wird, bleibt offen.
Ist die Verzögerung ein notwendiger Schritt zum Schutz der Privatsphäre oder verpasst Microsoft damit eine sinnvolle Funktion für den Arbeitsalltag? Diskutiert mit und teilt eure Einschätzung in den Kommentaren.
Zusammenfassung
- Microsoft verzögert Teams-Funktion zur Standorterfassung bis März 2026
- Die Funktion würde Arbeitsorte über WLAN-Netzwerke automatisch anzeigen
- Seit Bekanntgabe gibt es Kritik wegen potenzieller Mitarbeiterüberwachung
- Datenschützer äußern Bedenken bezüglich Eingriffe in die Privatsphäre
- Standardmäßig soll die Funktion deaktiviert sein und Opt-in erfordern
- Kritiker befürchten Umgehung der Schutzmaßnahmen durch Firmenrichtlinien
- Microsoft sucht Balance zwischen Arbeitgeberinteressen und Datenschutz
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