Cron: Russische Kriminelle vor Expansion ins Ausland festgesetzt
Eine Gruppe von Kriminellen konnte von den russischen Behörden quasi auf frischer Tat ertappt und verhaftet werden, bevor sie schlimmeren Schaden anrichteten. Diese waren bis dahin mit Android-Malware mäßig erfolgreich und hatten sich inzwischen einen deutlich besseren Trojaner geleistet.
Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, der sich auf Ermittler und andere informierte Kreise in Russland beruft, hatte die Bande mit einer Spionage-Malware bereits eine ganze Reihe von Nutzern ausgeforscht, die ihr Mobiltelefon für das Online-Banking verwenden. Insgesamt konnten sie so rund 50 Millionen Rubel (788.000 Euro) von russischen Bankkunden erbeuten. Dies ist für eine größere Malware-Kampagne gegen das Online-Banking eine recht überschaubare Summe.
Allerdings waren die Gangster durchaus nicht dumm, sondern nutzten einen guten Teil ihres Gewinns, um auf dem Schwarzmarkt in eine wesentlich ausgefeiltere Malware zu investieren, mit der man auch wohlhabendere Kunden besser geschützter Banken aus westlichen Ländern ins Visier nehmen konnte. Erneut sollte die Attacke hier im Wesentlichen über Android-Smartphones laufen.
Eine Expansion ins Ausland war allerdings bereits geplant. Mit der neuen Malware nahmen die Kriminellen, die der eingesetzten Malware folgend als "Cron" bezeichnet wurden, unter anderem Kunden mehrerer französischer Banken ins Visier. Hier konnten sie aber in noch keinem Fall einen Erfolg verbuchen, als die Behörden sie festsetzten. Hier hätten sie wesentlich schneller höhere Beträge einfahren können - und wären vielleicht noch nicht einmal belangt worden, da die Zusammenarbeit zwischen westlichen und russischen Behörden nicht besonders reibungslos verläuft.
Allerdings waren die Gangster durchaus nicht dumm, sondern nutzten einen guten Teil ihres Gewinns, um auf dem Schwarzmarkt in eine wesentlich ausgefeiltere Malware zu investieren, mit der man auch wohlhabendere Kunden besser geschützter Banken aus westlichen Ländern ins Visier nehmen konnte. Erneut sollte die Attacke hier im Wesentlichen über Android-Smartphones laufen.
3.500 Androiden am Tag
16 Mitglieder der Gruppe sollen bereits im letzten November festgenommen worden sein. Die Behörden gingen gegen sie vor, nachdem sie bereits rund eine Million Smartphones in Russland mit ihrer Malware infiziert hatten. 3.500 Geräte am Tag sollen zuletzt hinzugekommen sein. Diese Kampagne beschränkte sich noch vollständig auf Russland.Eine Expansion ins Ausland war allerdings bereits geplant. Mit der neuen Malware nahmen die Kriminellen, die der eingesetzten Malware folgend als "Cron" bezeichnet wurden, unter anderem Kunden mehrerer französischer Banken ins Visier. Hier konnten sie aber in noch keinem Fall einen Erfolg verbuchen, als die Behörden sie festsetzten. Hier hätten sie wesentlich schneller höhere Beträge einfahren können - und wären vielleicht noch nicht einmal belangt worden, da die Zusammenarbeit zwischen westlichen und russischen Behörden nicht besonders reibungslos verläuft.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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