iPhones machen in der Praxis weniger Probleme als Android-Geräte

Smartphone, Apple, Iphone, iPhone 8, Apple iPhone 8, iPhone 8 Plus, Apple iPhone 8 Plus Bildquelle: Apple
Der Alltag des Smartphone-Nutzers wird nicht nur dadurch bestimmt, ob er solide Hardware und gute Apps hat, sondern auch davon, wie fehleranfällig ein System ist. Und hier konnten Apples Geräte in der letzten Zeit ordentlich Boden gutmachen.
Die hübschesten und leistungsfähigsten Geräte bringen letztlich nichts, wenn der Nutzer nach kurzer Zeit durch zahlreiche kleine Probleme nur noch genervt ist. Bei der Blancco Technology Group wird daher schon seit einiger Zeit regelmäßig der so genannte "State of Mobile Device Performance and Health"-Bericht erarbeitet. An dessen Ende stehen jeweils Fehlerraten, die man allerdings etwas differenzierter betrachten muss.

In der aktuellsten Ausgabe, die das zweite Quartal dieses Jahres abdeckt, kommen iOS-Smartphones auf eine durchschnittliche Fehlerrate von 12 Prozent. Bei Android-Systemen liegt der Wert mit 25 Prozent wesentlich höher. Vor einem Jahr lag Apple in der Gesamtwertung noch zurück - wobei aber wie schon gesagt die Details betrachtet werden müssen.

In den aktuellen Daten steht die Apple-Plattform beispielsweise bei der App-Stabilität nicht besonders gut dar. Der Anteil von Geräten, auf denen Anwendungen einfach abstürzten, kletterte hier sogar von 50 auf 54 Prozent im Jahresvergleich. Bei Android ist der Wert hingegen von 18 auf 10 Prozent gesunken.


Dies klingt nach einem ziemlich eindeutigen Ergebnis. Allerdings merken die Autoren der Blancco-Studie an, dass hier ein wesentlicher Faktor in der Update-Problematik liegt. Apple bringt in hoher Frequenz Systemaktualisierungen heraus, die dann auch immer gleich bei sehr vielen Nutzern installiert werden. Hat eine populäre App nun ein Problem mit dem Update, treibt sie den Wert direkt massiv nach oben. Bei Android dauert es hingegen wesentlich länger, bis sich Neuerungen in der Praxis verbreiten, so dass die App-Entwickler hier reagieren können, bevor eine größere Zahl von Usern betroffen ist.

In die Gesamtwertung fließen letztlich alle möglichen Fehlerquellen ein - das reicht von Problemen bei WLAN-Verbindungen über Störungen bei der Headset-Nutzung bis hin eben zu Abstürzen von Dritthersteller-Software. Und über alle Bereiche hinweg kommt es unter iOS aktuell zu den wenigsten Problemen.

Blancco-Manager Richard Stiennon merkte außerdem an, dass bei den Analysen aufgefallen sei, dass inzwischen weit über die Hälfte der iPhones die diversen Sicherheits-Features aktiviert haben. Dies deute darauf hin, dass die Nutzer sich nicht nur generell um ihre Datensicherheit sorgen. Sie unternähmen auch verstärkt vorbeugende Maßnahmen zum Schutz wichtiger Informationen - was lange Zeit nicht gerade selbstverständlich war.

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