So zerstückelt ist der deutsche Streaming-Markt

Neben Amazon und Netflix sind derzeit noch eine ganze Menge kleinerer Video-on-Demand-Anbieter (VoD) in Deutschland aktiv, eine Konzentration des Marktes erscheint überfällig. Nun wirft erstmals ein Wettbewerber das Handtuch. Wie die französische Finanzzeitung "Les Echos" berichtet zieht der französische Medienkonzern Vivendi bei Watchever den Stecker. Demnach stellt der deutsche Video-Dienst sein Angebot zum 31. Dezember ein. Derzeit nutzen laut Goldmedia 43 Prozent aller Onliner in Deutschland kostenpflichtige Video-on-Demand-Angebote. Im vergangenen Jahr erwirtschafteten die 38 hierzulande aktiven Pay-Vod-Anbieter zusammen 423 Millionen Euro. Erfolgreichster deutscher Anbieter ist Maxdome mit sieben Prozent Nutzeranteil.

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Die Grafik zeigt die Nutzung von Video-on-Demand-Angeboten in Deutschland:
Quelle: Statista
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Hm Xbox Video bzw jetzt Microsoft Movies & TV taucht garnicht auf. Microsoft braucht definitiv neue Marketing Leute. Der Dienst ist an sich echt gut, schade dass ihn keiner nutzt.
 
@links234: Ich bin mir gerade nicht sicher, aber zählt MS Movies überhaupt zu dieser Art von Diensten? Wenn ich das richtig sehen, sind das hier lauter Abo-Dienste. Bei MS kannst du aber Filme und Serien nur dauerhaft kaufen.
 
@ZwoBot1102: eh dann schau mal genauer hin, itunes und google play ist auch dabei. Und das ms keiner nutzt wundert mich nicht, der schlechteste und zudem teuerste dienst
 
@Razor2049: darum sagte ich ja "ich bin mir nicht sicher"....itunes kenne ich nicht, da ich apple-produkte vermeide. danke für die aufklärung.
 
@links234: MS braucht keine Marketing. sie brauchen Inhalte die für jeweilige Länder relevant sind.
 
@links234: MS Groove wird auch ständig bei den Audo Streamingdiensten bei den Newsseiten vergessen obwohl es besser ist als Spotify (Da MS mehr Musik hat).
 
Bemerkenswert ist, das Maxdome hierzulande wesentlich länger als Netflix oder Amazon am werkeln ist und durch die deutsche verstocktheit der Meidenlandschaft es nicht geschafft hat, groß zu werden.
Kommt halt davon, wenn man seine Kunden immer nur gängeln will oder muss mit aberwitzigen Nutzungsverboten.
 
@JBC: Naja das Angebot bei maxdome ist grottig. Keiner braucht ein VOD Angebot wo das ganze ProSiebenSat.1 Archiv aus dt. Produkten bestückt ist. Wenn unlustige Sat.1 Comedy im FreeTV schon nicht laufen, warum sollte das bei maxdome der Fall sein?
 
@Blue7: So denke ich mir das auch... Maxdome hat kein gutes Angebot.
 
@Blue7: Neulich wieder ausprobiert. International sind sie einfach schwach aufgestellt. Alles was ich da bekomme, bekomme ich auch bei Netflix, nur da eben noch mehr. Einzige Ausnahme: Agent Carter.
 
@JBC: Maxdome? ... Ich denke mir, da müsste man dann auch einen Vergleich mit Entertain von der Telekom machen. Bzw. wie viele haben Maxdome aufgrund eines DSL Vertrages mit 1&1.
 
wow, Amazon vorne, hätte ich so nicht erwartet. Eher Netflix
 
@AlexKeller: Amazon Prime haben viele, da ist VOD inkludiert. Netflix muss separat bezahlt werden. Daher verwundert mich diese Verteilung nicht.
 
@AlexKeller: Amazon Prime ist glaube ich a) länger am Markt als Netflix in Deutschland und b) hat das jeder Prime Kunde (vorher nur Versand) mehr oder weniger ja aufgedrückt bekommen.

Wundert mich nicht, dass Amazon deswegen Marktführer in Deutschland ist.

@Razor2049

Warum soll Microsoft den teuersten Dienst haben? Die digitalen Preise für Filme und Serien sind gleich bei allen.
Bis auf manche Angebote.

Aber als ich letztens gestöbert habe, war es im MS Store genauso teuer eine Film zu leihen wie bei Amazon, PS Video oder iTunes.
Was mich eher stört ist, dass bei MS wohl nur die dt. Tonspur vorhanden ist. Also so wie bei iTunes vor etwa 8-10 Jahren. Das nervt mich,dadurch könnte man natürlich sagen, dass der Store teuerer ist. Aber den meisten ist das auch egal, Otto Normal Bürger will eh die Synchro schauen.

Mich stört das schon. Deswegen ist Microsoft für mich raus.

Aber preislich ist es okay. Wie gesagt, dass wird vom verleih und nicht von Microsoft vorgegeben.
 
@s2g: Weil MS ab 120 Minuten 1 Euro Aufpreis hat und die Filme dann 5,99 zum leihen kosten, das hat kein anderer Anbieter, gepaart mit der schlechten Bildqualität und Auswahl=Teuerster und schlechtester Anbieter und nutzt zu recht also kein Mensch
 
@AlexKeller: Amazon ist auch um einiges günstiger als Netflix und wenn man wie ich nicht so wahnsinnig viel anschaut, bzw. mit dem Angebot zufrieden ist, wieso sollte man dann mehr als das doppelte zahlen?
 
@dodnet: nicht mehr lang.
 
@moniduse: Trotz der letzten Preiserhöhung kostet Prime nur knapp über die Hälfte von Netflix...
 
@AlexKeller: Prime hat ja noch mehr Vorteile als reines Video-Streaming, alleine die garantiere Lieferung am nächsten Tag und der kostenlose Versand möchte ich nicht mehr missen. VoD habe ich bei Amazon noch nie genutzt.
 
@dancle00001: Deswegen tauche ich auch in der Statistik auf obwohl ich den Dienst gar nicht nutze... nur dafür bezahle.
 
Bin ich der einzige für den die Prozentangaben keinen Sinn ergeben?
Auf was beziehen die sich? Insgesamt komme ich beim addieren auf 67 % aber von was?
Die fehlenden 33% verteilen sich dann auf die anderen kleinen Dienste? Somit sind sie in der Summe "größer" als Amazon?
Im Artikel steht etwas von 43% der "Onliner" - wer ist damit gemeint?
 
@Sarion: das würd mich nu echt auch interessieren
 
@Razor2049: In der Schule wohl damals nicht aufgepasst bei Textaufgaben? ;-)
von den ca. 2000 befragten Onlinenutzern haben 22% Amazon genutzt, von den selben Leuten haben 11% Netflix genutzt und so weiter.
Es waren sicher auch Mehrfachantworten möglich.
Also schätze ich mal, dass wohl ca. 30 bis 40% der Leute die Online sind, einen solchen Dienst auch nutzen.
 
@ralfihpunkt: So macht es Sinn, es fehlt halt der Hinweis "Mehrfachnennungen möglich" ;)
 
@Sarion: Wird daran liegen das eine bunte Grafik den meisten reicht. Vermutlich weil sie auch nicht so des Lesens mächtig sind. :)
 
@marcol1979: Lesen können die meisten. Nur ist es um das Textverständnis oft nicht so gut bestellt
 
@Sarion: Wie von @ralfihpunkt schon angedeutet: Mehrfachnennungen sind wohl möglich gewesen. In der Summe kommt man wohl so auf ~67%punkte; 22%punkte davon nutzen Amazon Prime --> 45% sind "nicht-amazon". Das ist recht nah an den 43%.

Jetzt gibt es zwei Interpretationen:
1. Wenn die VoD-Onliner *nur einen* "nicht-amazon" Dienst nutzen, dann nutzen ~51% (22% geteilt durch 43%) ZUSÄTZLICH auch noch Amazon prime - und nur sehr wenige nutzen *ausschließlich* Amazon Prime
2. VoD-Onliner waren einfach unzufrieden und haben von einem Dienst zum anderen gewechselt und geben nun alle an die sie je genutzt haben. Dann ist schwer nachvollziehbar welcher ihr "eigentlicher" (hauptsächliche genutzter) VoD Dienst ist. Amazon Prime mus dann nichtmal der Sieger sein sondern der meist-ausprobierteste ;-)

NB: Ich glaube dass Leute hier Amazon Prime nur dann angeben, wenn sie auch wirklich mal dessen VoD-Dienst nutzen/genutzt haben... (und nicht nur wegen den freien Versandkosten)
 
Zerstückelt? Ich nenne das gesunden Wettbewerb.
 
@xploit: Hat Vor- und Nachteile.

Was den Preiswettbewerb angeht ist das wohl von Vorteil.

Allerdings versuchen die Anbieter sich nun über den Inhalt des Angebots gegeneinander abzugrenzen ("Ich habe Serie X exklusiv"). Wozu das führt, kann man dann in manchen Kommentaren auch hier bei Winfuture lesen - so manche Konsumenten beklagen, dass sie eigentlich mehrere Dienste abonnieren müssten, um alles anschauen zu können, was sie gern sehen würden. Gibt also auch Nachteile.
 
@FenFire: Das ist falsch, weil Du immer noch nach Linearem TV denkst. Wenn ich was bei Maxdome sehe was ich unbedingt sehen will, kündige ich für einen Monat bei Netflix und buche Maxdome oder Sky-Ticket, habe ich den begehrten Inhalt gesehen, buche ich wieder um. Mir läuft doch so gut wie nichts weg wenn ich einen oder zwei Monate nicht da bin.


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