Bill Gates übt Kritik an Googles Ballon-Projekt Loon

Der Microsoft-Mitgründer und langjährige Chef des Redmonder Unternehmens Bill Gates hält nichts von Googles Projekt Loon, dieses will in Afrika mit Hilfe von Ballonen für mehr Internet-Verbreitung sorgen. Es gebe dringendere Probleme, so Gates.

In einem Interview mit der zu Bloomberg gehörenden Webseite Businessweek sagte Gates, dass Loon nicht die wirklich dringenden Probleme des afrikanischen Kontinents lösen könne: "Wenn man gerade an Malaria stirbt, dann schätze ich, dass man aufschaut und den Ballon sieht, aber ich bin mir nicht sicher, wie das helfen soll", so Gates. "Wenn ein Kind Durchfall bekommt, dann gibt es auch keine Webseite, die dagegen hilft."

Siehe auch: Project Loon - Google nutzt Ballons für Internet

Der Chef der Bill & Melinda Gates Foundation, der weltgrößten privaten karitativen Stiftung, betonte dabei, dass er "zweifellos nach wie vor ein riesiger Anhänger der digitalen Revolution" sei. Kliniken und Schulen zu vernetzen sei eine gute Sache, für Länder mit besonders niedrigen Einkommen eigne sich dieser Weg aber nicht.

Project Loon - Google nutzt Ballons für Internetverbindungen
(HD-Version)

Bill Gates übte an Google auch an einer anderen Stelle Kritik, nämlich dem karitativen Ableger Google.org, mit dem sich der Suchmaschinenriese seit knapp acht Jahren bei diversen Projekten (Armut, Energie, Umweltschutz) engagiert. Oder eben auch nicht: "Als Google damit gestartet ist, haben sie gesagt, dass sie eine ganze Reihe von Dingen vorhätten", so Bill Gates. "Sie haben Larry Brilliant angeheuert und fantastische Publicity bekommen. Und dann haben sie die Arbeit praktisch eingestellt und konzentrieren sich auf ihr Kerngeschäft."


Auf Kritik, wonach die von ihm geleitete Stiftung längst viel zu groß sei und dadurch die eigene Zielsetzung verzerrt sei, sagte Gates, dass der Vorwurf für ihn seltsam klinge, da die wirklich großen Player die Regierungen seien, im Vergleich dazu ist auch die Bill & Melinda Gates Foundation verhältnismäßig unbedeutend.

Siehe auch: Bill Gates wird trotz Milliardenspenden immer reicher
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Krankheiten bekämpfen ist das eine, ein Region in die nächste "Evolutionsstufe" zu bekommen eine andere. Beides wird benötigt, auch wenn ersteres selbstverständlich wichtiger klingt (ohne A ist B irgendwann nicht mehr nötig).
 
[re:1] Zewa am 09.08.13 11:49 Uhr
(+3
@hhgs: Okay dann müssen die Afrikaner (ohne zu diskriminieren) wen sie Überleben und nich an Hunger oder ähnliches Sterben, bloß ein Leben lang Arbeiten um sich einen PC zu leisten.
 
@hhgs: Absolut deiner Meinung.
 
@hhgs: Ich bin der Meinung das beides wichtig ist. Kann ich mich zB. über Malaria und deren Verbreitung informieren, habe ich die Möglichkeit vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Allerdings frage ich mich ob es auf einem Kontinent, auf dem der Großteil ums nackte Überleben und Essen auf dem Tisch kämpft, überhaupt jemals passende Endgeräte geben wird. Es werden in vielen Fällen ja nicht mal minimale Grundbedürfnisse gedeckt und da ist es verständlich, dass die Prioritäten nicht beim Internet liegen.
 
@funny1988: da stimm ich dir voll zu, ich finde gates sehr sympatisch und schätze vieles sehr hoch was er tut, getan hat,... aber da muss ich sagen,... was ist denn mit den gesunden leuten? wenn afrika in der entwicklungsstufe einen schritt höher kommt -> weil die z.B. geld mit programmieren oder anderen IT berufen verdienen... lösen sich auch einige krankheits und hungerprobleme! auch wenn ich hhgs recht gebe, wenn mal alle an krankheiten und co draufgegangen sind, bringt der PC auch nix mehr!


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