Niemand™ aktualisiert die vernetzten Geräte im Haushalt
Die Sicherheitsexperten stehen derzeit etwas ratlos vor dem Problem der zahlreichen vernetzten Geräte, die aktuell in den Haushalten der Verbraucher Einzug halten. Und eine aktuelle Untersuchung zeigt nun auch noch, dass der Umgang mit Updates bei solchen Systemen ziemlich problematisch ist.
Die Studie, die das Entwickler-Team der Linux-Distribution Ubuntu durchführen ließ, um einen besseren Eindruck vom Umgang der Nutzer mit ihren IoT-Produkten zu bekommen, kam zu dem Ergebnis, dass überhaupt nur knapp ein Drittel (31 Prozent) der Befragten zeitnah Updates installieren, wenn sie über deren Verfügbarkeit informiert wurden. Dem stehen 40 Prozent gegenüber, die noch niemals eines ihrer vernetzten Systeme im Haushalt aktualisiert haben.
Und dieses Verhalten resultiert nicht unbedingt darin, dass die Nutzer schlicht nicht wissen, wie Updates durchgeführt werden können oder ob so etwas überhaupt möglich ist. Rund zwei Drittel gaben an, dass es überhaupt nicht ihre Aufgabe sei, sich um die Aktualität ihrer IoT-Systeme zu kümmern. Konkret sehen hier beispielsweise 22 Prozent die Software-Entwickler in der Pflicht, 18 Prozent die Hersteller der jeweiligen Geräte. Infografik: Akamai Security Report Q3/2016
Gerade letztere stellen aktuell das größte Problem dar - insbesondere wenn die Produkte auch noch mit voreingestellten oder leicht zu erratenden Standard-Passwörtern vertrieben werden. Solche Geräte bilden aktuell eine wichtige Basis für den Aufbau von Botnetzen.
Um den zunehmenden Schwierigkeiten entgegenzuwirken, kann eine stärkere Aufklärung der Verbraucher nur ein Schritt sein, sind sich diverse Experten einig. Im Raum steht daher auch eine Schadenshaftung für die Anbieter entsprechender Geräte. Wer also unsichere Produkte ausliefert und keine Mühen unternimmt, diese zu pflegen, soll finanziell zur Verantwortung gezogen werden können, wenn beispielsweise ein Botnetz wieder einmal für massive Störungen im Netz sorgt.
Und dieses Verhalten resultiert nicht unbedingt darin, dass die Nutzer schlicht nicht wissen, wie Updates durchgeführt werden können oder ob so etwas überhaupt möglich ist. Rund zwei Drittel gaben an, dass es überhaupt nicht ihre Aufgabe sei, sich um die Aktualität ihrer IoT-Systeme zu kümmern. Konkret sehen hier beispielsweise 22 Prozent die Software-Entwickler in der Pflicht, 18 Prozent die Hersteller der jeweiligen Geräte. Infografik: Akamai Security Report Q3/2016
Wenn überhaupt...
Und das alles betrifft natürlich nur IoT-Produkte, bei denen überhaupt Updates bereitgestellt werden. Viele Käufer greifen natürlich zu den günstigsten Angeboten, in die der Hersteller gar nicht erst den Aufwand eingepreist hat, den eine Pflege der vorinstallierten Firmware erfordern würde.Gerade letztere stellen aktuell das größte Problem dar - insbesondere wenn die Produkte auch noch mit voreingestellten oder leicht zu erratenden Standard-Passwörtern vertrieben werden. Solche Geräte bilden aktuell eine wichtige Basis für den Aufbau von Botnetzen.
Um den zunehmenden Schwierigkeiten entgegenzuwirken, kann eine stärkere Aufklärung der Verbraucher nur ein Schritt sein, sind sich diverse Experten einig. Im Raum steht daher auch eine Schadenshaftung für die Anbieter entsprechender Geräte. Wer also unsichere Produkte ausliefert und keine Mühen unternimmt, diese zu pflegen, soll finanziell zur Verantwortung gezogen werden können, wenn beispielsweise ein Botnetz wieder einmal für massive Störungen im Netz sorgt.
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