Telekom-Experten: Wirtschaftsspionage ist alltäglich

Sicherheit, Hacker, Netzwerk Bildquelle: Axel Schwenke / Flickr
Wirtschaftsspionage gegen deutsche Unternehmen ist an der Tagesordnung. Bei der Deutschen Telekom, die sich um die IT-Infrastruktur vieler Firmen kümmert, ist dies wohlbekannt.
"Wir kennen durchaus Fälle, in denen erfolgreich mit Cyberwaffen angegriffen worden ist, um gezielt Informationen abzugreifen. Das Spektrum reicht vom Mittelstand bis zu Industrieunternehmen. Letzten Endes ist jeder betroffen", sagte Thomas Tschersich, Chef des Telekom-CERT, gegenüber dem Fernsehsender NDR.

Man wisse dies, weil man die Unternehmen dabei unterstütze, die betroffenen Systeme wieder zu sichern. Allerdings, so Tschersich, sei es meist schwierig, konkret zu sagen, woher der Angriff kommt oder welchem Zweck er genau diente. "Es ist unheimlich schwer zu sagen, wer das ist, ob mutmaßlich nachrichtendienstliche Täter dahinter waren oder ein Onlinekrimineller, der sich nur eine verfügbare Angriffssoftware kopiert hat. Anhand der Waffen ist die Motivation gar nicht mehr zu unterscheiden", führte der Telekom-Manager aus.

Rund 30.000 Angriffe würde die Telekom allein auf den von ihr betrieben Honey-Pots pro Monat registrieren. Dabei handelt es sich um Systeme, die nur dem Zweck dienen, aktuelle Angriffsmethoden zu erforschen, indem man das Interesse von Kriminellen und anderen potenziellen Tätern auf sie lenkt.

Neben Attacken aus dem Netz stellen aber auch Personen ein besonderes Risiko dar, die in den jeweiligen sensiblen Bereichen eines Firmennetzes eingesetzt werden. Bernd Esser, ein Kollege von Tschersich, erklärte, dass er zumindest im Telekom-CERT wohl eher niemanden einstellen würde, der aus dem Ausland kommt. "Da bekomme ich irgendwann eine Bewerbung von jemandem, der perfekt qualifiziert ist und genau auf die Stelle passt, der wahrscheinlich auch gar keine hohen Lohnforderungen hat, aber vielleicht sein Gehalt auch noch von anderen bezieht", sagte er.

Die Telekom-Experten begrüßten im Zuge dessen auch die aktuelle Diskussion um die Aktivitäten von Geheimdiensten. "Der Vorteil der Debatte ist, dass der Stein ins Rollen gekommen ist. Wir haben Rechtsräume, die sich an nationalen Grenzen orientieren, und wir haben das Internet, das genau diese Grenzen überspannt. Das müssen wir irgendwie zusammenbekommen", so Tschersich. Spionage, Spion, Agent Spionage, Spion, Agent
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren3
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 00:00 Uhr Showlite SN-1200 Nebelmaschine (1200W, 350m³ Nebelausstoß/min, 7 Min. Aufwärmzeit) inkl. Funk Fernbedienung
Showlite SN-1200 Nebelmaschine (1200W, 350m³ Nebelausstoß/min, 7 Min. Aufwärmzeit) inkl. Funk Fernbedienung
Original Amazon-Preis
87,99
Im Preisvergleich ab
87,99
Blitzangebot-Preis
76,00
Ersparnis zu Amazon 14% oder 11,99

Video-Empfehlungen

Tipp einsenden