Internet-Nutzung: Es gibt ein schlechtes Leben vor der Sucht

Künstliche Intelligenz, Ki, Gehirn, Denken, Kopf Bildquelle: Saad Faruque (CC BY-SA 2.0)
Zwischen einer unproblematischen Nutzung des Internets im Alltag und einem Suchtverhalten gibt es noch viele Grautöne. Diesen sind Forscher der Universität Ulm auf der Spur. Dabei zeigte sich, dass negative Effekte nicht erst dann zu sehen sind, wenn man tatsächlich von Sucht sprechen kann.
Die Zwischenstufen werden von den Wissenschaftlern unter dem Begriff der "Problematischen Internetnutzung" (PIU) zusammengefasst. Auch in diesen zeigte sich, dass es zu einer messbaren Minderung der Lebenszufriedenheit kommt. Diese Erkenntnisse zog man aus der Auswertung von Daten, zu denen fast 5.000 Personen beitrugen.

Überrascht zeigten sich die Wissenschaftler über ein Detail, das sich bei der Auswertung der erfassten Daten herausschälte: Eine problematische Nutzung machte sich bei den weiblichen Nutzern signifikant stärker bemerkbar. "Gleichwohl die durchschnittliche private Internetnutzungsdauer bei den Teilnehmerinnen der Studie viel geringer war, wirkt sich bei den Mädchen und Frauen eine problematische Internetnutzung viel stärker auf die Lebenszufriedenheit aus als bei den Männern", erklärte Bernd Lachmann aus der Forschungsgruppe.

Als "problematisch" eingeschätzt wurde die Internetnutzung bei 28 Prozent der männlichen Studienteilnehmer, bei den weiblichen lag der Wert bei nur knapp 24 Prozent. Die meisten Personen blieben also im unauffälligen Bereich, obwohl auch bei ihnen die Nutzung von Online-Diensten zum Alltag gehört.

Immer diese Social Networks

Wie es zu den Unterschieden bei beiden Geschlechtern kommt, ist derzeit noch weitgehend unklar. "Möglicherweise haben Männer hier eine höhere Reizschwelle oder bessere Strategien zur Bewältigung des Online-Rauschs", spekulierte Professor Christian Montag von der Uni Ulm.

Aber auch die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Nutzung des Netzes könnten hier als Erklärungsansatz dienen, hieß es. "Während Männer häufiger als Gamer in Online-Spielen unterwegs sind, fühlen sich Frauen mehr von sozialen Netzwerken angezogen", erläuterte Lachmann die Datenlage. Dass Social Networks für mehr Unzufriedenheit sorgen als Spiele zeigten bereits Ergebnisse anderer Untersuchungen. Künstliche Intelligenz, Ki, Gehirn, Denken, Kopf Künstliche Intelligenz, Ki, Gehirn, Denken, Kopf Saad Faruque (CC BY-SA 2.0)
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