Keine Chance gegen Netflix und Amazon:
Watchever schließt Ende 2016
Der zum französischen Medienkonzern Vivendi gehörende Streamingdienst Watchever macht mit Ende des Jahres seine Pforten in Deutschland dicht. Das bedeutet, dass sich 17 Mitarbeiter neue Jobs suchen müssen, die Watchever-Büros waren in Berlin zu finden. Die Gründe für das Aus sind natürlich wirtschaftlicher Natur, da man kaum vorzeigbare Marktanteile erreichen konnte.
Mit Ende des Jahres also am 31. Dezember 2016 wird Watchever sein Streaming-Angebot in Deutschland einstellen. Das berichtet die französische Zeitung Les Echos, die Meldung soll mittlerweile von inoffizieller Stelle im Konzern bestätigt worden sein, eine Pressemitteilung oder sonstige Bekanntgabe liegt bisher aber nicht vor.
Offizielle Zahlen gibt es nicht, die Marktanteile von Watchever dürften in Deutschland aber verschwindend gering gewesen sein. Netflix und Amazon teilen den Markt derzeit unter sich auf, eine Rolle spielen (aber wohl in deutlich geringerem Umfang) noch Maxdome und das Streaming-Angebot von Sky.
Watchever ist zwar mit Ende des Jahres Geschichte, die technische Infrastruktur könnte aber dennoch in Zukunft wiederkehren. Denn Vivendi will die französischen Entwickler-Teams in Paris und Marseille behalten, diese sollen an einem Netflix-Konkurrenten für den gesamten europäischen Markt arbeiten. Berichten zufolge ist Silvio Berlusconis Konzern Mediaset daran beteiligt, genaue Informationen gibt es dazu bisher aber noch nicht.
Rote Zahlen
Watchever ist im Januar 2013 gestartet und operierte in Deutschland von Anfang an in den roten Zahlen. Im ersten Jahr häufte man ein Minus von 66 Millionen Euro an, mit dem Start von Netflix Deutschland Ende 2014 gab kaum ein Marktbeobachter dem Dienst noch eine Chance. Vivendi hat sich zuletzt zwar bemüht, einen Käufer für Watchever zu finden, was aber nicht gelang. Nun zieht man also den Stecker gleich ganz. Infografik: So zerstückelt ist der deutsche Streaming-Markt
Offizielle Zahlen gibt es nicht, die Marktanteile von Watchever dürften in Deutschland aber verschwindend gering gewesen sein. Netflix und Amazon teilen den Markt derzeit unter sich auf, eine Rolle spielen (aber wohl in deutlich geringerem Umfang) noch Maxdome und das Streaming-Angebot von Sky.
Watchever ist zwar mit Ende des Jahres Geschichte, die technische Infrastruktur könnte aber dennoch in Zukunft wiederkehren. Denn Vivendi will die französischen Entwickler-Teams in Paris und Marseille behalten, diese sollen an einem Netflix-Konkurrenten für den gesamten europäischen Markt arbeiten. Berichten zufolge ist Silvio Berlusconis Konzern Mediaset daran beteiligt, genaue Informationen gibt es dazu bisher aber noch nicht.
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