Pokémon Prism zeigt sich, auf Nintendo-Anwälte wartet wohl Arbeit

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Nintendo-Fans sind unermüdlich, wenn es darum geht, die Spiele des japanischen Videospielherstellers zu würdigen, indem sie Portierungen und Fan-Remakes beliebter Games herstellen. Dass die meisten nichts daran verdienen und im Gegenteil viel Freizeit dafür opfern, ist dem Konzern egal. Denn Nintendo geht ausnahmslos gegen alle Markenrechtsverstöße vor, dieses Schicksal wird wohl auch Pokémon Prism ereilen.

Keine Gnade

Nintendo ist mit seinem rigorosen Vorgehen gegen Fanprojekte zwar im Recht, Freunde macht man sich damit aber keine. Denn natürlich stellen Fan-Remakes und andere Projekte dieser Art fast immer einen Verstoß gegen die Trademarks der Japaner dar, aber die Motivation dahinter ist eben eine große Liebe zu Figuren wie Super Mario oder Marken wie Pokémon.

Zuletzt hat Nintendo die Macher von Pokémon Uranium zur Aufgabe bewegt, dabei handelte es sich um eine PC-Version der beliebten Jagd nach den virtuellen Monstern. Deshalb ist es nur schwer vorstellbar, dass das Projekt Pokémon Prism große Chancen auf ein Überleben hat.

Bei Pokémon Prism handelt es sich genau genommen um einen ROM-Hack (via Kotaku): Damit ist es möglich, moderne Pokémon und Features in der Optik des Game Boy-Originals darzustellen. Das betrifft zum einen die neueren Ausgaben der Monster selbst, zum anderen kann man beispielsweise den Trainer individuell anpassen.

Als Features von Pokémon Prism werden unter anderem 200 Pokémon, eine neue Region mit einer neuen Story und 20 Badges genannt. Das Gameplay wird 50 Frames pro Sekunde bieten, außerdem wird man die Möglichkeit haben, als Pokémon selbst zu spielen.

Verfügbar ist Pokémon Prism noch nicht, der öffentliche Download soll laut Trailer im Dezember bereitgestellt werden. Einen Eindruck vom Spiel kann man schon jetzt bekommen, da es im Rahmen von "Twitch plays" von mehreren hundert Gamern über den Chat gleichzeitig gesteuert wird.

Siehe auch: Nintendo-Druck wohl zu groß - Pokémon Uranium-Macher geben auf
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Pokemon ROM-Hacks gibt es schon ewig. Das Problem ist, dass die Macher wohl zu geltungsbedürftig sind und es bewerben. In kleinerer Runden, halten die Werke sicherlich länger.
 
Das wird ebenso schnell wieder verschwinden, wie Uranium und Co. Denn nicht nur dass Nintendo gnadenlos klagt, sie bekommen auch vor Gerichten immer uneingeschränkt Recht.
und selbst wenn mal einer gegen Nintendo gewinnen sollte... bis dahin dürften Zehn- bis Hunderttausende für Anwalts und Gerichtskosten pro Partei drauf gegangen sein, was die meisten nicht tragen können und vorher aufgeben werden.
 
@Scaver: Ne, verschwinden wird es bestimmt nicht. Da es sich um eine Rom handelt wird diese in unzähligen Foren geistern. Uranium kann man ja auch noch überall im Netz laden. So schnell wird Nintendo die Kopien nicht los. Vorausgesetzt die Entwickler geben das Spiel frei bevor Nintendo ihre Anwälte auf sie los hetzt.
 
@Ryou-sama: Gut, habe ich mich falsch ausgedrückt. Mit verschwinden meine ich nicht die ROM an sich, sondern das Projekt dahinter.
 
@Scaver: "Denn nicht nur dass Nintendo gnadenlos klagt, sie bekommen auch vor Gerichten immer uneingeschränkt Recht." Geklagt hat Nintendo bisher nur gegen Flashcard Hersteller/Verkäufer. Die Homebrew Games bekommen meist nen Verwarnung mit Klagedrohung.
 
@ThreeM: Das ist nur teilweise richtig. Nintendo hat schon viele Klagen eingereicht, aber nur die wenigsten kamen zur Verhandlung, da die Leute am Ende nachgegeben haben.
So hat Nintendo auch schon gegen Anbieter von Emulatoren und ROMs (der offiziellen Versionen) geklagt.
 
@Scaver: Quelle bitte.
 
@Scaver: Natürlich bekommen sie recht. Das sind ohne Frage Ihre Marken.
 
@DRMfan^^: Natürlich. Ich wollte auch nichts anderes sagen. Juristisch steht das Recht 100% auf Nintendos Seite.
 
2 Monate vorher groß promoten? Wie dumm kann man sein?
Mich würde es sehr wundern, wenn der Download im Dezember noch erreicht würde.
 
@DRMfan^^: Offiziell wird es denke ich nie angeboten. Da wird Nintendo vorher vor Gericht ne Unterlassungsverfügung erwirken. Sollte das Game dann durch deren zu tun doch irgendwo auftauchen, haben die Macher ein richtiges Problem.
ABER: Auf "Umwegen" wird es dann doch seinen Weg ins Internet finden. Und ist es erst mal irgendwo online, wird es sich verbreiten und nie wieder verschwinden.
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