TrueNorth: Der KI-Chip von IBM arbeitet extrem effizient

Künstliche Intelligenz, Ki, Gehirn, Denken, Kopf Bildquelle: Saad Faruque (CC BY-SA 2.0)
Der Technologiekonzern IBM hat jetzt erstmals einige Daten veröffentlicht, die einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit seiner "TrueNorth"-Chips geben sollen. Ein direkter Vergleich mit bestehenden Prozessor-Architekturen ist kaum möglich, da sich die Designs grundlegend unterscheiden.
Das Unternehmen hatte TrueNorth im vergangenen Jahr erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Es handelt sich hier um einen Chip, der nach ähnlichen Mustern arbeiten soll wie das Gehirn. Die Architektur wurde speziell entwickelt, um auf ihr die relativ neuen Algorithmen für neuronale Netze auszuführen, mit denen das eigenständige maschinelle Lernen auf eine neue Stufe gehoben wurde und bahnbrechende Erfolge im Bereich der künstlichen Intelligenz bringen.

Die meisten dieser modernen KI-Systeme laufen auf herkömmlichen Rechnern und verschlingen viel Leistung und Energie, um zu ihren Ergebnissen zu kommen. IBM will dies mit den TrueNorth-Prozessoren, deren Architektur genau auf die Funktionsweise der Algorithmen angepasst ist, ändern. Und die nun vorgelegten Daten weisen tatsächlich auf beeindruckende Entwicklungen hin. Allerdings ist dabei zu beachten, dass es sich hier nicht um unabhängig ermittelte Angaben handelt.

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Laut IBM konnten im Rahmen von Bildanalysen, die sich auf die neuen KI-Verfahren stützen, mit einem TrueNorth-Chip zwischen 1.200 und 2.600 Frames pro Sekunde analsiert werden. Dabei benötigte der Prozessor zwischen 25 und 275 Milliwatt Energie. Mit minimalem Strombedarf kann ein Chip also beispielsweise Videos von 50 bis 100 Kameras, die mit 24 Frames pro Sekunde arbeiten, parallel nach Mustern durchsuchen. Dies schaffen auch modernste Grafikprozessoren, die dafür noch besser geeignet sind als normale CPUs, kaum - und benötigen trotzdem wesentlich höhere Energiemengen.

TrueNorth zeigt damit auch eine Entwicklung auf, die in der KI-Forschung durchaus auch eine Rolle spielt: Es steht nämlich nicht nur die Frage im Raum, ob ein Computer in bestimmten Bereichen irgendwann einmal ähnliche Fähigkeiten haben kann, wie ein menschliches Gehirn, sondern eben auch, ob man dies auch mit einer vergleichbaren Energieeffizienz schafft. Immerhin arbeitet unser Gehirn nur mit rund 20 Watt und schafft es dabei, ständig hochkomplexe Aufgaben zu erledigen, für die ein entsprechender Supercomputer schon fast ein eigenes kleines Kraftwerk benötigt. Künstliche Intelligenz, Ki, Gehirn, Denken, Kopf Künstliche Intelligenz, Ki, Gehirn, Denken, Kopf Saad Faruque (CC BY-SA 2.0)
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