Inkscape - Vektorgrafikprogramm in der Version 1.0 erschienen

Das kostenlose Vektorgrafikprogramm Inkscape befindet sich bereits seit rund 17 Jahren in der Entwicklung. Mit Version 1.0 hat die Software jetzt die erste finale Version erreicht. Im Funktionsumfang kann sich die Software durchaus mit kommerzieller Software messen. Das Open-Source-Projekt bietet eine Vielzahl an Bearbeitungsmöglichkeiten und diverse Werk­zeu­ge sowie Erweiterbarkeit durch Add-ons.
InkScapeDas Vektorgrafik-Programm Inkscape

Version 1.0 - Das ist neu

Mit Version 1.0 wechselt Inkscape auf die neue Benutzeroberfläche GTK+3, was neben einer besseren Performance zudem eine schönere Skalierung auf Monitoren mit besonders hoher Auflösung mit sich bringt. Nutzer von Mac OS können Inkscape nun als native Anwendung ohne XQuartz nutzen.

Die Toolbox beziehungsweise die Werk­zeug­an­sicht wurde mit dem Update neu gestaltetet, wodurch sie die benötigten Funktionen schneller finden lassen. Das Arbeiten mit der vir­tu­el­len Leinwand soll nun flexibler möglich sein, etwa lässt diese sich nun spiegeln und rotieren. In einem ausführlichen Artikel fassen die Entwickler diese und alle weiteren Neuerungen zusammen, zu denen etwa noch neue Live Path Effekte (LPE) und ein verbesserter PDF-Export zählen.

Am virtuellen Zeichenbrett

Für das Erstellen von Objekten stehen ver­schie­de­ne Zeichenwerkzeuge bereit, darunter das Bleistiftwerkzeug zum Freihandzeichnen von einfachen Pfaden, ein Füllwerkzeug sowie ein Kalligrafiewerkzeug für kalligrafische Striche. Mit den Formwerkzeugen für Rechtecke, El­lip­sen, Sterne, Polygone und Spiralen lassen sich eben­falls Objekte kreieren. Mit an Bord sind außerdem ein Textwerkzeug mit verschiedenen Features, die Einbindung von Pixelgrafiken sowie Klone, die als verknüpfte Kopien von Objekten fungieren.

Die erstellten Objekte lassen sich bewegen, skalieren, rotieren oder neigen, was sowohl in­ter­aktiv als auch durch Angabe genauer Zahlenwerte geschehen kann. Zudem können Ob­jekte gruppiert und mit Ebenen gearbeitet werden. Für Füllungen und Konturen steht mit RGB, HSL, CMYK und Farbrad eine breite Auswahl zur Verfügung. Auch gibt es Farbverläufe mit mehreren Zwischenfarben, Musterfüllungen sowie vordefinierte Muster.

Noch mehr Funktionen

Mit der Pfadbearbeitung lassen sich Knoten un­ter anderem verschieben, ausrichten und ver­teilen. Textobjekte und Formen sowie Kon­tu­ren können ebenfalls in Pfade umgewandelt wer­den. Pfade lassen sich inklusive dynamischer und verknüpfter Versatzobjekte kom­bi­nie­ren oder zerlegen. Auch können Pixelgrafiken vektorisiert werden.

Die Render-Funktion ermöglicht komplette Kantenglättung, bietet Alpha-Transparenz-Un­ter­stüt­zung für die Darstellung und den PNG-Export sowie das Live-Rendering von Objekten während der Veränderung. Zusätzlich gibt es einen XML-Editor und Kommandozeilenoptionen für Export und Umwandlung. Die Software setzt vor allem auf die standardkonforme Er­stel­lung und Bearbeitung von SVG-Dateien, kann aber auch in zahlreiche andere Formate, bei­spielsweise PNG, OpenDocument Drawing, DXF, sk1, PDF, EPS und PostScript exportieren.

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