Nach Brexit: EU-Roaming könnte für UK-Bürger wieder teurer werden
Das Vereinigte Königreich hat zu Beginn des Jahres entschieden, die Europäische Union zu verlassen. Dies hat bereits unmittelbar nach Bekanntgabe wirtschaftliche Konsequenzen nach sich gezogen. Jetzt warnt die Smartphone-Industrie vor möglichen Folgen des Brexits.
Auch wenn es voraussichtlich noch Jahre dauern wird, bis Großbritannien tatsächlich aus der EU austritt, machen sich bereits jetzt einige Experten Gedanken zu weiterführenden Folgen des Austritts. Während die EU einheitliche Roaming-Vereinbarungen innerhalb des Wirtschaftsraumes getroffen hat und aktuell an einer schrittweisen Umsetzung arbeitet, werden diese Regelungen für alle Kunden von britischen Mobilfunkunternehmen nach dem endgültigen Brexit auch nicht mehr gelten.
In diesem Fall eine separate Einigung zwischen Großbritannien und der EU zu ziehen ist nicht gerade einfach. Es müssen hierzu Auflagen der Welthandelsorganisation (WTO) eingehalten werden. Ein Roaming-Abkommen zwischen den beiden Parteien müsste demnach auch anderen Mitgliederstaaten der WTO zugänglich gemacht werden. Für die meisten Länder gibt es aufgrund der Ungleichheit an Reisenden hier wenig Anreiz, dem Vereinigten Königreich gute Kondition bereitzustellen: Im Jahr 2015 sind zum Beispiel deutlich mehr Personen aus Großbritannien nach Spanien gereist als andersherum.
Britische Netzbetreiber könnten allerdings unabhängig vom Weg über die Politik den europäischen Netzbetreibern direkt Angebote unterbreiten. Hier gibt es jedoch keine Garantie für die Kunden, dass auch wirklich alle Länder und Provider innerhalb der EU bereit sind, mit den Netzbetreibern des Königreichs zu verhandeln. Der britische Anbieter "Drei" führt ein ähnliches Programm bereits seit Jahren unter dem Namen "Feel At Home" durch. In Partnerländern können Tarife des Anbieters unter einigen Bedingungen kostenfrei genutzt werden.
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Acht Pfund pro Megabyte
Noch vor einigen Jahren war es üblich, dass britische Reisende innerhalb der EU je nach Land ungefähr sechs bis acht Pfund pro Megabyte übertragendem Datenvolumen zahlen. Diese Preise erscheinen überzogen, sind aber auch heutzutage in vielen Ländern, die keine speziellen Roaming-Abkommen mit den Herkunftsländern besitzen, noch durchaus normal. Das EU-Roamingabkommen soll dies innerhalb der Europäischen Union ändern: Alle Mobilfunkkunden sollen ihren Tarif auch ohne hohe Extrakosten im europäischen Ausland verwenden können. Sobald Großbritannien aus der EU austritt, wird das Land mit weiteren entfernten Staaten, beispielsweise den USA, gleichgesetzt.In diesem Fall eine separate Einigung zwischen Großbritannien und der EU zu ziehen ist nicht gerade einfach. Es müssen hierzu Auflagen der Welthandelsorganisation (WTO) eingehalten werden. Ein Roaming-Abkommen zwischen den beiden Parteien müsste demnach auch anderen Mitgliederstaaten der WTO zugänglich gemacht werden. Für die meisten Länder gibt es aufgrund der Ungleichheit an Reisenden hier wenig Anreiz, dem Vereinigten Königreich gute Kondition bereitzustellen: Im Jahr 2015 sind zum Beispiel deutlich mehr Personen aus Großbritannien nach Spanien gereist als andersherum.
Britische Netzbetreiber könnten allerdings unabhängig vom Weg über die Politik den europäischen Netzbetreibern direkt Angebote unterbreiten. Hier gibt es jedoch keine Garantie für die Kunden, dass auch wirklich alle Länder und Provider innerhalb der EU bereit sind, mit den Netzbetreibern des Königreichs zu verhandeln. Der britische Anbieter "Drei" führt ein ähnliches Programm bereits seit Jahren unter dem Namen "Feel At Home" durch. In Partnerländern können Tarife des Anbieters unter einigen Bedingungen kostenfrei genutzt werden.
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