Vier Standorte: Streiks bei Amazon erreichen neuen Höhepunkt
Pünktlich zum Endspurt im Ostergeschäft erreicht jetzt die Streikwelle beim Online-Händler Amazon einen neuen Höhepunkt. An vier Standorten befinden sich die Beschäftigten heute im Arbeitskampf, nachdem in der vergangenen Woche bereits das Logistikzentrum in Graben dran war.
Streik bei Amazon
Im hessischen Bad Hersfeld legten Beschäftigte der letzten Nachtschicht die Arbeit nieder. Ihnen schlossen sich dann die Frühschichten in Rheinberg, Werne und Koblenz an. Die Gewerkschaft Verdi, von der die Aktionen organisiert werden, will den Streik bis zur Spätschicht am morgigen Dienstag fortsetzen.
Der Handelskonzern orientiert sich bisher am Tarifvertrag für die Logistikbranche. Verdi will aber durchsetzen, dass Amazon seine Beschäftigten nach dem besseren Abkommen für den Einzelhandel bezahlt und behandelt. Aber auch die Arbeitssituation spielt eine wichtige Rolle.
"Der weltweit größte Versandhändler weigert sich grundsätzlich, einen Tarifvertrag abzuschließen und will Arbeitsbedingungen weiterhin einseitig und willkürlich diktieren. Hohe Befristungsquoten, permanenter Leistungsdruck und regelmäßige sogenannte Feedback-Gespräche, in denen auf Mitarbeiter Druck ausgeübt wird, führen unter anderem dazu, dass die Krankenstände bei Amazon ungewöhnlich hoch sind", schildert die Gewerkschaft die Lage.
Bei Amazon hat man sich so gut es geht auf die Streiks eingestellt. Trotz dieser will das Unternehmen sicherstellen, dass bestellte Ostergeschenke rechtzeitig bei den Kunden eintreffen. Wer bis Dienstagabend per Standardversand bestellt, soll spätestens Samstag seine Lieferung erhalten. Vor allem in der laufenden Oster-Angebotswoche lässt sich immerhin noch das ein oder andere Schnäppchen machen.
Foto: Hubert Thiermeyer/ver.di
Streik bei Amazon
Im hessischen Bad Hersfeld legten Beschäftigte der letzten Nachtschicht die Arbeit nieder. Ihnen schlossen sich dann die Frühschichten in Rheinberg, Werne und Koblenz an. Die Gewerkschaft Verdi, von der die Aktionen organisiert werden, will den Streik bis zur Spätschicht am morgigen Dienstag fortsetzen.
Zwei Jahre Streit um Tarifvertrag
Die Auseinandersetzung zwischen der Gewerkschaft und Amazon dauert schon lange an. "Amazon hat es in der Hand, seinen Beschäftigten und Kunden Sicherheit zu bieten, indem das Unternehmen endlich seine arbeitnehmerfeindliche Haltung ablegt und mit uns einen Tarifvertrag abschließt", erklärte Stefanie Nutzenberger vom Verdi-Bundesvorstand.Der Handelskonzern orientiert sich bisher am Tarifvertrag für die Logistikbranche. Verdi will aber durchsetzen, dass Amazon seine Beschäftigten nach dem besseren Abkommen für den Einzelhandel bezahlt und behandelt. Aber auch die Arbeitssituation spielt eine wichtige Rolle.
"Der weltweit größte Versandhändler weigert sich grundsätzlich, einen Tarifvertrag abzuschließen und will Arbeitsbedingungen weiterhin einseitig und willkürlich diktieren. Hohe Befristungsquoten, permanenter Leistungsdruck und regelmäßige sogenannte Feedback-Gespräche, in denen auf Mitarbeiter Druck ausgeübt wird, führen unter anderem dazu, dass die Krankenstände bei Amazon ungewöhnlich hoch sind", schildert die Gewerkschaft die Lage.
Bei Amazon hat man sich so gut es geht auf die Streiks eingestellt. Trotz dieser will das Unternehmen sicherstellen, dass bestellte Ostergeschenke rechtzeitig bei den Kunden eintreffen. Wer bis Dienstagabend per Standardversand bestellt, soll spätestens Samstag seine Lieferung erhalten. Vor allem in der laufenden Oster-Angebotswoche lässt sich immerhin noch das ein oder andere Schnäppchen machen.
Foto: Hubert Thiermeyer/ver.di
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