Spamwelle bei T-Online nicht in den Griff zu bekommen - Rettung naht

Spam, Lebensmittel, Dosenfleisch Bildquelle: Freezelight / Flickr
Die Umstellung auf eine neue, bessere Spam-Filter-Technologie hat bei der Telekom allem Anschein nach kaskadenartig das Gegenteil bewirkt: Nutzer der T-Online-E-Mail-Adressen erhalten derzeit mehr Spam als je zuvor. Das Problem ist seit Wochen bekannt, eine Lösung soll erst nach Ostern präsentiert werden.
Nun hat sich der Konzern in dieser Woche dazu entschlossen, das Problem und seinen Auslöser öffentlich zu machen. Schon seit Februar kämpfen die Techniker demnach mit der Spamwelle, es geht dabei vorrangig um E-Mails, die einen dubiosen Finanzdienstleister bewerben. Die neue Filter-Technologie der Telekom soll zunächst gegen diesen E-Mail-Typus geholfen haben - dann haben die Versender aber "zurückgeschlagen".

Im Telekom-Blog liest sich das so: "Aktuell erhalten Kunden des T-Online-Maildienstes zum Teil täglich bis zu zehn Spammails desselben Typs. Die Telekom hat Mitte Februar eine neue Filtertechnologie getestet. Darauf hat der Spamversender mit einer immensen Intensivierung seines Spam-Versands reagiert." Die lernende Filtertechnologie hat dann aber auch gewünschte Post wie zum Beispiel Newsletter als Spam aussortiert. Die Telekom musste laut eigener Aussage die Notbremse ziehen und den neuen Filter wieder deaktivieren, damit die Aussortierung von echtem Spam und E-Mails, die fälschlicherweise als Spam markiert wurden, nicht Überhand nimmt.

Müllwelle

"Um keine gewollten Mails zu unterdrücken, muss die neue Filtertechnologie nochmals einer intensiven Lernphase unterzogen werden und ist seitdem weiterhin nicht zur Erkennung der ‚Müllwelle' wirksam." Die Experten der Telekom arbeiten jetzt mit Hochdruck daran, das Problem zu lösen. Laut der aktuellen Einschätzung soll es in der Woche nach Ostern, also wahrscheinlich ab dem 18. April soweit sein, dass man wieder zum Normalzustand zurückkehren könne.

Kein Schadcode

Betroffene Nutzer sollten auf jeden Fall besondere Aufmerksamkeit in ihrem Posteingang walten lassen. Zwar schreibt die Telekom, man habe bislang noch keine Malware oder Schadcode-verseuchten Links in der Spam-Welle entdeckt, Nutzer sollten aber sehr vorsichtig mit dem Anklicken von Links in den dubiosen E-Mails sein.

Siehe auch: Spam-Firma macht versehentlich all ihre internen Daten öffentlich Spam, Lebensmittel, Dosenfleisch Spam, Lebensmittel, Dosenfleisch Freezelight / Flickr
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