Erste offensive Cyber-Attacke: Bundeswehr hat Mobilfunknetz gehackt

Hacker, Zahlen, grün Bildquelle: Brothersoft
Laut einem aktuellen Medienbericht soll eine Spezialeinheit der Bundeswehr erstmals eine Cyber-Attacke mit offensivem Hintergrund durchgeführt haben. Bei dem Einsatz soll ein afghanisches Mobilfunknetz gehackt worden sein, um Informationen zu einer Geisel zu erhalten.

Offensiv aktiv

"Computer Netzwerk Operationen" (CNO): Unter diesem Namen hat die Bundeswehr bereits vor 10 Jahren eine Spezialeinheit ins Leben gerufen, die nach bisherigen Aussagen "Cyberangriffe und Gegenattacken" ausschließlich unter Laborbedingungen durchgeführt hat. Wie der Spiegel berichtet, sollen die rund 80 IT-Experten mit Sitz in der Tomburg-Kaserne in Rheinbach jetzt aber erstmals auch außerhalb von Planspielen einen offensiven Angriff auf ein fremdes Netz durchgeführt haben.

Demnach habe das CNO im Herbst 2015 im Rahmen einer Geiselnahme einer deutschen Entwicklungshelferin in Kabul vom eingesetzten Krisenstab die Bitte erhalten, die vorhandenen Mittel einzusetzen, um weitere Informationen zum Aufenthaltsort der Geisel zu erhalten. Im Rahmen dieser Tätigkeit soll sich die Cybereinheit der Bundeswehr dann über die im Internet verfügbare Kundenwebseite eines afghanischen Mobiltelefonbetreibers in das System des Anbieters gehackt haben.

Im Anschluss konnten die IT-Experten nach diesem Bericht dann Zugriff auf die von den Entführern genutzten Mobilfunkgeräte erhalten und unter anderem auf die Geo-Positionsdaten zugreifen, was eine Live-Verfolgung der Geiselnehmer möglich machte. Der Krisenstab habe auf diese Weise sicherstellen wollen, ob man sich auf die Abmachungen für eine Freilassung der Geisel verlassen könne. Die Entwicklungshelferin war nach 2 Monaten Geiselhaft dann bei einer Übergabe in Kabul wieder freigekommen.

Pläne schon bekannt

Dass die Bundeswehr ihre IT-Fachkräfte auch für den offensiven Einsatz ausbildet und einsetzen möchte, war in diesem Jahr auch schon durch das Bekanntwerden eines internen Papiers bestätigt worden. Wie wir unter der Überschrift "Bundeswehr arbeitet an offensiver Cyber-Abwehr" im Januar berichten konnten, hatte der Sachstandsbericht offengelegt, dass man "Abwehrkonzepte, die über den rein passiven Schutz zur Minimierung der Auswirkungen eines Cyberangriffs hinausgehen" einsetzen wolle, sobald entsprechende rechtliche Grundlagen - beispielsweise durch die Nato - geschaffen würden. Der jetzt bekannt gewordene Einsatz sei intern zwar umstritten gewesen, die Regierung sehe ihn aber durch das Afghanistan-Mandat der Bundeswehr gedeckt.

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