El Salvador: Musks 'nicht-woke' KI Grok lehrt jetzt 1 Million Schulkinder

Im südamerikanischen El Salvador sollen künftig mehr als eine Million Schul­kinder an tausenden Schulen mit Unter­stütz­ung von Elon Musks Chatbot Grok lernen. Dank Partner­schaft mit Musks Firma xAI soll die KI im großen Stil in Schulen genutzt werden.
Ki, Twitter, Musk, Grok, Bildgenerator

Grok liefert Lerninhalte an über 5000 Schulen

Die von Elon Musks Firma xAI entwickelte KI-Plattform Grok soll in El Salvador zum Mittelpunkt des Schulalltags gemacht werden. Wie xAI gestern bekanntgab, soll an mehr als 5000 staatlich betriebenen Schulen ein "von KI angetriebenes Bildungsprogramm" gestartet werden, das zunächst über zwei Jahre angelegt ist und primär die Nutzung des KI-Chatbots Grok in den Mittelpunkt stellt.

Grok ist im Grunde xAIs und damit Musks Antwort auf Dienste wie ChatGPT, Copilot oder auch Gemini. Allerdings werden die Sprachmodelle der Musk-Firma auch so trainiert, dass sie die Ansichten ihres Chefs verbreiten. Dies war wohl auch der Grund dafür, dass Grok bereits vielfach mit Falschangaben oder Verschwörungstheorien auf Anfragen reagierte und von dem Dienst selbst als "MechaHitler" sprach.


Grok soll laut dem Guardian in El Salvador nun unter anderem damit betraut werden, diverse Lerninhalte für die Nutzung in den Schulen zu erstellen. Der Präsident des Landes sorgte auch in der Vergangenheit schon mehrfach mit der staatlichen Nutzung neuer Technologien für Aufsehen, als er etwa Bitcoin als legales Zahlungsmittel einführte.

Jetzt verkündete er, dass man mit der Partnerschaft mit xAI etwas "herausragendes für die gesamte Menschheit schaffen" wolle. Man warte nicht darauf, dass die Zukunft eintritt, sondern erschaffe sie schon jetzt, hieß es weiter. xAI-, SpaceX- und Tesla-Chef Elon Musk lobte die Verwendung von Grok in den Schulen des lateinamerikanischen Landes auf seiner Microblogging-Plattform X/Twitter ausdrücklich.

Musks Reaktionen auf X/Twitter deuteten an, dass er die Verwendung von Grok in Schulen als Möglichkeit sieht, damit "nicht-woke" Lernwerkzeuge für Kinder bereitzustellen. El Salvadors Präsident hatte sich zuletzt unter anderem dadurch hervorgetan, dass man in Zusammenarbeit mit der aktuellen US-Regierung begann, abgeschobene Migranten in Hochsicherheitsgefängnissen wegzusperren - ohne die sonst andernorts üblichen Gerichtsverfahren.

Es ist nicht das erste Mal, dass KI-Dienste in Schulen verwendet werden. In Estland wird zum Beispiel seit Februar eine angepasste Version von ChatGPT in Schulen verwendet. In Kolumbien läuft seit 2023 ein Programm, bei dem die von dem Facebook-Mutterkonzern Meta entwickelten Chatbots im Schulalltag genutzt werden.

Zusammenfassung
  • Über eine Million Schulkinder in El Salvador sollen mit Musks Grok lernen
  • Partnerschaft zwischen xAI und El Salvador für zweijähriges KI-Programm
  • Grok als Chatbot soll Lerninhalte für mehr als 5000 Schulen erstellen
  • Kritik an Grok wegen Verbreitung von Falschinformationen und Musk-Ansichten
  • El Salvadors Präsident will mit xAI etwas Herausragendes erschaffen
  • Musk bezeichnet Grok als nicht-woke Alternative für Bildungsinstitutionen
  • Auch andere Länder wie Estland setzen bereits KI-Systeme in Schulen ein

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!