Trotz Nintendo-Takedown: Das Fanprojekt Pokémon Prism lebt weiter
Beobachter der Szene waren kurz vor Weihnachten alles andere als überrascht: Denn der japanische Videospielkonzern Nintendo hat seine Anwälte losgeschickt, um das von Fans in achtjähriger Arbeit entwickelte Spiel Pokémon Prism aus dem Verkehr zu ziehen. Doch erwartungsgemäß lassen sich Spiel und Fans dadurch nicht aufhalten.
Beim ROM-Hack Pokémon Prism handelt es sich um eine Version des Spiels, das die Optik des Game Boy-Originals aufgreift, die Monsterjagd aber um neue Figuren und Features erweitert. Der hauptverantwortliche Entwickler Adam "Koolboyman" hat mit Unterstützung anderer satte acht Jahre daran gearbeitet, im Herbst wurde Pokémon Prism dann per Vorab-Build erstmals gezeigt.
Kommerzielle Interessen spielten dabei keine Rolle, wie bei fast allen Fanprojekten ging es darum, das Kultspiel gewissermaßen zu ehren. Dennoch stellt das natürlich einen Verstoß gegen Markenrechte dar und es kam, wie es kommen musste: Vor gut einer Woche wurde es per Unterlassungsaufforderung von Nintendo aus dem Verkehr gezogen und das noch bevor es überhaupt erschienen ist.
Die Nutzer, die Pokémon Prism nun aufgegriffen haben, beteuern, dass sie mit Koolboyman und dessen Team nichts zu tun haben und die Dateien nur deshalb bekommen hätten, weil "ein Entwickler leichtsinnig" geworden ist.
Als Motiv, dem Nintendo sicherlich nicht zustimmen wird, nennt man, dass dieser und andere ROM-Hacks für den Rechteinhaber eine "gute Gelegenheit wären, die Pokémon-Reihe im Allgemeinen zu promoten". Man glaube, dass Nintendo "trotz der ihnen zustehenden Rechte die Arbeit der Fans ohne Sinn und ohne dabei etwas zu gewinnen zerstört".
Um das Prism-Team nach Möglichkeit zu schützen, haben die Leaker eine angepasste Version erstellt, das betrifft einige Teile des Spiels sowie fehlende Credits. Letzteres bedeutet, dass nun keine Namen mehr auftauchen, dies brächte für die ursprünglichen Schöpfer "ein unnötiges Risiko", heißt es.
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Kommerzielle Interessen spielten dabei keine Rolle, wie bei fast allen Fanprojekten ging es darum, das Kultspiel gewissermaßen zu ehren. Dennoch stellt das natürlich einen Verstoß gegen Markenrechte dar und es kam, wie es kommen musste: Vor gut einer Woche wurde es per Unterlassungsaufforderung von Nintendo aus dem Verkehr gezogen und das noch bevor es überhaupt erschienen ist.
Fans ist das Aus egal
Koolboyman hat dementsprechend seine Seite vom Netz genommen und die Entwicklung eingestellt. Das aber kümmert andere Pokémon Prism-Fans herzlich wenig: Wie Kotaku berichtet, haben diese die Spieldateien auf Pastebin hochgeladen. Sie schreiben dort, dass sie dem Spiel trotz der Nintendo-Schritte zum Erfolg verhelfen wollen.Die Nutzer, die Pokémon Prism nun aufgegriffen haben, beteuern, dass sie mit Koolboyman und dessen Team nichts zu tun haben und die Dateien nur deshalb bekommen hätten, weil "ein Entwickler leichtsinnig" geworden ist.
Als Motiv, dem Nintendo sicherlich nicht zustimmen wird, nennt man, dass dieser und andere ROM-Hacks für den Rechteinhaber eine "gute Gelegenheit wären, die Pokémon-Reihe im Allgemeinen zu promoten". Man glaube, dass Nintendo "trotz der ihnen zustehenden Rechte die Arbeit der Fans ohne Sinn und ohne dabei etwas zu gewinnen zerstört".
Um das Prism-Team nach Möglichkeit zu schützen, haben die Leaker eine angepasste Version erstellt, das betrifft einige Teile des Spiels sowie fehlende Credits. Letzteres bedeutet, dass nun keine Namen mehr auftauchen, dies brächte für die ursprünglichen Schöpfer "ein unnötiges Risiko", heißt es.
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