Größter Asteroid, der sich der Erde 2022 nähert, rast diese Woche vorbei

In dieser Woche steht der Vorbeiflug des größten Asteroiden an, der die Erde in diesem Jahr besuchen wird. Der ist zwar als "potenziell gefähr­lich" gekennzeichnet, wird uns aber sicher verfehlen. Der im kosmischen Maßstab knappe Vorbeiflug kann im Livestream verfolgt werden.

Erdnahe Objekte sorgen oft für wilde Schlagzeilen, 1989 JA ist da keine Ausnahme

Entdeckt wurde das Objekt schon vor Jahrzehnten, jetzt steht ein Vorbeiflug an, bei dem das Objekt der Erde so nahe kommt wie noch nie zuvor. In der Nacht auf Freitag wird der Asteroid 1989 JA auf seiner Reise durch das Sonnensystem an der Erde vorbeisausen. Zwar hat er sich mit dieser Annäherung im Center for Near Earth Object Studies der Nasa den Zusatz "potenziell gefährlich" verdient, doch schon jetzt ist klar, dass unserem Planeten keine Gefahr droht. Dem gebührenden Abstand sei Dank. 1989 JA Asteroid1989 JA kommt der Erdumlaufbahn (blau) so nah wie noch nie 1989 JA hat dabei durchaus Potenzial zum kosmischen Schreckgespenst. Der Asteroid kommt auf eine Länge von rund 1,6 Kilometer. Laut Nasa gibt es rund 29.000 erdnahe Asteroiden, 1989 JA ist einer von nur 878 dieser Objekte, die auf eine Breite von über einem Kilometer kommen. Damit zählt er zu den größten erdnahen Besuchern, die wir kennen. Neben der Größe weiß auch die Geschwindigkeit hier immer wieder zu überraschen: 1989 JA fliegt mit rund 48.000 Kilometern pro Stunde durchs All, also in etwa 13.400 Meter pro Sekunde. 1989 JA AsteroidAufnahme von 1989 JA am 23.05.2022 Bleibt neben diesen Faktoren eine entscheidende Zahl: der Abstand zur Erde. Wenn Asteroid 1989 JA am Freitag seinen erdnächsten Punkt erreicht hat, wird er immer noch rund 4 Millionen Kilometer entfernt sein, das entspricht ungefähr der zehnfachen Entfernung des Mondes.

Livestream vom Vorbeiflug

Entdeckt wurde das Objekt 1989 von Eleanor Helin am Palomar-Observatorium in Südkalifornien. Die Kennzeichnung "potenziell gefährlich" wurde damals vergeben, weil der Asteroid auf seinem Weg durchs Sonnensystem immer wieder den Erdorbit kreuzt. Alle Berechnungen sprechen aber dafür, dass es auch in Zukunft bei im kosmischen Maßstab nahen Vorbeiflügen bleibt.

Wer den Vorbeiflug von 1989 JA noch etwas näher erleben will, kann sich in das geplante Livestream-Programm des Virtual Telescope Project einklinken. Wegen seiner Größe wird der Asteroid vor allem auf der Südhalbkugel recht hell am Sternenhimmel zu sehen sein, das Projekt richtet seine Instrumente aus Chile und Australien live auf den kosmischen Besucher.

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