Unitymedia schafft "Zufriedenheitsgarantie" lieber wieder ab
Der Kabelnetzbetreiber UnityMedia versuchte DSL-Nutzer zuletzt mit einer so genannten "Zufriedenheitsgarantie" zu einem Umstieg bei der Zugangstechnik zu bewegen. Diese Option hat das Unternehmen nun allerdings wieder wegfallen lassen.
Infografik: So schnell ist das deutsche Internet im Vergleich
Viele Nutzer sind schon schwer zu einem Anbieterwechsel zu bewegen, wenn dieser die gleiche Anschlusstechnik verwendet. Meist laufen die Verträge weiter, weil Kündigungsfristen vergessen werden oder man skeptisch gegenüber der anderen Technologie ist. Daher konnten Neukunden ihre Bestellung in einigen Tarifen bisher zwei Monate lang stornieren, wenn ihnen das Ergebnis des Umstiegs dann doch nicht zusagte.
Um davon Gebrauch zu machen, musste allerdings schon etwas Schwererwiegendes geschehen sein. Denn bei der fristlosen Kündigung im Testzeitraum wurden einmalige Gebühren zur Bereitstellung oder Aktivierung des Anschlusses nicht erstattet. Lediglich die Monatsgebühr wurde auf genau den Zeitraum beschränkt, in dem man auch von dem Angebot Gebrauch machte.
Dass die Offerte nun nicht verlängert wurde, wie Teltarif berichtete, deutet darauf hin, dass es für eine Reihe von Nutzern mehr als nur eine Hintertür war, die ein gutes Gefühl vermitteln sollte. Seitens des Unternehmens gibt es zwar keine konkreteren Aussagen, doch dürfte es tatsächlich Kunden gegeben haben, die die Ausstiegsklausel nutzten.
Dass die Probleme ausreichend groß sind, um die einmaligen Gebühren zum Start in den Wind zu schreiben, ist nicht unplausibel. Denn die Kabelnetzbetreiber treten in ihrer Werbung aggressiv mit sehr hohen Downstream-Bandbreiten in Erscheinung. Allerdings werden schon diese in der Praxis oft genug nicht erreicht. Denn anders als bei den aktuellen DSL-Verbindungen hat man keine exklusiven Leitungen für sich, sondern muss sich die Kapazität des ersten Netzknotens mit den Nachbarn teilen. Wenn nun in einem Haus mehrere Parteien eine schnelle Anbindung gebucht haben und diese beispielsweise am Abend auch noch parallel nutzen wollen, um sich beispielsweise hochauflösende Videostreams anzuschauen, sackt die Geschwindigkeit doch schnell ein.
Eine weitere, für eine zunehmende Zahl von Nutzern nicht ganz unwesentliche Erfahrung dürfte außerdem der Upstream sein. Wer des Öfteren größere Datenmengen zu seinem Cloud-Backup schiebt oder eigene Videos auf YouTube lädt, könnte damit konfrontiert sein, dass dies länger dauert als beim vermeintlich langsameren DSL-Anschluss.
Großer Internet-Vergleichs-Rechner
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Viele Nutzer sind schon schwer zu einem Anbieterwechsel zu bewegen, wenn dieser die gleiche Anschlusstechnik verwendet. Meist laufen die Verträge weiter, weil Kündigungsfristen vergessen werden oder man skeptisch gegenüber der anderen Technologie ist. Daher konnten Neukunden ihre Bestellung in einigen Tarifen bisher zwei Monate lang stornieren, wenn ihnen das Ergebnis des Umstiegs dann doch nicht zusagte.
Um davon Gebrauch zu machen, musste allerdings schon etwas Schwererwiegendes geschehen sein. Denn bei der fristlosen Kündigung im Testzeitraum wurden einmalige Gebühren zur Bereitstellung oder Aktivierung des Anschlusses nicht erstattet. Lediglich die Monatsgebühr wurde auf genau den Zeitraum beschränkt, in dem man auch von dem Angebot Gebrauch machte.
Dass die Offerte nun nicht verlängert wurde, wie Teltarif berichtete, deutet darauf hin, dass es für eine Reihe von Nutzern mehr als nur eine Hintertür war, die ein gutes Gefühl vermitteln sollte. Seitens des Unternehmens gibt es zwar keine konkreteren Aussagen, doch dürfte es tatsächlich Kunden gegeben haben, die die Ausstiegsklausel nutzten.
Dass die Probleme ausreichend groß sind, um die einmaligen Gebühren zum Start in den Wind zu schreiben, ist nicht unplausibel. Denn die Kabelnetzbetreiber treten in ihrer Werbung aggressiv mit sehr hohen Downstream-Bandbreiten in Erscheinung. Allerdings werden schon diese in der Praxis oft genug nicht erreicht. Denn anders als bei den aktuellen DSL-Verbindungen hat man keine exklusiven Leitungen für sich, sondern muss sich die Kapazität des ersten Netzknotens mit den Nachbarn teilen. Wenn nun in einem Haus mehrere Parteien eine schnelle Anbindung gebucht haben und diese beispielsweise am Abend auch noch parallel nutzen wollen, um sich beispielsweise hochauflösende Videostreams anzuschauen, sackt die Geschwindigkeit doch schnell ein.
Eine weitere, für eine zunehmende Zahl von Nutzern nicht ganz unwesentliche Erfahrung dürfte außerdem der Upstream sein. Wer des Öfteren größere Datenmengen zu seinem Cloud-Backup schiebt oder eigene Videos auf YouTube lädt, könnte damit konfrontiert sein, dass dies länger dauert als beim vermeintlich langsameren DSL-Anschluss.
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