Sony-Chef dementiert Pläne für ein Windows Phone

Erst Hü, dann Hott: Kaum gab es eine offiziell klingende Bestätigung vom Sony Mobile-Chef in Europa zur Entwicklung eines Windows Phone, folgt auch schon das Dementi. "Sony hat derzeit keine Pläne" hieß es von der Firmenzentrale.
Sony, Logo, Silber
Sony
Kunimasa Suzuki, CEO von Sony Mobile, hat auf Anfrage des Nachrichtenmagazins "Die Welt" die Pläne für ein Windows Phone von Sony ganz klar verneint. "Zum jetzigen Zeitpunkt denken wir, dass Android für uns die beste Wahl ist", sagte Suzuki dem Magazin.

Wer die Gerüchteküche nun aufmerksam verfolgt, wird jetzt vielleicht ein Déjà-vu haben, denn die Geschichte wiederholt sich. Vor rund eineinhalb Jahren hatte Sonys Europa-Chef Pierre Perron in einem Interview schon einmal davon gesprochen, wie man sich mit der Entwicklung für verschiedene Plattformen alle Möglichkeiten offen lassen wolle. Perron gab zu, Windows Phone sei für Sony überaus interessant und Microsoft seit Jahren ein guter Partner. Schon aus diesem Grund, und auch um verschiedene Sony-Produkte mit einer Plattform bedienen zu können, überlege das Unternehmen eine weitere Zusammenarbeit in Angriff zu nehmen.

Pierre Perron, Chef von Sony Mobile Europe, sagte erst in der zurückliegenden Woche: "Wir wollen kein Hersteller sein, der sich nur auf ein Betriebssystem verlässt. Ich glaube nicht, dass das auf lange Sicht eine vernünftige Position ist."

Ob sich Sony mit diesen komplett verschiedenen Aussagen einen Gefallen tut? Klar ist natürlich, kein Unternehmen möchte sich gern in die Karten schauen lassen. Sony Mobile muss sich dazu für eine gute Zukunftsfähigkeit alle Wege offen lassen. Aber das sich zwei wichtige Personen in der Firmenhierachie so widersprechen und sich mehr oder weniger direkt zu verschiedenen Partnern bekennen, dürfte ein Nachspiel haben.

Das Problem von Sony Mobile ist aktuell der geringe Marktanteil und die Bilanzen. Noch schreibt die Smartphone-Sparte rote Zahlen. Kunimasa Suzuki, Chef von Sony Mobile, hat deshalb auch das Ziel ausgerufen, schon bald schwarze Zahlen zu schreiben und alle Produkt-Kategorien auf Eis zu legen, die nicht profitabel sind oder sich als nicht profitabel erweisen könnten. So müssen auch Neuentwicklungen, wie ein zur CES 2014 gezeigter Fitnesstracker und eine in Entwicklung befindliche Datenbrille zuerst Potential beweisen, bevor Sony in die Massenfertigung gehen werde.
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