Facebooks Nachbarn: Ein Drittel der Schulkinder ist obdachlos
Das Silicon Valley beflügelte über viele Jahre hinweg den so genannten amerikanischen Traum. Zahlreiche Menschen wurden hier quasi aus dem Nichts heraus mit ihren Internet- und Tech-Firmen reich, viele andere zu sehr gut verdienenden Angestellten. Es gibt aber eben auch die Schattenseite dessen.
East Palo Alto & Facebook
Die soziale Lage in der kalifornischen Region spitzt sich immer weiter zu. Nahezu alle, die nicht selbst zur Technologie-Branche gehören, werden in rasantem Tempo abgehängt. Laut einem aktuellen Bericht der britischen Zeitung The Guardian zeigt sich dies besonders kontrastreich in Palo Alto.
Hier findet sich unter anderem der Campus des Social Networks Facebook wieder. Das Social Network ist binnen weniger Jahre zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt aufgestiegen, verzeichnet riesige Einnahmen und zahlt recht stattliche Gehälter, um an möglichst gute Fachkräfte zu kommen. Südlich davon, quasi auf der anderen Straßenseite, liegt der Stadtteil East Palo Alto. Hier wird inzwischen ein Drittel aller Kinder im schulpflichtigen Alter offiziell als obdachlos geführt. Sie haben entweder das Glück, mit ihren Familien in Häusern anderer untergekommen zu sein oder leben mit ihren Eltern in Wohnmobilen oder Notunterkünften.
Wer sich kein Haus leisten kann, hat auch meist nicht die Möglichkeit zur Miete unterzukommen. Die Nachfrage durch die zahlreichen Angestellten der Techfirmen, die nur befristet im Valley leben, haben die Preise auch hier hochgetrieben. Mit einem normalen Dienstleistungsjob und einem Gehalt von 11 Dollar die Stunde stehen nun Mieten für eine Einraumwohnung von 2.200 Dollar im Monat gegenüber.
Die Leute vor Ort versuchen pragmatisch mit der Lage klarzukommen. Schulen wollen ihre Parkplätze nachts öffnen, damit Familien, die in Wohnmobilen leben, wenigstens etwa Ruhe finden und die Kinder morgens ausgeruht zum Unterricht erscheinen können. Auch Waschküchen will man einrichten. Unterdessen hofft man in der Verwaltung East Palo Altos auf etwas Linderung. Der milliardenschwere Nachbar Mark Zuckerberg will über die Stiftung, in der sein Privatvermögen steuerlich günstig angelegt ist, zumindest 18,5 Millionen Dollar bereitstellen, um es der Kommunalverwaltung zu ermöglichen Wohnraum zu schaffen, der auch für Geringverdiener bezahlbar ist.
East Palo Alto & Facebook
Die soziale Lage in der kalifornischen Region spitzt sich immer weiter zu. Nahezu alle, die nicht selbst zur Technologie-Branche gehören, werden in rasantem Tempo abgehängt. Laut einem aktuellen Bericht der britischen Zeitung The Guardian zeigt sich dies besonders kontrastreich in Palo Alto.
Hier findet sich unter anderem der Campus des Social Networks Facebook wieder. Das Social Network ist binnen weniger Jahre zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt aufgestiegen, verzeichnet riesige Einnahmen und zahlt recht stattliche Gehälter, um an möglichst gute Fachkräfte zu kommen. Südlich davon, quasi auf der anderen Straßenseite, liegt der Stadtteil East Palo Alto. Hier wird inzwischen ein Drittel aller Kinder im schulpflichtigen Alter offiziell als obdachlos geführt. Sie haben entweder das Glück, mit ihren Familien in Häusern anderer untergekommen zu sein oder leben mit ihren Eltern in Wohnmobilen oder Notunterkünften.
Preise explodieren
Noch vor einiger Zeit lebten in dem Viertel vor allem Afroamerikaner und Latinos. "Jetzt ziehen wieder Weiße in die Nachbarschaft, vor allem Facebookers und Googlers und Yahooers", schildert der Geistliche Paul Bains die Entwicklung. "Das hat die Kosten in die Höhe getrieben." Noch vor Kurzem, so führte er aus, war ein Kaufpreis für über 500.000 Dollar für ein Haus eine absolute Ausnahme, meist kam man viel billiger weg. Inzwischen sei es ein absoluter Glücksfall, eines zu finden, das man für weniger als 750.000 Dollar bekommen kann.Wer sich kein Haus leisten kann, hat auch meist nicht die Möglichkeit zur Miete unterzukommen. Die Nachfrage durch die zahlreichen Angestellten der Techfirmen, die nur befristet im Valley leben, haben die Preise auch hier hochgetrieben. Mit einem normalen Dienstleistungsjob und einem Gehalt von 11 Dollar die Stunde stehen nun Mieten für eine Einraumwohnung von 2.200 Dollar im Monat gegenüber.
Die Leute vor Ort versuchen pragmatisch mit der Lage klarzukommen. Schulen wollen ihre Parkplätze nachts öffnen, damit Familien, die in Wohnmobilen leben, wenigstens etwa Ruhe finden und die Kinder morgens ausgeruht zum Unterricht erscheinen können. Auch Waschküchen will man einrichten. Unterdessen hofft man in der Verwaltung East Palo Altos auf etwas Linderung. Der milliardenschwere Nachbar Mark Zuckerberg will über die Stiftung, in der sein Privatvermögen steuerlich günstig angelegt ist, zumindest 18,5 Millionen Dollar bereitstellen, um es der Kommunalverwaltung zu ermöglichen Wohnraum zu schaffen, der auch für Geringverdiener bezahlbar ist.
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