iOS-App enttarnt Unschuldige als 'Raubkopierer'

Seit kurzem findet man auf Twitter zahlreicher Nutzer, die auf dem Kurznachrichtendienst "beichten", Piraten zu sein bzw. in Folge versprechen, mit der Nutzung von raubkopierten iOS-Apps aufzuhören. Das Problem: Die Sache ist "bloß" ein technischer Fehler.

Wie 'Naked Security' (via 'T-Online'), das Blog des Sicherheitsunternehmens Sophos, berichtet, gibt es seit einigen Tagen auf Twitter etliche merkwürdige Geständnisse. Diese tauchen (immer noch) geradezu im Minutentakt auf, was man leicht mit Hilfe des Hashtags '#softwarepirateconfession' überprüfen kann.

Der Text ist stets der gleiche: "Wie wäre es, wenn wir alle damit aufhören, raubkopierte iOS-Apps zu verwenden? Ich verspreche es, wirklich." Verantwortlich für diese "gekaperten" Tweets sind jedoch nicht etwa Hacker oder Malware, sondern der (legitime) App-Hersteller Enfour. Der japanische Anbieter von Übersetzung-Apps hat das mittlerweile auch in einer 'öffentlichen Entschuldigung' (PDF) eingestanden.

Schuld daran ist ein Software-Fehler, der sich nach einem jüngsten Update mehrerer Enfour-Apps eingeschlichen hat. Wer eine dieser Apps aus dem Stand-By-Modus holt, bekommt eine Nachricht mit dem Hinweis "Run in Safe Mode". Danach deaktiviert sich die App wieder. Wer der Anwendung zuvor aber gestattet hat, auf sein Twitter-Konto zuzugreifen, der musste in weiterer Folge feststellen, dass er als Raubkopierer "enttarnt" wurde.


Der Tweet wurde von Enfour an sich mit Absicht eingebaut, er soll eigentlich echte Raubkopierer bloßstellen bzw. ihnen einen Denkanstoß verpassen. Allerdings ist die Sache aufgrund eines technischen Fehlers schief gelaufen und der Tweet hat sich quasi selbstständig gemacht. Man sei eben ein kleines Familienunternehmen, dem jede raubkopierte Version weh tut, so Enfour. Man gibt nun aber auch zu, dass das Ganze wohl keine so gute Idee gewesen sei.

Das Unternehmen schreibt, dass man schnell Updates auf den Weg gebracht habe, die den Fehler beseitigen, offenbar haben aber noch längst nicht alle Nutzer diese installiert, wie die nach wie vor zahlreichen "Beichten" auf Twitter zeigen.

Vielen Dank an WinFuture-Leser LastFrontier für den Hinweis zu dieser News
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Dann sollen doch bitte die Unschuldigen, die als "Raubkopierer" bezeichnet wurden, bei Facebook Ihren Vorgang veröffentlichen. Der Erfolg wäre sicher durchschlagend (Media Markt ging bereits als "gutes" Beispiel diese Woche voran)! Der "Shitstorm" ist sicher für die Inkassorechtsanwaltskanzleien und Unternehmen "sehr erfolgreich".
 
@Graue Maus: Ohne eindeutigen Hinweis, das diese App das kann, ist es aus Datenschutz und aus Juristischer Sicht im Prinzip Illegal eine Derartige Software in Deutschland zu verbreiten wenn der Nutzer keine Kenntnis der Funktionbesitzt, da es Selbstjustiz unterstützt und somit gegen geltendes Strafrecht verstößt.
 
Anzeige wegen öffentlicher diskriminierung.
 
[re:1] Rikibu am 16.11.12 17:06 Uhr
(+14
@Menschenhasser: wohl eher üble Nachrede und Verleumdung
 
@Menschenhasser: "Öffentliche Diskriminierung" gibt es als Straftatbestand nicht! Siehe auch Rikibu!


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