Bitcoin-Exchanges auf der Suche nach Drogengeld im Visier

Geld, Finanzen, Münzen Bildquelle: hamad M / Flickr
Die US-Behörden haben auf der Suche nach den Drogengeldern des Online-Marktplatzes Silk Road in den letzten Monaten auch verschiedene Bitcoin-Exchanges ins Visier genommen, über die die digitale gegen klassische Währungen gehandelt werden kann.
Die US-Bundespolizei FBI und andere beteiligte Stellen wollten dabei unter anderem dem Verdacht nachgehen, ob es eine Verbindung zwischen Kriminellen, die Silk Road als Handelsplattform nutzten, und Betreibern von Bitcoin-Exchanges gab, berichtete das Wall Street Journal. Allerdings gibt es bisher keine stichfesten Anhaltspunkte dafür, dass es hier direkte Verbindungen gibt, die beispielsweise bei der Geldwäsche geholfen hätten.

Auch Protokolle sind von Interesse

Allerdings verlangten die Behörden auch die Herausgabe von Protokollen, aus denen sich Transfers von Nutzern herauslesen lassen. Diese sind für die Ermittler von besonderem Interesse, um Rückschlüsse auf die Identitäten von Nutzern zu ziehen, die hinter verschiedenen Transaktionen stehen. Immerhin könnte es durchaus sein, dass einige Beteiligte fahrlässig genug waren, ihre mit Drogenhandel eingenommenen Bitcoins zu verkaufen und das erhaltene Geld auf ihr Konto zu transferieren.

Unklar ist derzeit allerdings, welche Exchanges vom FBI Post erhielten. Fest steht dies nur bei der inzwischen geschlossenen Plattform Mt.Gox. Deren Anwalt bestätigte gegenüber der Zeitung, dass eine entsprechende Verfügung eingegangen sei.

Es ist auch nicht bekannt, inwiefern die Betreiber von Mt.Gox oder anderer Plattformen auf die Anfragen reagierten. Denn in vielen Fällen sind diese nicht in den USA ansässig, so dass selbst eine gerichtliche Verfügung aus den USA hier recht wenig Bedeutung hätte.

Silk Road war im vergangenen Jahr geschlossen und der Betreiber verhaftet worden. Seitdem sind allerdings größere Mengen an Bitcoins, die sich nach Ansicht der Ermittler im Besitz des Betreibers befunden haben müssen, nicht auffindbar gewesen. Hier ist anzunehmen, dass die Wallet, in der die Währungseinheiten gespeichert sind, irgendwo auf einem verschlüsselten Datenträger oder Online-Speicherplatz versteckt wurde. Geld, Finanzen, Münzen Geld, Finanzen, Münzen hamad M / Flickr
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