Eutelsat: Mehr Bandbreite und keine Sorge um 4G

Satellit, Orbit, Planet Bildquelle: Eric Hackathorn / Flickr
Der Satellitenbetreiber Eutelsat baut seine Übertragungsleistungen für Internet-Verbindungen weiter aus und sieht seine Angebote auch durch den voranschreitenden Ausbau von 4G-Mobilfunknetzen nicht bedroht. Grundlage für die schnelleren Verbindungen ist ein Update, mit dem jetzt beispielsweise der Satellit KA-Sat ausgestattet wurde, der vor allem für die Abdeckung Großbritanniens zuständig ist. Dessen Leistungskapazität wurde so von 70 auf 90 Gigabit pro Sekunde verbessert. Im Zuge dessen können die Tarife nun stärker an die Erwartungen der Kunden angepasst werden, so das Unternehmen.

In Großbritannien bietet das Unternehmen jetzt für alle Kunden, die nicht das relativ mager ausgestattete Basis-Paket verwenden, einen einheitlichen Tarif an. Bei diesem ist die maximale Download-Bandbreite auf 20 Megabit pro Sekunde verdoppelt worden. Der Upstream kann mit bis zu 6 Megabit pro Sekunde genutzt werden. Abhängig vom Bedarf können Kunden die Satelliten-Anbindung mit Volumen-Limits von 10, 20 oder 30 Gigabyte oder auch komplett ohne Beschränkung erwerben. Die monatlichen Preise belaufen sich dann zwischen 35 und 87 Euro.

Bei Eutelsat bleibt man hinsichtlich des zunehmenden Ausbaus von 4G-Mobilfunknetzen erst einmal ruhig. Diese können es zwar hinsichtlich der Bandbreite und auch anderer Leistungsmerkmale durchaus mit der Satelliten-Anbindung aufnehmen, allerdings ist nach Ansicht des Unternehmens kaum davon auszugehen, dass man sich besonders schnell ins Gehege kommt. Denn Eutelsat bedient mit seinen Angeboten vor allem Kunden, die in ländlichen Regionen ohne ausreichende Breitbandversorgung leben.

Man sehe derzeit in Deutschland, wo der 4G-Ausbau beispielsweise schon viel weiter fortgeschritten ist, als in Großbritannien, dass für viele ländliche Gegenden noch immer ein großer Graben besteht, erklärte der Eutelsat-Manager Steve Petrie. Die Mobilfunker konzentrieren sich weiterhin erst einmal auf die Ballungsräume - auch wenn sie hier von der Bundesnetzagentur dazu gezwungen wurden, unterversorgten Regionen zumindest eine rudimentäre Versorgung zukommen zu lassen, bevor der Netzausbau in den lukrativen Städten beginnen durfte. Satellit, Orbit, Planet Satellit, Orbit, Planet Eric Hackathorn / Flickr
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