Signal-Messenger besteht Feuerprobe: Geheimverfügung abgewehrt

Signal, Crypto-Messenger, Signal Desktop, Whispersystems Bildquelle: Open Whisper Systems
Der Krypto-Messenger Signal hat seine erste Bewährungsprobe offenbar bestanden. Die US-Bundespolizei FBI wollte mit einer Geheimverfügung die Herausgabe von Nutzerdaten erzwingen - allerdings scheiterten sie nicht nur mit diesem Ansinnen, sondern auch mit der damit verbundenen Verschwiegenheits-Verpflichtung.
Verschiedene hochrangige US-Behörden agieren seit einigen Jahren gern mit den so genannten Gag-Orders. Dabei handelt es sich um gerichtliche Verfügungen, mit denen Unternehmen nicht nur zur Herausgabe gewünschter Daten gezwungen, sondern auch verpflichtet werden, über diesen Umstand zu schweigen. Dies ist immer wieder Gegenstand harter juristischer Auseinandersetzungen, weil dadurch eine ganze Reihe von Grundrechten berührt sind.

Mit Unterstützung von Anwälten der Bürgerrechtsorganisation ACLU gelang es der Software-Firma Open Whisper Systems, von der Signal hergestellt wird, diese Schweigeklausel abzuwehren. Das berichtet die US-Nachrichtenagentur AP. Kritiker sehen diese auf verschiedenen Ebenen als verfassungswidrig an - unter anderem, weil es auch zu den Rechten Verdächtiger gehört, innerhalb eines angemessenen Zeitraums darüber informiert zu werden, dass gegen sie in einer Strafsache ermittelt wird. Denn nur so ist es in vielen Fällen möglich, einen hinreichenden juristischen Beistand hinzuzuziehen.
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Die Signal-Macher konnten durch ihren Erfolg vor Gericht nun schon vor Ablauf einer einjährigen Frist über die an sie gerichtete Verfügung sprechen. Diese ging dem Vernehmen nach im Laufe dieses Jahres ein. Open Whisper Systems sollte im Zuge dessen alle möglichen Daten zu einem bestimmten Nutzer herausgeben. "Aber das konnten sie gar nicht", erklärte ACLU-Anwalt Brett Kaufman.

Denn der Messenger ist im Gegensatz zu verschiedenen anderen Tools seiner Klasse so gestaltet, dass beim Plattform-Betreiber möglichst wenig Daten über den einzelnen User anfallen. Die Kommunikations-Inhalte unterliegen ohnehin einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Auf den Signal-Servern werden außerdem auch keine Logs mit Meta-Daten gespeichert. Als einzige Information wird vermerkt, an welchem Tag ein Nutzer zuletzt eingeloggt war.

Die verschlüsselte Kommunikation des Signal-Messengers haben die meisten Smartphone-Nutzer schon einmal verwendet, auch wenn sie nicht die App selbst installiert haben. Das Protokoll kommt beispielsweise auch in verschlüsselten Verbindungen bei WhatsApp und Googles Allo zum Einsatz. Und auch Facebook testet die Integration in seinen Messenger.

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