5 DVDs und 1 CD: 15 Jahre Haft für Raubkopierer

Im US-Bundesstaat Mississippi ist ein 37-Jähriger zu 15 Jahren Haft verurteilt worden, er hatte zuvor fünf Filme und eine Musik-CD an einen verdeckten Ermittler verkauft. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurden allerdings mehr als 10.000 raubkopierte Datenträger gefunden.

Wie das Filesharing-Blog 'TorrentFreak' berichtet, wurde Patrick Lashun King in Hazlehurst verhaftet, nachdem er einem Ermittler einer von der Staatsanwaltschaft initiierten Task Force für geistiges Eigentum in die Falle ging. Bei der Durchsuchung seines Hauses wurden die Behörden aber darüber hinaus fündig und stellten Kopierausrüstung sowie insgesamt 10.500 Disks sicher. Außerdem fand die Polizei dort auch Waffen, allerdings ist nicht klar, ob King diese legal besaß oder nicht. Unklar ist ebenfalls, ob die sichergestellten Datenträger auch Gegenstand der Verhandlung bzw. Verurteilung waren.

Der nun überführte Pirat bekannte sich schuldig, die fünf DVDs sowie eine CD unrechtmäßig verkauft zu haben, einen großen (mildernden) Einfluss auf das Strafmaß dürfte das allerdings nicht gehabt haben, mit 15 Jahren Haft kann die Strafe durchaus als drakonisch bezeichnet werden. Nach Ablauf der 15 Jahre ist die Angelegenheit für King aber auch nicht ganz ausgestanden, er steht danach für weitere drei Jahre unter offizieller Beobachtung.

Der Verurteilte ist allerdings Wiederholungstäter: Vor rund 17 Jahren wurde King nach einem Angriff auf einen Polizeibeamten zu fünf Jahren Haft verurteilt, 2003 musste er außerdem ein Jahr Hausarrest, in diesem Fall für CD-Piraterie, absitzen.


Die Branche zeigte sich über das Urteil hocherfreut: Brad Buckles, Executive Vice President, Anti-Piracy bei der Recording Industry Association of America (RIAA) sagte, dass die Strafe gut demonstriere, dass der Diebstahl von geistigen Eigentum in Mississippi als "ernsthaftes Verbrechen" behandelt werde. Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass in Mississippi ein Pirat zu einer hohen Strafe verurteilt worden ist: Erst vor zwei Wochen wurde ein Mann zu zwei Jahren Haft verurteilt, er hatte einen raubkopierten Film verkauft.
Mehr zum Thema: Filesharing
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nur gut, dass er nicht Steuern hinterzogen hat, dann wärs richtig bitter geworden..
 
@tkainz: Hat er eigentlich ja auch, er hat was verkauft und keine Steuern bezahlt :P
 
@PumPumGanja: er hat aber auch keine Steuern eingenommen durch Weiterverkauf, ergo auch keine Steuerschuld generiert...
 
@tkainz: bedenken muss man auch, dass man bei Steuerhinterziehung Fristen einhalten muss, sonst klappt das auch nicht :-D
 
@Rikibu: Er hat weder Umsatz- noch Einkommensteuer abgeführt, die durch den Verkauf angefallen sind (er hat den Krams ja nicht verschenkt). Und dass er kein kleiner Fisch war, ist ja wohl bei der gefundenen Menge an Datenträgern und der professionellen Ausstattung auch klar. Übrigens hat man den "legendären" Al Capone seinerzeit auch überwiegend wegen Steuerhinterziehung eingebuchtet, weil dafür die geringsten Anforderungen an die Beweise galten.


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