Student bastelt sich KI-Schummel-Gadget, wird erwischt und verhaftet

Chatbots und sonstige KI-Features ziehen immer mehr in unseren Alltag ein und diesen sollen sie erleichtern. Das kann absolut praktisch sein, doch an Schulen und Unis sieht man derartige Hilfen natürlich skeptisch. Warum, zeigt nun der Fall eines türkischen Studenten.
Ki, Künstliche Intelligenz, Cpu, Forschung, Prozessor, Chip, Wissenschaft, AI, Artificial Intelligence, Stockfotos, Science, Wissenschaftler, Gehirn, scientist, Gehirnchip, Denken, Hirnforschung, Gehirnwellen, Hirnsteuerung, Künstliches Gehirn, Hirn, cyberkinetic, Gedanke, cyberkinetics

Schummeln während der Aufnahmeprüfung

An einer Schule oder auch Universität ist das vorrangige Ziel das Lernen. Das klingt zwar banal, entspricht aber der Realität. Denn schließlich soll man das Gelernte irgendwann einmal im Alltag einsetzen. Dennoch gibt es an diesen Bildungseinrichtungen Fächer und Themen, die einem möglicherweise nicht so gut liegen oder die man schlichtweg für unnötig erachtet - und dann zu Abkürzungen greift.

Einem türkischen Studenten brachte derartiges Schummeln nun eine Verhaftung ein. Denn wie Reuters berichtet, wollte der angehende Student bei einer Aufnahmeprüfung für die Universität betrügen bzw. wurde dabei erwischt. Konkret setzte der junge Mann auf ein selbstgebautes Gerät, welches ihm per KI-Anbindung half, Fragen zu beantworten.



Laut der Nachrichtenagentur wurde der Student am vergangenen Wochenende im Zuge seiner Prüfung beobachtet, er soll sich verdächtig verhalten haben. Daraufhin wurde er festgenommen und wartet nun auf seine Verhandlung. Eine zweite Person, die dem Schummler geholfen haben soll, wurde ebenfalls festgenommen.

Knopfkamera, Schuh-"Router" und Kopfhörer

Der Vorfall hat sich in der südwestlichen Provinz Isparta ereignet, die Polizei hat hierzu ein Video veröffentlicht. Der Student verwendete eine Kamera, die als Knopf getarnt war, um die Fragen zu scannen. Ein "Router" war in seinem Schuh versteckt, dieser sendete die Fragen an eine KI und übermittelte die Antworten dann an einen Kopfhörer.

An dieser Stelle wird sich mancher fragen, warum der mutmaßlich junge Mann bei einem doch eher harmlosen Vergehen verhaftet wurde: Konkret fand der Versuch bei der TYT genannten (allgemeinen) Aufnahmeprüfung für türkische Universitäten statt. Bei dieser Prüfung zu betrügen, ist allerdings ein schwerwiegendes Vergehen.

Es ist nicht bekannt, welches Studium der Schummler angehen wollte. Sollte es ein technisches Fach gewesen sein, würden wir aber durchaus dafür plädieren, ihm die Strafe zu erlassen und ihn an die Uni zu lassen. Denn auch wenn er erwischt wurde: Seine Lösung zeugt definitiv von Einfallsreichtum.

Zusammenfassung
  • Chatbots und KI-Features erleichtern zunehmend unseren Alltag
  • Schulen und Unis sehen solche Hilfen jedoch skeptisch, da das Lernen im Vordergrund steht
  • Ein türkischer Student wurde verhaftet, weil er bei einer Uni-Aufnahmeprüfung schummelte
  • Der Student nutzte ein selbstgebautes Gerät mit KI-Anbindung zur Beantwortung der Fragen
  • Er wurde während der Prüfung beobachtet und aufgrund verdächtigen Verhaltens festgenommen
  • Eine zweite Person, die ihm half, wurde ebenfalls festgenommen; der Vorfall ereignete sich in Isparta
  • Das Schummeln bei der TYT-Aufnahmeprüfung gilt als schwerwiegendes Vergehen in der Türkei

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!