Google bringt Glass zum weltgrößten Brillen-Anbieter

Ein neues Kooperations-Abkommen zeigt, dass Google seine Datenbrille Google Glass schon für die nahe Zukunft nicht unbedingt als Nischenprodukt betrachtet, das nur experimentell eingesetzt wird.
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Das Unternehmen vereinbarte jetzt eine Zusammenarbeit mit Luxottica, dem weltweit größten Brillen-Hersteller. Unter dessen Dach finden sich zahlreiche Marken wie Ray-Ban, Oakley, Vogue-Eyewear, Persol, Oliver Peoples, Alain Mikli und Arnette, so dass der Konzern rund 80 Prozent des Weltmarktes für Brillenmode auf sich vereint hat.

"Wir sind sehr erfreut über die Partnerschaft mit Google und auch stolz, erneut den Trend für die Brillenindustrie setzen zu können, wie wir es seit über 50 Jahren tun", sagte Luxottica-Chef Andrea Guerra. An der ersten Kollektion, in der die Google Glass-Technologie mit den Designs von Luxottica-Marken verbunden wird, arbeite man bereits.

Google will den Massenmarkt

Datenbrillen werden bisher in der Öffentlichkeit vor allem als Systeme wahrgenommen, die sich noch in einem Frühstadium der Entwicklung befinden und aktuell von sehr wenigen Nutzern ausprobiert werden. Bei Google scheint man hingegen einen anderen Blick auf das Segment zu haben. Denn die Kooperation deutet eher darauf hin, dass sich der Technologie-Konzern darauf vorbereitet, die Technologie bereits in relativ kurzer Zeit in den Massenmarkt zu bringen.

Es zeigt sich aber auch, dass Google hier ein ähnliches Konzept verfolgt, wie bei seinem Mobile-Betriebssystem Android: Zwar entwickelt man grundlegende Technologien, hat letztlich aber wenig Interesse daran, selbst als Hardware-Anbieter aufzutreten. Vielmehr sucht man sich erfahrene Partner, die diesen Teil des Geschäftes übernehmen.

Die Vertriebsstrukturen von Luxottica sind außerdem sehr gut geeignet, Datenbrillen an Kunden zu bringen, die einerseits durchaus für ein solches Produkt offen sind, aber wohl nie den direkten Weg zu dem Suchmaschinenkonzern gefunden hätten. Immerhin bedient der Brillen-Hersteller bereits einen guten Teil des Weltmarktes im High End- und Spezial-Bereich - etwa wenn es um teure Brillen für Sportler oder andere Enthusiasten geht.
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