Silicon Valley: Verbesserungen für viele "unsichtbare Mitarbeiter"

Google, Mitarbeiter, Büro Bildquelle: Google
Nach teils jahrelangen Auseinandersetzungen verbessern sich derzeit die Arbeitsbedingungen zahlreicher so genannte "unsichtbarer Mitarbeiter", die im Auftrag verschiedener großer IT-Konzerne im Silicon Valley tätig sind. Sowohl bei Apple, Google als auch Facebook ist Bewegung in die Sache gekommen.

Infografik: Strukturelle Diskriminierung in der ITStrukturelle Diskriminierung in der IT
Wenn es um die fraglichen Unternehmen geht, stehen in der Regel die Manager, Entwickler und Designer im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Doch damit diese in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen können, bedarf es nicht weniger der Leistung zahlreicher Arbeiter, die - wie man so schön sagt - den Laden am Laufen halten: Hausmeister, Pförtner, Sicherheitspersonal, Reinigungskräfte, Köche und viele mehr. Im Silicon Valley werden diese Jobs häufig von Einwanderern besetzt und vergleichsweise schlecht bezahlt. Vielfach sind die fraglichen Menschen auch bei Leiharbeitsfirmen oder externen Dienstleistern angestellt.

Aktuell hat nun beispielsweise Apple angekündigt, aktiv zu werden. "Wir werden eine hohe Zahl von Vollzeitbeschäftigten, die tagtäglich unsere Sicherheitsanforderungen durchsetzen, fest anstellen", hieß es in einer Erklärung des Unternehmens laut einem Bericht des Magazins ITWorld. Die jeweiligen Arbeitsverträge sollen im Wesentlichen an Personen vergeben werden, die bisher bei einer Sicherheitsfirma angestellt waren, die für Apple arbeitete.

Lob von der Gewerkschaft

Damit erfüllt der Konzern eine Forderung der Gewerkschaft United Service Workers West, von der die Entscheidung Apples positiv aufgenommen wurde. Denn die Anstellung bei Apple würde sich nicht nur in besseren Gehältern, sondern auch in einem sichereren Arbeitsverhältnis niederschlagen.

Google hatte bereits vor einiger Zeit angekündigt, die Sicherheitskräfte seines Campus' mit festen Arbeitsverträgen in die eigene Belegschaft zu übernehmen. Und bei Facebook zeichnen sich derzeit Verbesserungen für die Fahrer von Shuttle-Bussen ab, die täglich viele Mitarbeiter in den Wohngegenden abholen und ins Büro bringen. Diese bleiben zwar weiterhin bei dem Bus-Unternehmen Loop Transportation angestellt, sollen dort jedoch durch eine entsprechende Aufstockung der Zahlungen Facebooks eine Gehaltserhöhung von 18 Dollar auf 24,50 Dollar pro Stunde erhalten.

Die Auseinandersetzung zwischen den IT-Konzernen und den zahlreichen einfachen Angestellten in Kalifornien hatte sich in den letzten Jahren massiv zugespitzt. Das hatte verschiedene Ursachen. So sorgte beispielsweise der gewachsene Konkurrenzkampf um gute Programmierer zu kräftigen Gehaltssteigerungen für Entwickler. Die Schere der Einkommen zwischen diesen und den zahlreichen Service-Kräften ging dadurch immer weiter auseinander. Die zahlreichen hochbezahlten Fachkräfte in der Region führten letztlich auch zu massiven Steigerungen bei Mieten und Immobilienpreisen, wodurch die schlecht verdienenden Menschen in ihren bisherigen Lebensbereichen kaum noch Wohnraum finden und verdrängt werden.

Weitere Informationen: Seattle: Demonstranten blockieren Microsoft-Shuttle Google, Mitarbeiter, Büro Google, Mitarbeiter, Büro Google
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