Aigner kritisiert laxe Sicherheit bei Smartphones

Smartphone, Samsung Galaxy S II, Samsung Galaxy S II Duos, I929 Bildquelle: Samsung
Die Hersteller von Smartphones verspielen sich mit ihrem leichtsinnigen Umgang mit der Sicherheit und dem Datenschutz die Chance, noch deutlich größere Zielgruppen für ihre Produkte zu erschließen.
Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuellen Untersuchung des Marktforschungsunternehmens TNS Emnid im Auftrag des Bundesverbraucherschutzministeriums. Über ein Drittel derer, die kein Smartphone nutzen, nannten darin fehlendes Vertrauen als Grund für die Nichtnutzung.

Für 86 Prozent der Befragten sind Sicherheit und Datenschutz eine wichtiges bis sehr wichtiges Kriterium bei der Kaufentscheidung, für 45 Prozent sind sie ein wesentliches Kriterium. 80 Prozent der Befragten gaben an, zumindest auf bestimmte Anwendungen zu verzichten, um sich vor Gefahren bei der Smartphone-Nutzung zu schützen. Nur wenige nutzen so beispielsweise bisher das Smartphone für mobile Bankgeschäfte oder mobiles Bezahlen.

Als Hauptgrund werden Zweifel an der Sicherheit genannt. Zwei Drittel lehnen den Zugriff Dritter auf ihr Smartphone generell ab, der Rest der Nutzer will dies nur dann gestatten, wenn er zuvor ausdrücklich zugestimmt hat. Deutlich erkennbar ist auch der Wunsch nach mehr Transparenz: 87 Prozent der Befragten wollen vor der Installation einer App wissen, auf welche konkreten Daten die Anbieter sowie Dritte zugreifen.

"Investitionen in mehr Sicherheit nützen nicht nur den Verbrauchern - sie können auch Wachstumsimpulse für die Anbieter auslösen. Auf Dauer werden sich nur Internet-Angebote auf dem Markt behaupten können, bei denen die Nutzer auf die Sicherheit ihrer Daten vertrauen können" , kommentierte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner die Ergebnisse.

Es sei unverständlich, dass immer neue Geräte, neue Software und neue Anwendungen auf den Markt kämen - die Sicherheitsvorkehrungen dieser Dynamik aber hinterherhinken. "Niemand würde ernsthaft auf die Idee kommen, ein Auto ohne die neuesten Sicherheitsstandards auf den Markt zu bringen. Bei Smartphones und Apps ist dies leider noch nicht selbstverständlich", kritisierte Aigner. "Bei der Transparenz, den Voreinstellungen und den Kontrollmöglichkeiten sehe ich noch großen Nachholbedarf."

Smartphones enthalten gerade bei Intensiv-Nutzern persönliche und sensible Daten in einer hohen Konzentration. Immerhin werden die Geräte zunehmend zu ständigen Begleitern im Alltag. Doch die Kritiken hinsichtlich der Sicherheit sind zahlreich.

Insbesondere Googles Android-Plattform weist hier wesentliche Schwächen auf. So verfügt diese Plattform nicht über ein zentrales Update-System, so dass Patches, mit denen schwere Sicherheitslücken behoben werden können, oft unnötig lange benötigen, bis sie auf den Geräten ankommen. Aber auch andere Anbieter wie Apple hatten immer wieder Probleme offenbart - beispielsweise wenn es darum ging, dass Apps auf Informationen zugreifen konnten, die sie gar nicht benötigten. Smartphone, Samsung Galaxy S II, Samsung Galaxy S II Duos, I929 Smartphone, Samsung Galaxy S II, Samsung Galaxy S II Duos, I929 Samsung
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