Ausgezockt: Gaming- und PC-Peripherie-Hersteller Mad Catz ist pleite
Es war eine Pleite mit Ansage, jetzt ist es aber offiziell: Der kalifornische Peripherie-Hersteller Mad Catz hat seine Insolvenz angemeldet und hat den Betrieb auch bereits eingestellt. Überlebensaussichten gibt es keine, man wird in den nächsten Wochen und Monaten abgewickelt, eine Rückkehr ist nicht mehr vorgesehen oder möglich.
Bereits vor eineinhalb Wochen wurde Mad Catz von der Wall Street ausgeschlossen, Ende März entschied die New York Stock Exchange (NYSE), dass diese Entscheidung aufgrund eines "abnormal niedrigen Handelskurses" fällig geworden sei. Das Unternehmen hatte damals angekündigt, diesem Schritt nicht zu widersprechen, man hat sicherlich schon zu diesem Zeitpunkt gewusst, dass das Ende bevorsteht.
Die Pleite dürfte keinen Branchenkenner überraschen: Denn der vor allem für PC- und Gaming-Peripherie bekannte Hersteller hat mehrere Monate und sogar Jahre an finanziellen Turbulenzen hinter sich. Angefangen haben die Schwierigkeiten mit der Veröffentlichung von Rock Band 4 Ende 2015.
"Chapter 7"-Insolvenz
Nun ist das Ende der Fahnenstange auch nach US-Recht erreicht: Denn laut Polygon hat Mad Catz eine "Chapter 7"-Insolvenz eingereicht, was bedeutet, dass eine Sanierung oder Verkauf ausgeschlossen bzw. nicht mehr möglich sind. Denn im Gegensatz zum Konkurs nach "Chapter 11"-Regeln ist im vorliegenden Fall eine Reorganisation nicht mehr möglich oder vorgesehen. Das bedeutet eine Liquidation sowie eine Freistellung des Aufsichtsrates und aller Führungskräfte.Die Pleite dürfte keinen Branchenkenner überraschen: Denn der vor allem für PC- und Gaming-Peripherie bekannte Hersteller hat mehrere Monate und sogar Jahre an finanziellen Turbulenzen hinter sich. Angefangen haben die Schwierigkeiten mit der Veröffentlichung von Rock Band 4 Ende 2015.
Verzockt
Denn Mad Catz hat gewettet und gehofft, dass man dem einst so beliebten Franchise zum Comeback verhelfen kann und ist als Co-Publisher zum Spiel aufgetreten, zudem hat man die Instrumente des Musikspieles mitentworfen. Gegenüber Anlegern wurde dann mitgeteilt, dass man den Erfolg des Titels braucht, um sich wirtschaftlich stabilisieren zu können. Das gelang aber nicht, seither ging es im Unternehmen steil bergab, nun hat man das Tal erreicht und zwar endgültig.
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