Donald Trumps "Sad!"-Tweets sind aus Gründen so erfolgreich
Die US-Präsidentschaft von Donald Trump ist zumindest für diverse Sozial- und Kulturwissenschaftler eine tolle Sache, da sie im Grunde live Untersuchungen über verschiedene Phänomene und ihre Wirkung auf die Gesellschaft untersuchen können. Ein neues Paper behandelt beispielsweise die "Sad!"-Tweets.
Sowohl während der Wahlkampagne als auch nach der Amtseinführung ist Trump ein recht aktiver Twitter-Nutzer. Berühmt wurden insbesondere zahlreiche Äußerungen, in denen er sein Missfallen über einen beschriebenen Umstand ausdrückte, indem er den Tweet mit "Sad!" (schlimm) abschloss. Forscher der New York University haben sich darangemacht, herauszufinden, warum gerade diese sich ziemlich erfolgreich verbreiteten.
Durch Gegenüberstellungen mit zahlreichen anderen Tweets, die auch von anderen Nutzern mit ähnlichen Konstruktionen veröffentlicht wurden, konnte auch eine Erklärung herausgearbeitet werden. Nach Analysen von 563.312 verschiedenen Tweets und deren Reichweiten kam man zu dem Schluss, dass es die perfekte Kombination von moralischer und emotionaler Komponente im Schlüsselwort ist, die für eine starke Reichweite sorgte.
Allein das Vorhandensein eines solchen kombinierenden Begriffes, wie es eben auch bei "Sad" der Fall ist, führte laut der Analyse dazu, dass die Verbreitung eines Tweets um rund 20 Prozent über dem Durchschnitt liegt. Und das liegt auch nicht daran, dass Vertreter einer politischen Strömung stärker auf solche Begriffe setzen würden - immerhin schaffen es konservative Kreise eher, mit polarisierenden Inhalten eine hohe Verbreitung zu finden als viele Liberale mit ihren differenzierteren Statements.
In der Untersuchung zeigte sich die höhere Verbreitung auch dann, wenn die Aussagen in den Tweets in die gleiche Richtung gingen. Ob es nun um die Zugänglichkeit von Waffen, Gleichstellung von Lebensgemeinschaften oder die Klimapolitik ging - wenn faktisch die gleiche Aussage mit einem moralisch-emotionalen Kombinationswort versehen war, stieg die Reichweite um die genannten 20 Prozent. Infografik: US-Ansehen in der Welt sinkt durch Trump
Durch Gegenüberstellungen mit zahlreichen anderen Tweets, die auch von anderen Nutzern mit ähnlichen Konstruktionen veröffentlicht wurden, konnte auch eine Erklärung herausgearbeitet werden. Nach Analysen von 563.312 verschiedenen Tweets und deren Reichweiten kam man zu dem Schluss, dass es die perfekte Kombination von moralischer und emotionaler Komponente im Schlüsselwort ist, die für eine starke Reichweite sorgte.
Angst funktioniert allein nicht so gut
Zu diversen politischen Themen gibt es auch Ausschläge in jeweils einzelne Richtungen, heißt es in dem jetzt veröffentlichten Paper. Nimmt man beispielsweise "duty" (Pflicht) als rein moralisches Wort oder "fear" (Angst) als rein emotionale Äußerung, verbreiten sich die Beiträge eher durchschnittlich. "Hate" (Hass) als Kombination von Moralität und Emotionalität sorgt hingegen für weitaus mehr Reichweite.Allein das Vorhandensein eines solchen kombinierenden Begriffes, wie es eben auch bei "Sad" der Fall ist, führte laut der Analyse dazu, dass die Verbreitung eines Tweets um rund 20 Prozent über dem Durchschnitt liegt. Und das liegt auch nicht daran, dass Vertreter einer politischen Strömung stärker auf solche Begriffe setzen würden - immerhin schaffen es konservative Kreise eher, mit polarisierenden Inhalten eine hohe Verbreitung zu finden als viele Liberale mit ihren differenzierteren Statements.
In der Untersuchung zeigte sich die höhere Verbreitung auch dann, wenn die Aussagen in den Tweets in die gleiche Richtung gingen. Ob es nun um die Zugänglichkeit von Waffen, Gleichstellung von Lebensgemeinschaften oder die Klimapolitik ging - wenn faktisch die gleiche Aussage mit einem moralisch-emotionalen Kombinationswort versehen war, stieg die Reichweite um die genannten 20 Prozent. Infografik: US-Ansehen in der Welt sinkt durch Trump
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