Zune - Microsofts iPod-Konkurrent im Test & Vergleich
15.01.2007 17:56
Der Konkurrent
Apples iPod kann aktuell durchaus als absoluter Platzhirsch unter den mobilen Multimedia-Playern betrachtet werden. Während das Gerät in den USA immer wieder für neue Um- und Absatzrekorde sorgt, führt er hierzulande jedoch wie die meisten Festplatten-basierten Player eher ein Nischendasein. Der iPod ist bereits seit 2001 im Handel erhältlich und hat den Begriff des Multimedia-Players durch innovative Konzepte mit definiert. Dennoch unterscheiden sich die Geräte der ersten Generation und aktuelle Modelle nur überraschend wenig.
Zwar hat man das mechanische Drehrad auf der Front inzwischen durch eine Art Touchpad ersetzt, das in Form einer Vier-Wege-Wippe und einem Knopf in der Mitte daherkommt, und ein immer größeres Farbdisplay statt des monochromen Bildschirms eingeführt, doch sonst hat sich äußerlich nur wenig getan. Die Geräte sind von Generation zu Generation dünner geworden, am Grund-Design hat sich jedoch nichts verändert, so dass der iPod wohl bis heute von Vielen als der bestaussehendste Multimedia-Player betrachtet wird.

Microsoft versucht mit dem Zune nun ein Gegenstück zu schaffen, dessen Äußeres allerdings vollkommen anders gestaltet ist, als beim großen Vorbild. Die Oberfläche wirkt nicht ganz so hochwertig, ist durch ihre Gummierung aber wesentlich widerstandsfähiger als beim iPod. Der Apple-Player trug in unserem Test, bei dem die Geräte den gleichen Zeitraum in der Jackentasche mitgeführt wurden, eine ganze Reihe von Kratzern davon. Vor allem die edel wirkende Rückseite aus Metall bereitet nur kurz Freude, da sie besonders anfällig ist.
Das Gehäuse des Zune hingegen ist zwar vollkommen aus Plastik, weist jedoch bis heute keinerlei Kratzer auf. Nur das Display hat mittlerweile ein wenig gelitten, was jedoch auch beim iPod der Fall war. Sollte doch einmal ein Kratzer zu sehen sein, lässt er sich beim Zune dank der Gummierung möglicherweise einfach wegwischen. Dies klappt natürlich nur bei leichten Schäden, die nicht in die Tiefen des Plastik vordringen.

Im Vergleich mit dem iPod fehlt es dem Zune derzeit noch an einigen Funktionen. So kann man mit dem Produkt von Apple bereits seit längerem Spiele nutzen und Kontaktdaten abrufen. Zumindest Spiele will Microsoft ab dem ersten Halbjahr 2008 anbieten. Ob dann auch Telefonnummern und andere Kontaktdaten gespeichert werden können, ist bisher nicht bekannt. Eine Anbindung an Microsoft Outlook oder ähnliche Programme wäre jedoch gut vorstellbar. Eine spezielle Podcast-Unterstützung gibt es beim Zune übrigens auch nicht. Stattdessen werden Podcasts einfach wie normale Musikstücke behandelt und auch so übertragen.
Die Bedienung hat bei iPod und Zune gleichermaßen ihre Tücken. Muss man beim Microsofts Player oft auf die am Gehäuse platzierten Bedienelemente drücken um sein Ziel zu erreichen, so nervt beim iPod die Ungenauigkeit des Scrollrads. Will man einen bestimmten Menüeintrag erreichen, scrollt man mit großer Wahrscheinlichkeit erst ein paar Mal daran vorbei, bis man mit einigem Nach-Navigieren tatsächlich den gewünschten Punkt auswählen kann.

Zwar ist der iPod um rund ein Drittel dünner als der Zune, doch Hosentaschenformat haben beide Player nicht, so dass auch der Fakt, dass der Player aus Redmond um fast einen Zentimeter länger ist und rund 30 Gramm mehr auf die Waage bringt, bei der täglichen Nutzung kaum ins Gewicht fallen dürfte. Dennoch fragt man sich, warum Microsoft sein Produkt nicht etwas kompakter gestaltet hat. Schließlich steckt in beiden Geräten der gleiche Akku, die gleiche Festplatte und auch die weitere Technik ist ähnlich. Selbst die Ports für den Anschluss am PC unterscheiden sich nur durch ihre Größe, die Stecker sind exakt gleich aufgebaut.
Das beim iPod im Vergleich doch sehr viel kleinere Display ist, wie wir finden, falsch angeordnet. Warum nicht wie beim Zune ein Display im Querformat verbauen und so die Videofunktion wirklich sinnvoll gestalten? Vielleicht weil die Komponenten günstiger sind? Wahrscheinlich entschied man sich bei Apple jedoch für diesen Weg, weil sich neben Kosteneinsparungen auch die Akkulaufzeit verlängern lässt. Beim Zune wird das große Display nämlich in dieser Hinsicht zum Nachteil, zumal es sich nicht ohne Hintergrundbeleuchtung ablesen lässt, was beim iPod wiederum der Fall ist.

Gegenüber dem iPod ist gerade das Display des Zunes größter Vorteil, auch wenn die Akkulaufzeit durch dessen Größe und Helligkeit etwas geringer ausfällt. Hält man beide Geräte nebeneinander wird deutlich, wo Microsofts Hauptaugenmerk lag. Bilder und Filme werden einwandfrei dargestellt. Vor allem bei Filmen ist die Größe ein Vorteil und auch die Farbdarstellung ist überragend. Erscheinen die Charaktere der Serie "Die Simpsons" auf dem iPod oft etwas "matt", so leuchtet ihre Haut beim Zune, so wie es sein muss, richtig schön gelb.
Auch Darstellung der CD-Cover ist beim Zune wesentlich intelligenter gelöst. Die Bilder werden auf die volle Breite des Displays vergrößert, beim iPod hingegen sind sie eher ein nettes Gimmick, denn erkennen kann man auf den kleinen Thumbnails selten etwas. Die Menüführung ist beim iPod wiederum ebenfalls logisch aufgebaut und leicht nachvollziehbar. Ein weiterer Vorteil des Apple-Players ist die Möglichkeit, alle Musikstücke mit der gleichen Lautstärke abspielen zu lassen, wodurch man nicht wie beim Zune leise Aufnahmen lauter drehen muss.

Die Akkulaufzeit fällt bei beiden Geräten geringer aus, als angegeben. Zwar ereichen beide die vom Hersteller beworbene maximale Laufzeit von 13 bzw. 14 Stunden, doch im Alltag ist meist wesentlich früher Schluss. Der Zune lief meist rund 5 Stunden, während der iPod eine Stunde länger durchhielt. Vor allem bei Kunden, die oft im Shuffle-Modus hören und auch gern mal den einen oder anderen Titel überspringen, dürfte die Akkulaufzeit nicht das Maximum erreichen. Wahrscheinlich ist dies auf die nötige Arbeit der Festplatte und das ständige Einschalten des Displays zurück zu führen.
Beim Zune schlägt sich vor allem die Nutzung der WLAN-Funktion negativ auf die Laufzeit nieder. So lassen sich Musikstücke zwar über Distanzen von bis zu 20 Metern mit hoher Geschwindigkeit übertragen, doch nach wenigen Alben kann bereits Schluss damit sein. Um mit maximaler Übertragungsrate zu arbeiten, ist eben viel Leistung notwendig. iPod-Besitzer haben derartige Probleme nicht, die Funktion ist einfach nicht vorhanden. Zune-Eigner können Musik aber ohnehin nur mit anderen Zunes austauschen, so dass WLAN generell selten genutzt werden dürfte.
Die PC-Software der Player ist in beiden Fällen nicht das Wahre. Muss man beim Zune mit kleineren Problemen kämpfen, so bleibt iTunes zumindest am PC weiterhin eine Grausamkeit. Vor allem die schlechte Performance des Programms macht die Benutzung häufig zu einem Geduldstest. Wer aber über die Software neue Musiktitel erwerben will, ist mit iTunes besser bedient. Während Microsoft nur rund zwei Millionen Stücke zur Auswahl anbietet, kann iTunes mit mittlerweile 3,5 Millionen Titeln aufwarten.
Apples iPod kann aktuell durchaus als absoluter Platzhirsch unter den mobilen Multimedia-Playern betrachtet werden. Während das Gerät in den USA immer wieder für neue Um- und Absatzrekorde sorgt, führt er hierzulande jedoch wie die meisten Festplatten-basierten Player eher ein Nischendasein. Der iPod ist bereits seit 2001 im Handel erhältlich und hat den Begriff des Multimedia-Players durch innovative Konzepte mit definiert. Dennoch unterscheiden sich die Geräte der ersten Generation und aktuelle Modelle nur überraschend wenig.
Zwar hat man das mechanische Drehrad auf der Front inzwischen durch eine Art Touchpad ersetzt, das in Form einer Vier-Wege-Wippe und einem Knopf in der Mitte daherkommt, und ein immer größeres Farbdisplay statt des monochromen Bildschirms eingeführt, doch sonst hat sich äußerlich nur wenig getan. Die Geräte sind von Generation zu Generation dünner geworden, am Grund-Design hat sich jedoch nichts verändert, so dass der iPod wohl bis heute von Vielen als der bestaussehendste Multimedia-Player betrachtet wird.

Microsoft versucht mit dem Zune nun ein Gegenstück zu schaffen, dessen Äußeres allerdings vollkommen anders gestaltet ist, als beim großen Vorbild. Die Oberfläche wirkt nicht ganz so hochwertig, ist durch ihre Gummierung aber wesentlich widerstandsfähiger als beim iPod. Der Apple-Player trug in unserem Test, bei dem die Geräte den gleichen Zeitraum in der Jackentasche mitgeführt wurden, eine ganze Reihe von Kratzern davon. Vor allem die edel wirkende Rückseite aus Metall bereitet nur kurz Freude, da sie besonders anfällig ist.
Das Gehäuse des Zune hingegen ist zwar vollkommen aus Plastik, weist jedoch bis heute keinerlei Kratzer auf. Nur das Display hat mittlerweile ein wenig gelitten, was jedoch auch beim iPod der Fall war. Sollte doch einmal ein Kratzer zu sehen sein, lässt er sich beim Zune dank der Gummierung möglicherweise einfach wegwischen. Dies klappt natürlich nur bei leichten Schäden, die nicht in die Tiefen des Plastik vordringen.

Im Vergleich mit dem iPod fehlt es dem Zune derzeit noch an einigen Funktionen. So kann man mit dem Produkt von Apple bereits seit längerem Spiele nutzen und Kontaktdaten abrufen. Zumindest Spiele will Microsoft ab dem ersten Halbjahr 2008 anbieten. Ob dann auch Telefonnummern und andere Kontaktdaten gespeichert werden können, ist bisher nicht bekannt. Eine Anbindung an Microsoft Outlook oder ähnliche Programme wäre jedoch gut vorstellbar. Eine spezielle Podcast-Unterstützung gibt es beim Zune übrigens auch nicht. Stattdessen werden Podcasts einfach wie normale Musikstücke behandelt und auch so übertragen.
Die Bedienung hat bei iPod und Zune gleichermaßen ihre Tücken. Muss man beim Microsofts Player oft auf die am Gehäuse platzierten Bedienelemente drücken um sein Ziel zu erreichen, so nervt beim iPod die Ungenauigkeit des Scrollrads. Will man einen bestimmten Menüeintrag erreichen, scrollt man mit großer Wahrscheinlichkeit erst ein paar Mal daran vorbei, bis man mit einigem Nach-Navigieren tatsächlich den gewünschten Punkt auswählen kann.

Zwar ist der iPod um rund ein Drittel dünner als der Zune, doch Hosentaschenformat haben beide Player nicht, so dass auch der Fakt, dass der Player aus Redmond um fast einen Zentimeter länger ist und rund 30 Gramm mehr auf die Waage bringt, bei der täglichen Nutzung kaum ins Gewicht fallen dürfte. Dennoch fragt man sich, warum Microsoft sein Produkt nicht etwas kompakter gestaltet hat. Schließlich steckt in beiden Geräten der gleiche Akku, die gleiche Festplatte und auch die weitere Technik ist ähnlich. Selbst die Ports für den Anschluss am PC unterscheiden sich nur durch ihre Größe, die Stecker sind exakt gleich aufgebaut.
Das beim iPod im Vergleich doch sehr viel kleinere Display ist, wie wir finden, falsch angeordnet. Warum nicht wie beim Zune ein Display im Querformat verbauen und so die Videofunktion wirklich sinnvoll gestalten? Vielleicht weil die Komponenten günstiger sind? Wahrscheinlich entschied man sich bei Apple jedoch für diesen Weg, weil sich neben Kosteneinsparungen auch die Akkulaufzeit verlängern lässt. Beim Zune wird das große Display nämlich in dieser Hinsicht zum Nachteil, zumal es sich nicht ohne Hintergrundbeleuchtung ablesen lässt, was beim iPod wiederum der Fall ist.

Gegenüber dem iPod ist gerade das Display des Zunes größter Vorteil, auch wenn die Akkulaufzeit durch dessen Größe und Helligkeit etwas geringer ausfällt. Hält man beide Geräte nebeneinander wird deutlich, wo Microsofts Hauptaugenmerk lag. Bilder und Filme werden einwandfrei dargestellt. Vor allem bei Filmen ist die Größe ein Vorteil und auch die Farbdarstellung ist überragend. Erscheinen die Charaktere der Serie "Die Simpsons" auf dem iPod oft etwas "matt", so leuchtet ihre Haut beim Zune, so wie es sein muss, richtig schön gelb.
Auch Darstellung der CD-Cover ist beim Zune wesentlich intelligenter gelöst. Die Bilder werden auf die volle Breite des Displays vergrößert, beim iPod hingegen sind sie eher ein nettes Gimmick, denn erkennen kann man auf den kleinen Thumbnails selten etwas. Die Menüführung ist beim iPod wiederum ebenfalls logisch aufgebaut und leicht nachvollziehbar. Ein weiterer Vorteil des Apple-Players ist die Möglichkeit, alle Musikstücke mit der gleichen Lautstärke abspielen zu lassen, wodurch man nicht wie beim Zune leise Aufnahmen lauter drehen muss.

Die Akkulaufzeit fällt bei beiden Geräten geringer aus, als angegeben. Zwar ereichen beide die vom Hersteller beworbene maximale Laufzeit von 13 bzw. 14 Stunden, doch im Alltag ist meist wesentlich früher Schluss. Der Zune lief meist rund 5 Stunden, während der iPod eine Stunde länger durchhielt. Vor allem bei Kunden, die oft im Shuffle-Modus hören und auch gern mal den einen oder anderen Titel überspringen, dürfte die Akkulaufzeit nicht das Maximum erreichen. Wahrscheinlich ist dies auf die nötige Arbeit der Festplatte und das ständige Einschalten des Displays zurück zu führen.
Beim Zune schlägt sich vor allem die Nutzung der WLAN-Funktion negativ auf die Laufzeit nieder. So lassen sich Musikstücke zwar über Distanzen von bis zu 20 Metern mit hoher Geschwindigkeit übertragen, doch nach wenigen Alben kann bereits Schluss damit sein. Um mit maximaler Übertragungsrate zu arbeiten, ist eben viel Leistung notwendig. iPod-Besitzer haben derartige Probleme nicht, die Funktion ist einfach nicht vorhanden. Zune-Eigner können Musik aber ohnehin nur mit anderen Zunes austauschen, so dass WLAN generell selten genutzt werden dürfte.
Die PC-Software der Player ist in beiden Fällen nicht das Wahre. Muss man beim Zune mit kleineren Problemen kämpfen, so bleibt iTunes zumindest am PC weiterhin eine Grausamkeit. Vor allem die schlechte Performance des Programms macht die Benutzung häufig zu einem Geduldstest. Wer aber über die Software neue Musiktitel erwerben will, ist mit iTunes besser bedient. Während Microsoft nur rund zwei Millionen Stücke zur Auswahl anbietet, kann iTunes mit mittlerweile 3,5 Millionen Titeln aufwarten.