James Cameron: Disney-Chef war begeistert von Avatar: Fire and Ash

James Cameron gewährt tiefe Einblicke in die Produktion von Avatar: Fire and Ash. Während Disney-CEO Bob Iger die Vision (und Länge des Films) des Filmemachers gegen interne Kritik verteidigt, warnt Cameron eindringlich vor KI in der Filmbranche.

Avatar 3 ist gute drei Stunden lang

Der kommende Blockbuster "Avatar: Fire and Ash" sorgt intern bei Disney bereits für Aufsehen. James Cameron, der Schöpfer des erfolgreichen Franchise, berichtete von einer internen Vorführung der Rohfassung, an der auch Disney-CEO Bob Iger teilnahm. Trotz einer beachtlichen Laufzeit von ursprünglich drei Stunden und 23 Minuten - ohne Abspann - zeigte sich der Konzernchef von dem Gesehenen mehr als überzeugt. Während andere Führungskräfte in einer Videokonferenz bereits Änderungswünsche bezüglich der Länge vorbereiteten, unterband Iger jegliche Kritik der Anwesenden mit einem klaren Machtwort.

Wie Cameron schildert, äußerte sich Iger unmissverständlich: "Ich weiß, du wirst noch daran kürzen. Aber es ist großartig." Als andere Teilnehmer ihre Anmerkungen zur Straffung der Handlung einbringen wollten, verteidigte der CEO die Vision des Regisseurs und erklärte, er habe keine Probleme mit den gezeigten Szenen. Cameron kommentierte dies trocken mit: "Okay, wir sind hier fertig."

Mittlerweile wurde der Film zwar um etwa 18 Minuten gekürzt, doch das Vertrauen der Führungsetage in das Projekt, das unter anderem das neue, feindselige "Volk der Asche" einführt, scheint ungebrochen. Das erklärt auch die geplante, ungewöhnlich frühe Premiere fast drei Wochen vor dem offiziellen Kinostart am 19. Dezember.


Gegen generative KI

Im Gespräch mit Puck News äußerte sich der Regisseur zudem ausführlich zu technologischen Trends. Er sieht die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz differenziert, aber äußerst kritisch. Für Cameron ist generative KI ("GenAI") kaum in der Lage, echte künstlerische Einzigartigkeit zu schaffen. Da diese Systeme ausschließlich mit bereits existierenden Werken trainiert werden, sei das Ergebnis im Wesentlichen immer nur ein "Durchschnitt" aus allem bisher Dagewesenen.

Cameron argumentiert weiter, dass KI zwar technisch makellose Bilder liefern könne, aber niemals die "gelebte Erfahrung" eines echten Künstlers replizieren werde. Gerade die Unvollkommenheit und das "Verschrobene" menschlicher Akteure machten deren Leistung wertvoll und emotional. Er sieht zudem eine Gefahr in der breiteren Anwendung von maschinellem Lernen, insbesondere im militärischen Kontext, und zog hierbei Vergleiche zur fiktiven Bedrohung durch "Skynet" aus seinen eigenen Terminator-Filmen.

Streaming und 3D-Purismus

Neben der KI-Debatte äußerte sich Cameron auch zur wirtschaftlichen Marktsituation. Gerüchte über eine mögliche Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Netflix bezeichnete er als potenzielle "Katastrophe" für die Filmkultur. Er kritisierte dabei indirekt die Haltung von Netflix-CEO Ted Sarandos, dem oft nachgesagt wird, das klassische Kino für tot erklärt zu haben. Für Cameron bleibt das gemeinsame Kinoerlebnis essenziell.

Auch auf technischer Ebene bleibt Cameron ein Purist. Er verteidigte das native Drehen in 3D gegenüber der nachträglichen Konvertierung, die bei vielen modernen Blockbustern, etwa aus dem Marvel-Universum, üblich sei. Eine native 3D-Produktion koste lediglich zwei bis vier Prozent mehr Budget, liefere aber ein deutlich besseres Ergebnis als teure, oft hastig durchgeführte Konvertierungen in der Postproduktion.

James Camerons Aussagen zur KI und zur Zukunft des Kinos sind durchaus streitbar. Seht ihr KI als Gefahr für die Kreativität oder als nützliches Werkzeug? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!

Zusammenfassung
  • Disney-CEO Bob Iger verteidigte trotz langer Laufzeit Camerons Vision
  • Avatar: Fire and Ash wurde von ursprünglich 3 Stunden 23 Minuten gekürzt
  • Der Film präsentiert das neue, feindselige 'Volk der Asche'
  • Cameron kritisiert KI als unfähig, echte künstlerische Einzigartigkeit zu schaffen
  • Regisseur sieht potenzielle Netflix-Übernahme von Warner Bros als Gefahr
  • Cameron verteidigt natives 3D-Drehen gegenüber nachträglicher Konvertierung
  • Kinostart des neuen Avatar-Films ist für den 19. Dezember geplant

Siehe auch:


Netflixs Aktienkurs
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!