Erfahrenes Team startet neue Suche nach mysteriösem Flug MH370
Mehr als elf Jahre nach dem Verschwinden des Malaysia-Airlines-Fluges MH370 gibt es erneut Hoffnung, das Rätsel um eines der größten Mysterien der modernen Luftfahrt zu lösen. Ein erfahrenes Team will jetzt noch einmal auf die Suche gehen.
Ganz unbegründet ist die dahinterstehende Zuversicht des Such-Teams nicht. Dieses hatte vor einiger Zeit auch schon das Schiff Endurance des britischen Polarforschers Ernest Shackleton aufgespürt. Dieses sank während einer Expedition im Jahr 1915 und blieb über hundert Jahre verschollen.
Die nun zu suchende Boeing 777 war am 8. März 2014 kurz nach Mitternacht von Kuala Lumpur nach Peking gestartet. An Bord befanden sich 239 Menschen, darunter zwölf Crewmitglieder. Etwa anderthalb Stunden nach dem Start wich das Flugzeug unerklärlich von seiner geplanten Route ab, drehte nach Westen und verschwand schließlich über der Andamanensee vom Radar. Satellitendaten deuten darauf hin, dass die Maschine noch mehrere Stunden weiterflog, bis vermutlich gegen 8 Uhr morgens der Treibstoff ausging.
Diese Signale erlaubten es, den möglichen Absturzort auf ein riesiges Gebiet im südlichen Indischen Ozean einzugrenzen - eine Fläche von immerhin rund 120.000 Quadratkilometern. Trotz jahrelanger internationaler Suchaktionen wurde das Wrack bislang nicht gefunden. Zwar tauchten an verschiedenen Küsten des Indischen Ozeans Wrackteile auf, die eindeutig MH370 zugeordnet werden konnten, doch menschliche Überreste wurden nie entdeckt.
Bereits 2018 hatte Ocean Infinity einen großangelegten Suchversuch unternommen, allerdings ohne Erfolg. Experten betonen allerdings, dass weniger die Technik als vielmehr die Wahl des richtigen Suchgebiets über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Der Meeresboden in der Region ist extrem zerklüftet, mit tiefen Schluchten, steilen Abhängen und rauen Wetterbedingungen. Dennoch hofft Ocean Infinity, dass dieser neue Anlauf endlich Gewissheit bringen könnte - für die Angehörigen der Opfer und für die Luftfahrtgeschichte.
Siehe auch:
Ocean Infinity fand schon die Endurance
Die malaysische Regierung hat einem erneuten Suchanlauf zugestimmt und dafür das private Meeresforschungsunternehmen Ocean Infinity beauftragt. Die Vereinbarung sieht ein sogenanntes "No find, no fee"-Modell vor: Nur wenn das Wrack gefunden wird, erhält die Firma eine Prämie von umgerechnet rund 70 Millionen Dollar. Das Unternehmen wird also vor allem auf eigenes Risiko aktiv, wie The Guardian berichtet.Ganz unbegründet ist die dahinterstehende Zuversicht des Such-Teams nicht. Dieses hatte vor einiger Zeit auch schon das Schiff Endurance des britischen Polarforschers Ernest Shackleton aufgespürt. Dieses sank während einer Expedition im Jahr 1915 und blieb über hundert Jahre verschollen.
Die nun zu suchende Boeing 777 war am 8. März 2014 kurz nach Mitternacht von Kuala Lumpur nach Peking gestartet. An Bord befanden sich 239 Menschen, darunter zwölf Crewmitglieder. Etwa anderthalb Stunden nach dem Start wich das Flugzeug unerklärlich von seiner geplanten Route ab, drehte nach Westen und verschwand schließlich über der Andamanensee vom Radar. Satellitendaten deuten darauf hin, dass die Maschine noch mehrere Stunden weiterflog, bis vermutlich gegen 8 Uhr morgens der Treibstoff ausging.
Diese Signale erlaubten es, den möglichen Absturzort auf ein riesiges Gebiet im südlichen Indischen Ozean einzugrenzen - eine Fläche von immerhin rund 120.000 Quadratkilometern. Trotz jahrelanger internationaler Suchaktionen wurde das Wrack bislang nicht gefunden. Zwar tauchten an verschiedenen Küsten des Indischen Ozeans Wrackteile auf, die eindeutig MH370 zugeordnet werden konnten, doch menschliche Überreste wurden nie entdeckt.
Bessere Daten und Hightech
Ocean Infinity konzentriert sich nun auf ein deutlich kleineres Prioritätsgebiet von etwa 15.000 Quadratkilometern, in dem Experten die höchste Wahrscheinlichkeit für einen Fund sehen. Das Unternehmen setzt dabei auf hochmoderne autonome Unterwasserfahrzeuge des Typs Hugin 6000. Diese Roboter können in bis zu 6000 Metern Tiefe den Meeresboden mit Sonar, Lasern und Magnetometern kartieren und dreidimensionale Bilder erstellen. Selbst metallische Objekte, die unter Sediment verborgen sind, lassen sich so aufspüren.Bereits 2018 hatte Ocean Infinity einen großangelegten Suchversuch unternommen, allerdings ohne Erfolg. Experten betonen allerdings, dass weniger die Technik als vielmehr die Wahl des richtigen Suchgebiets über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Der Meeresboden in der Region ist extrem zerklüftet, mit tiefen Schluchten, steilen Abhängen und rauen Wetterbedingungen. Dennoch hofft Ocean Infinity, dass dieser neue Anlauf endlich Gewissheit bringen könnte - für die Angehörigen der Opfer und für die Luftfahrtgeschichte.
Zusammenfassung
- Malaysische Regierung beauftragt Meeresforschungsunternehmen Ocean Infinity
- Suche nach Flug MH370 wird nach elf Jahren des Verschwindens fortgesetzt
- Erfolgsprämie von 70 Millionen Dollar nur bei Fund des Wracks vereinbart
- Boeing 777 verschwand am 8. März 2014 mit 239 Menschen an Bord
- Trotz jahrelanger Suchaktionen wurde das Wrack bisher nicht gefunden
- Autonome Unterwasserfahrzeuge sollen auf 15000 Quadratkilometern suchen
- Experten hoffen auf Gewissheit für Angehörige und Luftfahrtgeschichte
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