Project Loon: Google-Ballons haben Feuertaufe bestanden

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Der Suchmaschinenkonzern Google hat einen ersten erfolgreichen Praxiseinsatz seines "Project Loon" vermelden können. Mit Ballons versorgte das Unternehmen vor einigen Wochen Überschwemmungsgebiete in Peru mit Internet-Anbindungen.
Anfang des Jahres suchte eine starke Flutkatastrophe das südamerikanische Land heim. Weit mehr als eine halbe Million Menschen waren direkt betroffen, weil ihr Zuhause überschwemmt wurde. Es waren fast hundert Todesfälle zu beklagen, tausende verloren ihr Hab und Gut. Und natürlich spülten die Wassermassen auch Infrastruktur weg - darunter Telekommunikations-Leitungen und -Anlagen.

Da gerade in solchen Situationen eine Netzanbindung für alle Menschen vor Ort viele Vorteile bringen kann, gilt es natürlich, möglichst schnell entsprechende Verbindungen aufzubauen. Und hier sprang Google mit seinen Ballons ein. Mit einer Handvoll von diesen gelang es, die drei Städte Lima, Chimbote und Piura aus der Luft mit Datenanbindungen zu versorgen, berichtete die BBC.


KI hält Ballons am Platz

Und die Google-Techniker konnten hier zeigen, welche Potenziale mit den Ballons verbunden sind. Um die Systeme in die Luft zu bringen, mussten sie beispielsweise nicht vor Ort sein und dort die ohnehin ausgelasteten Verkehrskapazitäten belasten. Stattdessen wurden die Ballons von Puerto Rico aus gestartet, anschließend ließ man sie in passenden Luftströmungen nach Süden treiben. Über ihrem Zielort versorgten sie dann aus 20 Kilometern Höhe jeweils ein Gebiet von der Fläche der Schweiz mit Datenverbindungen.

Die Besonderheit liegt hier nicht nur in der eingesetzten Funktechnik, sondern auch in der Steuerung der Ballons. Facebooks Flugdrohne kann ja problemlos über einem bestimmten Gebiet kreisen - das ist mit antriebslosen Ballons bekanntermaßen nicht so einfach. Google setzt hier aber auf ein KI-System, das die Luftströmungen benutzt, um die Systeme in einer Region zu halten. Treibt ein Ballon zu weit ab, lässt die Software ihn sinken oder steigen, bis er in einen Luftbereich kommt, der ihn wieder zurückbringt. Internet, IT, Erde Internet, IT, Erde Flickr
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