Zahlendreher-Blamage:
Xerox stellt Patches bereit

Seit Wochen sorgen die Zahlendreher, die Xerox-Kopierer beim Scannen von Dokumenten bisweilen einbauten, für Erstaunen. Jetzt hat das Unternehmen erste Sofware-Patches veröffentlicht, die das Problem lösen sollen.
Xerox, Kopierer, Workcentre
Xerox
Aufgetreten seien die Zahlendreher, "wenn Anwender mit bestimmten Einstellungen so genannte Stress-Dokumente als PDF-Datei scannen", schrieb Rick Dastin, Leiter der Office and Solutions Business Group bei Xerox, im firmeneigenen Blog. Den unter Umständen folgenschweren Bug bekannt gemacht hatte der deutsche Informatiker Daniel Kriesel Anfang August.

"Stress-Dokumente beinhalten z. B. sehr kleine Schriften oder überflüssige, verstreute Pixel und sind schwierig zu lesen. Aufgrund dieser Feststellungen haben wir einen Softwarepatch enwickelt, der das Risiko fehlerhaft gescannter Dokumente ausschaltet", schrieb Dastin nun - was im Klartext bedeutet, dass bestimmte Kompressions-Funktionen bei Xerox-Geräten automatisch auf Aus gestellt werden. Xerox-FehlerXerox-Fehler durch Scans Die bereits vorhandenen Patches finden sich hier zum kostenlosen Download und richten sich an die Xerox ConnectKey-Familie, die WorkCentre-Serien 75xx und 57xx sowie die ColorQube 93xx Serie. In der kommenden Woche sollen weitere Patches folgen, hieß es.

Zunächst hatte Xerox versucht, das Problem herunterzuspielen. Aber nicht nur Kriesel hatte über fatale Folgen nachgedacht, beispielsweise unbemerkt veränderte Statik-Berechnungen, falsche Arzneimitteldosierungen oder auch fehlerhafte Abrechnungen. "Ich möchte all unseren Kunden, Mitarbeitern und Partnern weltweit für die gute Zusammenarbeit und das wertvolle Feedback danken. Wir werden so lange weiter arbeiten, bis unsere Kunden vollständig zufrieden gestellt sind", schrieb Dastin nun.
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