Bundesnetzagentur stoppt Vodafone-Werbung im Behörden-Stil
Der Telekommunikations-Konzern Vodafone hat in den letzten Tagen für Unmut gesorgt, weil Werbebriefe für die eigenen Angebote für den Fernsehempfang so gestaltet wurden, als kämen sie von einer Behörde. Die Bundesnetzagentur hat die Reklame-Maßnahme jetzt unter Strafandrohung gestoppt.
Vodafone-Werbepost (Bild: Stiftung Warentest)
Die Briefe, die da kamen wirkten in ihrer Gestaltung wie offizielle Schreiben von Ämtern. Mit ihnen sollte Druck auf die Nutzer ausgeübt werden, die bisher auf den Fernsehempfang via DVB-T setzen. Denn das Antennenfernsehen wird demnächst auf eine neue technische Basis gestellt und die alten Empfänger funktionieren dann nicht mehr.
Die Schreiben suggerierten, dass man jetzt unbedingt auf eine "moderne TV-Versorgung" umsteigen solle - was in dem Falle natürlich die Kabelfernseh-Dienste von Vodafone sein sollten. Während man sonst möglichst bei jeder sich bietenden Gelegenheit das Firmenlogo präsentiert, fehlte dieses hier komplett und nur am Ende des Briefes erfuhr der Empfänger, woher das Schreiben überhaupt stammt. Zuvor wurde aber schon ordentlich zur Eile gemahnt - teils sogar bereits auf dem Briefumschlag, wo der Aufdruck "Wiederholter Zustellversuch" zu lesen war.
Die Bundesnetzagentur untersagte dem Konzern jetzt, weiterhin mit diesen Briefen zu arbeiten. "Sollte das Unternehmen der Untersagung nicht nachkommen, wird die Bundesnetzagentur weitere Maßnahmen prüfen", hieß es. Explizit seien so beispielsweise bereits Zwangsgelder in Höhe von 20.000 Euro angedroht worden.
Die Umstellung auf DVB-T2 soll im März beginnen. Die Nutzer benötigen dann Empfangssysteme, die mit der neuen Version des Funkstandards umgehen können. Mit diesen lassen sich zumindest die öffentlich-rechtlichen Sender dann weiter frei empfangen. Die Privaten gibt es nur in einer Übergangsphase, anschließend wird ein kostenpflichtiger Freenet-TV-Vertrag notwenig. Alle weiteren Informationen zur Umstellung erfahrt ihr in unserem FAQ-Beitrag.
Vodafone-Werbepost (Bild: Stiftung Warentest)
Die Briefe, die da kamen wirkten in ihrer Gestaltung wie offizielle Schreiben von Ämtern. Mit ihnen sollte Druck auf die Nutzer ausgeübt werden, die bisher auf den Fernsehempfang via DVB-T setzen. Denn das Antennenfernsehen wird demnächst auf eine neue technische Basis gestellt und die alten Empfänger funktionieren dann nicht mehr.
Die Schreiben suggerierten, dass man jetzt unbedingt auf eine "moderne TV-Versorgung" umsteigen solle - was in dem Falle natürlich die Kabelfernseh-Dienste von Vodafone sein sollten. Während man sonst möglichst bei jeder sich bietenden Gelegenheit das Firmenlogo präsentiert, fehlte dieses hier komplett und nur am Ende des Briefes erfuhr der Empfänger, woher das Schreiben überhaupt stammt. Zuvor wurde aber schon ordentlich zur Eile gemahnt - teils sogar bereits auf dem Briefumschlag, wo der Aufdruck "Wiederholter Zustellversuch" zu lesen war.
Verbraucher werden getäuscht
"Das Unternehmen hat versucht, Verbraucher zu täuschen und als Kunden zu gewinnen", lautete die Bewertung dieser Masche durch Jochen Homann, den Präsidenten der Bundesnetzagentur. Die Methode, mit der Vodafone hier auf Kundenfang ging, stufte er als wettbewerbswidriges Verhalten ein.Die Bundesnetzagentur untersagte dem Konzern jetzt, weiterhin mit diesen Briefen zu arbeiten. "Sollte das Unternehmen der Untersagung nicht nachkommen, wird die Bundesnetzagentur weitere Maßnahmen prüfen", hieß es. Explizit seien so beispielsweise bereits Zwangsgelder in Höhe von 20.000 Euro angedroht worden.
Die Umstellung auf DVB-T2 soll im März beginnen. Die Nutzer benötigen dann Empfangssysteme, die mit der neuen Version des Funkstandards umgehen können. Mit diesen lassen sich zumindest die öffentlich-rechtlichen Sender dann weiter frei empfangen. Die Privaten gibt es nur in einer Übergangsphase, anschließend wird ein kostenpflichtiger Freenet-TV-Vertrag notwenig. Alle weiteren Informationen zur Umstellung erfahrt ihr in unserem FAQ-Beitrag.
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Christian Kahle
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