"Fifa 18" doch nicht pünktlich via Amazon - Beschäftigte sind im Streik
Die seit Jahren andauernde Auseinandersetzung zwischen dem Handelskonzern Amazon und der Gewerkschaft Verdi könnte nun dazu führen, dass viele Gamer den Start eines Top-Spiels verpassen. "Fifa 18" sollte eigentlich am Freitag bei Vorbestellern eintreffen - doch nun wird gestreikt.
An drei Standorten Amazons hatte Verdi die Beschäftigten heute zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. In Leipzig folgten dem rund 250 Mitarbeiter, wie die Leipziger Volkszeitung berichtet. Auch die Spätschicht soll dann einsteigen. Auch in den Logistik-Zentren Rheinberg und Werne wird parallel gestreikt.
Der Zeitpunkt der Aktionen ist keineswegs zufällig gewählt. "Wenn bundesweit das neue FIFA-Spiel des Spieleherstellers Electronic Arts erscheint, will sich Amazon erneut als Freund der Spieler präsentieren und garantiert eine Lieferung am Erscheinungstermin. Das wollen wir in Frage stellen", erklärte Landesbezirksfachbereichsleiterin für den Handel bei Verdi in Nordrhein-Westfalen, Silke Zimmer, gegenüber dem LokalKompass.
Verdi versucht seit Jahren durchzusetzen, dass die Amazon-Beschäftigten gemäß des Tarifvertrages für den Einzel- und Versandhandel behandelt werden. "1.058 Euro Weihnachtsgeld, 1.121 Euro Urlaubsgeld, eine 38-Stunden-Woche und 6 Wochen Urlaub sind aktuell in der Branche üblich", erklärte der für Leipzig zuständige Verdi-Fachbereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago. Amazon weigert sich aber, Tarifverhandlungen zu führen und orientiert sich lediglich an den schlechteren Regelungen aus dem Tarifvertrag für die Logistikbranche.
Der Zeitpunkt der Aktionen ist keineswegs zufällig gewählt. "Wenn bundesweit das neue FIFA-Spiel des Spieleherstellers Electronic Arts erscheint, will sich Amazon erneut als Freund der Spieler präsentieren und garantiert eine Lieferung am Erscheinungstermin. Das wollen wir in Frage stellen", erklärte Landesbezirksfachbereichsleiterin für den Handel bei Verdi in Nordrhein-Westfalen, Silke Zimmer, gegenüber dem LokalKompass.
Beschäftigte warten schon länger
Letztlich sind es die Mitarbeiter, die bisher stets für reibungslose Abläufe sorgten, wenn die Verbraucher Produkte zum Release bekommen sollten. "So wie viele Spieler auf die Auslieferung des neuen FIFA-Spiels warten, warten die Beschäftigten auf faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen", führte Zimmer aus.Verdi versucht seit Jahren durchzusetzen, dass die Amazon-Beschäftigten gemäß des Tarifvertrages für den Einzel- und Versandhandel behandelt werden. "1.058 Euro Weihnachtsgeld, 1.121 Euro Urlaubsgeld, eine 38-Stunden-Woche und 6 Wochen Urlaub sind aktuell in der Branche üblich", erklärte der für Leipzig zuständige Verdi-Fachbereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago. Amazon weigert sich aber, Tarifverhandlungen zu führen und orientiert sich lediglich an den schlechteren Regelungen aus dem Tarifvertrag für die Logistikbranche.
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