Copyright-Meldungen bei Google zu 99,5% völlig unbrauchbar

Google, Logo, Suchmaschine Bildquelle: Sean Kenney
Der Suchmaschinenkonzern Google hat den Rechteinhabern vorgeworfen, die eigentlich ganz ordentlich funktionierenden Mechanismen zum Schutz von Urheberrechten im großen Stil zu missbrauchen und mit unsinnigem Datenmüll vollzuspammen. In vielen Fällen sei nur ein verschwindend geringer Teil der Ansprüche gerechtfertigt.
Die aktuellen Regelungen auf Grundlage des US-Copyright-Gesetzes DMCA sehen vor, dass Dienstebetreiber wie Google nicht von sich aus nach urheberrechtsverletzenden Inhalten suchen müssen. Sie müssen allerdings auf Hinweise der Rechteinhaber reagieren. Für Google sieht das so aus, dass gemeldete URLs beispielsweise aus dem Suchindex entfernt werden, wenn sie zu illegal angebotenen Inhalten führen.

Seitens des zuständigen U.S. Copyright Office wird derzeit, nachdem die Regelung seit einiger Zeit in Kraft ist und praktische Erfahrungen gesammelt werden konnten, evaluiert, ob die bestehenden Richtlinien sich bewährt haben. In Stellungnahmen haben die Rechteinhaber natürlich erklärt, dass kein ausreichender Schutz gewährleistet sei und schärfere Gesetze benötigt würden.

Bei Google sieht man das hingegen komplett anders, wie aus einem Bericht von TorrentFreak hervorgeht. Man verweist auf das recht gut funktionierende Content ID-System, das man ursprünglich für YouTube entwickelt habe und das es inzwischen beispielsweise automatisiert ermöglicht, dass die Rechteinhaber sogar wählen können, ob die von ihnen geschützten Inhalte gelöscht oder kommerziell verwertet werden sollen. Und auch das System für die Suchmaschine sei stetig verbessert worden und funktioniere in der Praxis recht ordentlich.

Man wundert sich doch sehr

Wenn da nicht riesige Mengen an unbrauchbaren Meldungen der Rechteinhaber wären, die aufgrund von Doppelungen oder falschen Reports unbrauchbar seien. "Eine signifikante Zahl der Takedown-Anforderungen, die an Google übermittelt werden, dreht sich um URLs, die nie in unserem Suchindex gestanden haben und daher auch gar nicht in den Ergebnislisten aufgetaucht sein können", heißt es in der Stellungnahme.

Demonstriert wird dies an einem Beispiel aus dem Januar dieses Jahres. Ein bekannter Rechteinhaber habe in dem letzten Monat Sperr-Meldungen eingereicht, die 16.457.433 URLs umfassten, Von diesen hätte man 16.450.129 URLs - das sind immerhin 99,97 Prozent - überhaupt nicht in den Index-Datenbanken finden können. Und das ist keineswegs ein einsamer Ausreißer. Der Anteil von URLs, die gar nicht von der Suchmaschine erfasst waren, aber im Januar an das Trusted Copyright Removal Program gemeldet wurden, lag demnach bei 99,95 Prozent. Man sei den Rechteinhabern hier sogar schon insoweit entgegengekommen, dass die fraglichen Adressen nicht einfach aussortiert werden.

Stattdessen werden diese sogar schon vorsorglich geblockt, so, dass sie vom Google-Bot ignoriert werden, wenn dieser dann doch einmal auf diese stößt. Und die Qualität der Meldungen wird laut der Stellungnahme auch tendenziell schlechter. Im September lag der Anteil sinnvoller Meldungen immerhin noch bei 2 Prozent.

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