Microsoft & Amazon tragen Sondersteuer gegen Obdachlosigkeit nun mit
Ein neuer Anlauf zur Besteuerung von Unternehmen mit sehr gut verdienenden Angestellten in der Region Seattle erhält nun die Unterstützung von Konzernen wie Amazon und Microsoft. Vor allem Amazon hatte sich gegen eine frühere Variante gewehrt.
Wie viele andere Städte in den USA hat Seattle mit steigender Wohnungsnot zu kämpfen. Mieten und Kaufpreise für Wohnraum steigen vor allem dort besonders schnell, wo tausende gut bezahlte Fachkräfte der Tech-Branche leben. Selbst Menschen mit eigentlich recht guten Einkommen können sich hier kaum noch eine Wohnung leisten und Beschäftigte im Niedriglohnsektor schon gar nicht. Die Obdachlosenzahlen gehen daher immer weiter nach oben.
Seattle versucht daher schon seit einiger Zeit, Unternehmen mit in die Verantwortung zu nehmen, was bisher aber an verschiedenen Widerständen scheiterte. Das könnte sich nun aber ändern. Eine neue Regelung wurde auf den Weg gebracht und soll in der ganzen Region des King County Wirkung entfalten. Und es baut auf der ursprünglichen Idee der so genannten Kopf-Steuer auf, die vor einigen Monaten noch weitgehend abgelehnt wurde.
Die Einnahmen sollen direkt jenen Behörden zur Verfügung gestellt werden, deren Aufgabe darin besteht, der Obdachlosigkeit entgegenzuwirken. Dabei fließen Gelder in die Förderung des Neubaus bezahlbarer Wohnungen, aber auch in die Sozialarbeit und sonstige Betreuung von Betroffenen. Die Neuregelung ist im Vergleich mit anderen Ansätzen allerdings ein Kompromiss und bringt letztlich längst nicht die Beträge ein, die von Sozialpolitikern gewünscht wurden, um wirksam gegen die bestehenden Probleme vorgehen zu können.
Siehe auch: Region Seattle: Microsoft steckt 500 Mio. $ in bezahlbaren Wohnraum
Seattle versucht daher schon seit einiger Zeit, Unternehmen mit in die Verantwortung zu nehmen, was bisher aber an verschiedenen Widerständen scheiterte. Das könnte sich nun aber ändern. Eine neue Regelung wurde auf den Weg gebracht und soll in der ganzen Region des King County Wirkung entfalten. Und es baut auf der ursprünglichen Idee der so genannten Kopf-Steuer auf, die vor einigen Monaten noch weitgehend abgelehnt wurde.
Kompromiss findet Unterstützung
Vorgesehen ist nun, dass alle Unternehmen ab einer bestimmten Größe zwischen 0,1 und 0,2 Prozent Steuer-Aufschlag auf alle Jahresgehälter über 150.000 Dollar zu zahlen haben, wie aus einem Bericht von GeekWire hervorgeht. Das soll nun nicht mehr nur Seattle treffen - wodurch eventuell Unternehmen über die Stadtgrenze umgezogen wären - sondern die gesamte Region. Jenny Durkan, die Bürgermeisterin Seattles, rechnet damit, dass die Abgabe im Jahr etwas mehr als 120 Millionen Dollar einbringen wird.Die Einnahmen sollen direkt jenen Behörden zur Verfügung gestellt werden, deren Aufgabe darin besteht, der Obdachlosigkeit entgegenzuwirken. Dabei fließen Gelder in die Förderung des Neubaus bezahlbarer Wohnungen, aber auch in die Sozialarbeit und sonstige Betreuung von Betroffenen. Die Neuregelung ist im Vergleich mit anderen Ansätzen allerdings ein Kompromiss und bringt letztlich längst nicht die Beträge ein, die von Sozialpolitikern gewünscht wurden, um wirksam gegen die bestehenden Probleme vorgehen zu können.
Siehe auch: Region Seattle: Microsoft steckt 500 Mio. $ in bezahlbaren Wohnraum
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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