Eutelsat: Mehr Bandbreite und keine Sorge um 4G

Der Satellitenbetreiber Eutelsat baut seine Übertragungsleistungen für Internet-Verbindungen weiter aus und sieht seine Angebote auch durch den voranschreitenden Ausbau von 4G-Mobilfunknetzen nicht bedroht.

Grundlage für die schnelleren Verbindungen ist ein Update, mit dem jetzt beispielsweise der Satellit KA-Sat ausgestattet wurde, der vor allem für die Abdeckung Großbritanniens zuständig ist. Dessen Leistungskapazität wurde so von 70 auf 90 Gigabit pro Sekunde verbessert. Im Zuge dessen können die Tarife nun stärker an die Erwartungen der Kunden angepasst werden, so das Unternehmen.

In Großbritannien bietet das Unternehmen jetzt für alle Kunden, die nicht das relativ mager ausgestattete Basis-Paket verwenden, einen einheitlichen Tarif an. Bei diesem ist die maximale Download-Bandbreite auf 20 Megabit pro Sekunde verdoppelt worden. Der Upstream kann mit bis zu 6 Megabit pro Sekunde genutzt werden. Abhängig vom Bedarf können Kunden die Satelliten-Anbindung mit Volumen-Limits von 10, 20 oder 30 Gigabyte oder auch komplett ohne Beschränkung erwerben. Die monatlichen Preise belaufen sich dann zwischen 35 und 87 Euro.


Bei Eutelsat bleibt man hinsichtlich des zunehmenden Ausbaus von 4G-Mobilfunknetzen erst einmal ruhig. Diese können es zwar hinsichtlich der Bandbreite und auch anderer Leistungsmerkmale durchaus mit der Satelliten-Anbindung aufnehmen, allerdings ist nach Ansicht des Unternehmens kaum davon auszugehen, dass man sich besonders schnell ins Gehege kommt. Denn Eutelsat bedient mit seinen Angeboten vor allem Kunden, die in ländlichen Regionen ohne ausreichende Breitbandversorgung leben.

Man sehe derzeit in Deutschland, wo der 4G-Ausbau beispielsweise schon viel weiter fortgeschritten ist, als in Großbritannien, dass für viele ländliche Gegenden noch immer ein großer Graben besteht, erklärte der Eutelsat-Manager Steve Petrie. Die Mobilfunker konzentrieren sich weiterhin erst einmal auf die Ballungsräume - auch wenn sie hier von der Bundesnetzagentur dazu gezwungen wurden, unterversorgten Regionen zumindest eine rudimentäre Versorgung zukommen zu lassen, bevor der Netzausbau in den lukrativen Städten beginnen durfte.
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Fand ich gut das LTE erstmal in Gebieten ausbauen zu müssen wo nur DSL-Light 1000 errreicht werden konnte und erst dann erlaubt wurde die großen Städte auszubauen. Hat bei uns im Norden eine Menge Leute glücklich gemacht :)
 
@Tracker92: Trotz dem finde ich das die lieber den "Festnetz"-Ausbau hätten vorschreiben sollen, denn dieses Funkzeug ist ja ganz nett fürs Handy & Co. aber zu Hause ist Internet aus einer echten Leitung einfach die logischere und sinnvollere Lösung. Natürlich verstehe ich das man lieber ein schnelles Funknetz hat als ne echte Leitung ohne vernünftige Geschwindigkeit.
 
@Tracker92: Was habt ihr denn da oben für Tarife, dass die Leute glücklich sind? ;) Bei uns hat sich vodafone erbarmt und einen Masten gestellt (Alternativen nur ISDN oder EDGE, kein DSL-Light oder UMTS!), das Dorfblatt berichtete stolz darüber, die folgenden 2 Wochen klingelten fast täglich Provisionsgeier an der Haustüre... im nächsten Dorfblatt beschwerten sich sehr viele, dass die "Geschwindigkeit" kaum ISDN übertrifft - hat halt keiner damit gerechnet, dass 5GB oder 10GB im Familienhaushalt ganz schnell aufgebraucht sind und der restliche Monat die Drosselung greift. Und nur um eMails abzurufen und in Foren zu surfen (damit die 10GB über den Monat reichen) hätte niemand die 7,2+ MBit/s benötigt. Finde die Funktechnik eine tolle Sache - aber als Grundversorgung taugt LTE soviel wie vor ein paar Jahren dieses WiMAX, was schonmal als Erlöser der weißen Flecken angepriesen wurde.
 
@Tracker92: Also hier bei uns hat es auch ne Menge Leute glücklich gemacht. Aber das legte sich durch Vodafone schnell, nachdem es teils Tage, bei anderen Wochen, gar nicht mehr ging. Wenn es mal geht, gehts mal ganz gut, in Stoßzeiten sehr schlecht. So viel zu der 100 Mbit/s Technologie, mit der ja fleißig geworben wird.
 
Die Sendeanlagen in ländlichen Regionen müssen doch auch entsprechend angebunden werden. Bringt ja nichts wenn die Funkverbindung schnell ist der Sender sich aber mit 56 k erst einwählen muss. Oder gibt es da Richtfunkverbindungen zu anderen Funktürmen, die eine entsprechende Anbindung haben.


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