FritzOS 8.02: Nächste 'alte' FritzBox bekommt frische Firmware

Zum Ausklang der Woche verteilt AVM wieder neue Firmware für seine Router. Jetzt bekommt ein über acht Jahre altes FritzBox-Modell das Update auf FritzOS 8.02. Damit werden, wie bei den anderen Geräten, vermutlich einige Probleme behoben.
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Alter Router, neues OS

Kurz vor dem Wochenende erhält die FritzBox 4040 eine Aktualisierung auf FritzOS 8.02. Damit ist das Gerät, das bereits 2016 auf den Markt kam, das älteste noch von den Berlinern unterstützte Modell, dass den Sprung auf die allerneueste Version der Firmware macht.

Mit der Aktualisierung werden vermutlich einige Probleme behoben, die trotz ausführlicher Tests mit Labor-Versionen ihren Weg in FritzOS 8.0 gefunden haben. Allerdings lässt sich nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, um welche Anpassungen es sich genau handelt. Denn auf der Webseite von AVM werden für die aktuelle OS-Version fälschlicherweise die Änderungen im Rahmen von FritzOS 8.0 aufgeführt.


Mögliche Verbesserungen und Fehlerbehebungen

Allerdings erhielten schon andere Router-Modelle Version 8.02. Gleich zu Beginn des Jahres war das bei insgesamt zehn Modellen der Fall. Gestern kam dann auch noch die FritzBox 7520 dazu. Entsprechend lassen sich die Anpassungen im Rahmen von FritzOS 8.02 aus den Change-Logs dieser Router ablesen. Da sich diese aber von Modell zu Modell geringfügig unterscheiden, ist es natürlich möglich, dass die ein oder andere Veränderung nicht bei der FritzBox 4040 greift bzw. das noch andere hinzukommen.

Hier sind die (wahrscheinlichen) Anpassungen:

    Internet:
  • EDNS0-Erweiterung für lokale Domains (fritz.box) zur Verbesserung der Interoperabilität mit Linux-Systemen (systemd-resolved) bei Verwendung von DNS-SEC
  • Der bevorzugte Benutzer zur Vorbelegung der Anmeldung auf der FritzBox beim MyFritz-Internetzugriff wurde nicht an MyFritzNet übermittelt
  • Manchmal waren IPSec-VPN-Verbindungen mit der Option, den gesamten Datenverkehr über diese Verbindung zu leiten, nicht funktional
  • Manchmal wurden E-Mails über den Push Service oder MyFritzNet mit leeren Anmelde-Informationen versendet
  • Bei gleichzeitigem Datenverkehr in beiden Richtungen konnte es beim Internetzugang über LAN (Router) zu Einschränkungen bei der Internetgeschwindigkeit oder Gesprächsqualität kommen
  • Keine Internetverbindung nach Update auf FritzOS 8.0 bei fehlendem Kennwort in den Zugangsdaten
  • Änderungen des Gerätenamens eines Geräts im Heimnetz wurden nicht an MyFritzNet übertragen
  • Bei Nutzung bestimmter Mobilfunksticks hat der Fallback auf Mobilfunk im erweiterten Ausfallschutz nicht funktioniert

  • Telefonie:
  • Stabilität von Telefonaten erhöht
  • In Österreich (Ländervorwahl 43) war die Anwahl der Rufnummerngassen 12, 13 und 14 nur mit Blockwahl möglich

  • System:
  • Der Push Service auf Mesh Repeatern mit Einstellungsübernahme konnte keine E-Mails versenden
  • Neustart der FritzBox über die Benutzeroberfläche manchmal nicht erfolgreich
  • Obwohl der Push Service funktionierte, scheiterte der Versand der Test-E-Mail zum Anbieter GMX, wenn der Absendername Umlaute enthielt
  • Mögliche unerwartete Neustarts in bestimmten Umgebungen

Update aufspielen

Die Installation kann wie immer über die Benutzeroberfläche der FritzBox angestoßen werden. Wer das Update lieber manuell aufspielen möchte, findet die Installationsdatei bei AVM auf dem Download-Server.

Das jetzige Update zeigt einmal mehr, dass sich die berliner Netz­werk­spe­zia­lis­ten lange um ihre Hardware kümmern. Neben der FritzBox 4040 erhielt im Verlauf der Woche die 12 Jahre alte FritzBox 7490 als dienstältester noch unterstützter Router aus dem Angebot von AVM ebenfalls eine Firmware-Aktualisierung. Zwar kamen mit auf FritzOS 7.60 keine neuen Funktionen auf das Gerät, aber immerhin einige Optimierungen.
Zusammenfassung
  • FritzBox 4040 erhält Update auf FritzOS 8.02 trotz Markteinführung 2016
  • Behebung von Problemen, die trotz Labor-Tests in FritzOS 8.0 auftraten
  • Genaue Änderungen unklar, da AVM falsche Informationen auf Website zeigt
  • Mögliche Verbesserungen im Internet-Bereich, u. a. bei DNS und VPN-Verbindungen
  • Optimierungen bei Telefonie, insbesondere für Stabilität wahrscheinlich
  • Systemverbesserungen wie Push-Service und Neustart-Funktionalität zu erwarten
  • Installation über Benutzeroberfläche oder manuell via AVM-Download-Server

Siehe auch:


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