Toshiba soll vor Verkauf seiner Flash-Sparte an Western Digital stehen

Toshiba, Speicherkarte, Exceria Pro, Compact Flash Bildquelle: Toshiba
Der japanische Elektronikkonzern Toshiba steht angeblich kurz vor dem Verkauf seiner Flash-Speicher-Sparte an ein Konsortium von Firmen, dem auch der langjährige Partner Western Digital angehört. Laut einem Zeitungsbericht soll das Ringen um die Zukunft der Flash-Sparte damit kurz vor dem Ende stehen, auch wenn Toshiba den Verkauf noch nicht bestätigen will.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine Meldung der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkan Kogyo berichtet, hat Toshiba sich mit dem von Western Digital geführten Konsortium auf einen Verkauf seiner Flash-Fertigung geeinigt. Angeblich will man die Entscheidung am Mittwoch bereits formell festmachen, bevor dann am 20. September die Unterzeichnung der entsprechenden Verträge geplant sein soll.

Der Vorstand von Toshiba will sich angeblich am Mittwoch treffen, um die Angebote von insgesamt drei verschiedenen Bietergruppen zu prüfen. Noch sollen die Verhandlungen zwischen Toshiba und Western Digital weitergehen, heißt es. Ein Unternehmenssprecher erklärte, dass Toshiba im Fall des Verkaufs seiner Flash-Produktion noch keine Entscheidung getroffen habe und man sich nicht zu den Details des Verkaufsvorgangs äußeren werde.

Derzeit wird laut dem Zeitungsbericht aus Japan noch diskutiert, wie groß der Anteil von Western Digital an Toshibas Flash-Sparte bei einem geplanten Verkauf sein würde. Western Digital soll angeboten haben, sich nicht direkt an der Finanzierung des Kaufs zu beteiligen, will aber dennoch einen Anteil an der Flash-Sparte für sich beanspruchen. Hintergrund ist die bestehende Kooperation mit Toshiba, bei der Western Digital in das wichtigste Chip-Werk des japanischen Herstellers investiert hat.

Toshiba will sich von seiner Flash-Sparte trennen, weil man riesige Schulden aus dem Niedergang der in den USA ansässigen Nukleartechnik-Tochter Westinghouse zu bewältigen hat, die nach einem riesigen Skandal um gefälschte Buchhaltungsdokumente vor dem Ruin steht. Zwar arbeitet die Flash-Abteilung äußerst profitabel, doch nur durch ihren Verkauf könnte Toshiba genug Geld aufbringen, um seine eigene Pleite abzuwenden. Das Konsortium um Western Digital soll umgerechnet rund 18,3 Milliarden Dollar geboten haben.

Am Wettbewerb um den Kauf von Toshibas Flash-Sparte beteiligen sich neben der Gruppe um WD auch noch andere Interessenten, darunter Firmenverbände, zu denen der südkoreanische Speichergigant SK Hynix und der weltgrößte Vertragsfertiger Foxconn gehören. Hinter den Kulissen versuchen sich dabei Großkonzerne wie Apple die künftige Verfügbarkeit großer Mengen von Flash-Speichermodulen für ihre Geräte zu sichern. Chip, Flash, Board Chip, Flash, Board Toshiba
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