Illegales Online-Glücksspiel boomt & niemand will etwas dagegen tun
Glücksspiele unterliegen hierzulande eigentlich einer extrem starken staatlichen Regulierung. Völlig an dieser vorbei boomen entsprechende Online-Angebote aber seit Jahren. Und bei den Behörden weiß offenbar niemand so recht, wie man mit der Situation umgehen soll.
Wie aus einer aktuellen Marktanalyse des Handelsblatt Research Institute hervorgeht, wächst der Umsatz der nicht zugelassenen Glücksspiel-Angebote hierzulande seit Jahren um durchschnittlich 30 Prozent per anno. Das ist wesentlich mehr als bei den legalen Anbietern, die unter strenger staatlicher Aufsicht agieren.
Die eigentlich illegalen Angebote sind zumeist online zu finden und werden vom Ausland aus betrieben. Nicht immer sind die Anbieter unseriös - teils verfügen sie in anderen Ländern über reguläre Zulassungen, die sie hier aber gar nicht bekommen können. Denn abgesehen von Sportwetten gibt es eigentlich keine legalen Glücksspiele, die sich nicht in staatlicher Hand befinden.
Der Anteil der illegalen Angebote ist trotz des Umsatzes von 2,3 Milliarden Euro keineswegs dominierend. In dem gesamten Markt machen sie bisher nur 22 Prozent aus, hieß es. Klassische Angebote wie Lotto sind hier noch wesentlich größer. Bei den Online-Angeboten ohne Lizenz ist das Wachstum aber mit Abstand am Größten und sie decken Bereiche ab, die Verbraucher sonst so nicht finden. Insbesondere Online-Casinos mit Poker-Angeboten boomen seit Jahren.
Um nun aber dafür zu sorgen, dass deutsche Nutzer nicht online auf entsprechende ausländische Angebote zugreifen, müssten seitens der Behörden ziemliche Kraftakte geleistet werden. Dazu ist dort wohl angesichts der Lage niemand so wirklich bereit. Das führt inzwischen sogar dazu, dass maßgeblich unter Beteiligung der nicht zugelassenen Anbieter die Werbeausgaben für Glücksspiel-Dienste sich in den letzten fünf Jahren auf 390 Millionen Euro fast verdoppelt haben.
Die eigentlich illegalen Angebote sind zumeist online zu finden und werden vom Ausland aus betrieben. Nicht immer sind die Anbieter unseriös - teils verfügen sie in anderen Ländern über reguläre Zulassungen, die sie hier aber gar nicht bekommen können. Denn abgesehen von Sportwetten gibt es eigentlich keine legalen Glücksspiele, die sich nicht in staatlicher Hand befinden.
Der Anteil der illegalen Angebote ist trotz des Umsatzes von 2,3 Milliarden Euro keineswegs dominierend. In dem gesamten Markt machen sie bisher nur 22 Prozent aus, hieß es. Klassische Angebote wie Lotto sind hier noch wesentlich größer. Bei den Online-Angeboten ohne Lizenz ist das Wachstum aber mit Abstand am Größten und sie decken Bereiche ab, die Verbraucher sonst so nicht finden. Insbesondere Online-Casinos mit Poker-Angeboten boomen seit Jahren.
Es herrscht Unlust
Ein sonderlich ernsthaftes Vorgehen gegen entsprechende Anbieter ist kaum zu erkennen. Allgemein wird auf politischer Ebene ohnehin über eine Lockerung nachgedacht, die Vergabe von Lizenzen scheitert bisher allerdings daran, dass das Glücksspiel Ländersache ist und über Staatsverträge geregelt wird. Änderungen an diesen sind aber Projekte, die sich über viele Jahre hinziehen.Um nun aber dafür zu sorgen, dass deutsche Nutzer nicht online auf entsprechende ausländische Angebote zugreifen, müssten seitens der Behörden ziemliche Kraftakte geleistet werden. Dazu ist dort wohl angesichts der Lage niemand so wirklich bereit. Das führt inzwischen sogar dazu, dass maßgeblich unter Beteiligung der nicht zugelassenen Anbieter die Werbeausgaben für Glücksspiel-Dienste sich in den letzten fünf Jahren auf 390 Millionen Euro fast verdoppelt haben.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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