Oculus: Facebook-Übernahme könnte gefährdet sein

Gaming, Cyberbrille, Oculus Rift, Oculus VR Bildquelle: Oculus VR
Die Ende März bekannt gewordene Übernahme des Virtual-Reality-Headsets Oculus Rift durch das soziale Netzwerk Facebook dürfte zu einem Fall für die Gerichte werden: ZeniMax, ehemaliger Arbeitgeber von John Carmack, meldet nämlich Ansprüche an.
John Carmack, der als Doom-Co-Entwickler als einer der Urväter des First-Person-Shooter-Genres gilt, hat id Software Ende des vergangenen Jahres den Rücken zugekehrt und ist seither Technikchef des VR-Unternehmens Oculus. Seine Vergangenheit könnte nun für seinen neuen Arbeitgeber bzw. Facebook aber zu einem großen Problem werden.

Denn laut einem Bericht von Re/code hat Carmack schon lange vor seinem Wechsel sowie der Facebook-Übernahme Kontakte zu Oculus gehabt, Carmack wird auch als Mentor von Oculus-Erfinder Palmer Luckey bezeichnet. Ein Grund für seinen Abgang bei der Doom-Schiede war eigenen Aussagen nach das Desinteresse des id-Mutterkonzerns, auf Oculus zu setzen und die Technik bei Doom und Co. zu integrieren. John CarmackJohn Carmack samt Oculus-VR-Brille Im Mai 2012, kurz vor der Oculus-Enthüllung auf der Spielemesse E3, haben allerdings id und Oculus eine Verschwiegenheitsvereinbarung (NDA) unterzeichnet, in der geregelt wurde, wie man Carmacks Arbeit an der VR-Technologie handhaben würde.

Re/code hat eine Kopie des NDA in die Hände bekommen und berichtet, dass Oculus sich darin verpflichtet, auf Ansprüche hinsichtlich der Rechte an "proprietären Informationen" zu verzichten. Außerdem wurde darin festgeschrieben, dass beide Parteien nicht verpflichtet seien, gegenseitige Investitionen zu tätigen, noch - und das ist ein nun problematischer Teil - "(selbstständig) in keinerlei andere geschäftlichen Übereinkünfte treten" dürfen.

"Code gehört ZeniMax, VR nicht"

Im Wesentlichen bedeutet das, dass ZeniMax ein Mitspracherecht hat bzw. haben sollte. Im NDA, das Carmack aber nicht selbst unterschrieben hat (sehr wohl aber Luckey), wird aber auch festgestellt, dass ZeniMax alle Teile von Carmacks Arbeit zu id-Zeiten besitzt und deshalb auch finanzielle Ansprüche hat. John Carmack bestreitet dies und schrieb in einem Tweet, dass das für den Code zutreffe, nicht aber für VR. Ob das tatsächlich so ist, wird wohl ein Gericht klären müssen, da Carmack für sein Raumfahrtprojekt Armadillo Aerospace eine schriftliche Ausnahmegenehmigung hat - für Oculus jedoch nicht.

Siehe auch: Facebook kauft Oculus Rift, Netzgemeinde ist sauer Oculus Rift, Id Software, John Carmack Oculus Rift, Id Software, John Carmack Oculus VR
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