US-Schulen: Programmiersprache als Fremdsprache
Im US-Bundesstaat Kentucky arbeitet man aktuell daran, dass Schüler mit einer kleinen Änderung in den Voraussetzungen für einen Abschluss stärker für ein Engagement im IT-Bereich motiviert werden können.
Ein aktueller Gesetzesentwurf sieht vor, dass das Beherrschen einer Programmiersprache ähnlich gewertet werden kann, wie eine erlernte Fremdsprache. Die entsprechenden Credit-Punkte sollen so auch zusätzlich zu der maximalen Punktezahl erworben werden können, die bisher für den mathematisch-naturwissenschaftlichen Teil zur Verfügung stand, berichtet das Courier Journal.
"Dies soll Schülern bessere Chancen eröffnen und Schulen eine größere Flexibilität bieten in einer Zeit, in der Flexibilität unbedingt notwendig ist", begründete der republikanische Senator David Givens die Initiative. Aktuell seien es landesweit nur 2,4 Prozent der Universitäts-Absolventen, die einen Informatik-Abschluss machen. Diese Zahl wolle man ausbauen.
Für die Politik ist dies aus mehreren Gründen ein sinnvolles Ziel. Zum einen steigt die Nachfrage nach Fachkräften in dem Bereich weiterhin schnell an und mehr Absolventen sind eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der IT-Industrie. Andererseits gibt es in dem Sektor vergleichsweise gute Gehälter beim Berufseinstieg. Und je mehr Menschen in gut bezahlten Jobs untergebracht werden können, umso besser entwickeln sich natürlich auch die Steuerzahlungen.
Allerdings findet das Gesetzesvorhaben nicht zwingend unter allen Politikern Zustimmung. Einige befürchten, dass die Vermittlung einer möglichst breiten Allgemeinbildung durch ein solches Vorhaben weiter torpediert wird. Das Ergebnis wäre eine noch weitergehende Spezialisierung auf einen engeren Fachbereich, wodurch sich natürlich einerseits die Möglichkeiten einer Umorientierung verringern, wenn es der Branche eines Tages nicht mehr so gut geht. Aber auch die gesellschaftliche Wirkung der Bildung dürfte nicht hinter die Interessen der Wirtschaft gestellt werden.
"Dies soll Schülern bessere Chancen eröffnen und Schulen eine größere Flexibilität bieten in einer Zeit, in der Flexibilität unbedingt notwendig ist", begründete der republikanische Senator David Givens die Initiative. Aktuell seien es landesweit nur 2,4 Prozent der Universitäts-Absolventen, die einen Informatik-Abschluss machen. Diese Zahl wolle man ausbauen.
Für die Politik ist dies aus mehreren Gründen ein sinnvolles Ziel. Zum einen steigt die Nachfrage nach Fachkräften in dem Bereich weiterhin schnell an und mehr Absolventen sind eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der IT-Industrie. Andererseits gibt es in dem Sektor vergleichsweise gute Gehälter beim Berufseinstieg. Und je mehr Menschen in gut bezahlten Jobs untergebracht werden können, umso besser entwickeln sich natürlich auch die Steuerzahlungen.
Allerdings findet das Gesetzesvorhaben nicht zwingend unter allen Politikern Zustimmung. Einige befürchten, dass die Vermittlung einer möglichst breiten Allgemeinbildung durch ein solches Vorhaben weiter torpediert wird. Das Ergebnis wäre eine noch weitergehende Spezialisierung auf einen engeren Fachbereich, wodurch sich natürlich einerseits die Möglichkeiten einer Umorientierung verringern, wenn es der Branche eines Tages nicht mehr so gut geht. Aber auch die gesellschaftliche Wirkung der Bildung dürfte nicht hinter die Interessen der Wirtschaft gestellt werden.
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Christian Kahle
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