Warentest: Angebote wie Vodafones Secure Net taugen nichts

Sicherheit, Sicherheitslücken, schloss, Abus, Kette Bildquelle: John Dierckx / Flickr
Mobilfunkbetreiber versuchen mit verschiedenen optionalen Services mehr Umsatz aus ihren Kunden zu ziehen - doch halten die fraglichen Angebote nicht unbedingt, was sie versprechen. Vor allem wenn es um das Thema Sicherheit geht, ist man bei Experten oft besser aufgehoben, wie die Stiftung Warentest aktuell zeigt.
Diese hat beispielhaft die Smartphone-Security des Netzbetreibers Vodafone unter die Lupe genommen - und das Urteil ist wenig schmeichelhaft. Denn der Service "Vodafone Secure Net" bietet nicht den Schutz, den der Name verspricht. Für den Preis, den der Netzbetreiber dabei verlangt, bekommt man von verschiedenen Sicherheits-Spezialisten weitaus bessere Anwendungen geboten.

Der Rundumschutz ist keiner

Beworben wird der Vodafone-Service als "Rundumschutz". Sobald Secure Net aktiviert ist, prüft die Software unter anderem, welche Webseiten der Nutzer aufruft und blockiert Angebote, die auf einer Blacklist als gefährlich eingestuft sind. Gleiches gilt für riskante Apps, die der Nutzer herunterladen will. Immerhin 1,99 Euro kostet dies im Monat - wobei Vertragskunden mit sechs kostenlosen Monaten angelockt werden. Immerhin ist der Service aber monatlich kündbar.

Vodafone Secure NetVodafone Secure NetVodafone Secure NetVodafone Secure Net

Denn verlassen sollte man sich auf den Dienst nicht, da er sich im Test als ziemlich durchlässig erwies. Die Stitung Warentest konfrontierte den Scanner dabei unter anderem mit 650 verseuchten Apps, die aber nur etwa zur Hälfte als gefährlich eingestuft wurden.

Das ist aber nicht das einzige Problem. Secure Net sichert den Angaben zufolge nach der Aktvierung auch nur Mobilfunkverbindungen, da der Dienst serverseitig arbeitet. Ist der Nutzer mit seinem Gerät über ein WLAN online, was häufig der Fall sein dürfte, wenn der Anwender intensiv auf das Web zugreift oder Anwendungen herunterladen will, greift der Dienst schlicht nicht mehr ein. Hier wäre dann eine separate WiFi-App von Nöten. Weiterhin setzt die Funktionalität auch dann aus, wenn ein anderer Access Point Name (APN) für die Datenverbindungen über Mobilfunk konfiguriert wird.

Der Service Vodafones sei somit zwar einfach zu aktivieren, wirkt zumindest derzeit aber nur sehr eingeschränkt, so das Fazit der Tester. Die Erkennungsrate sei schlicht unzureichend, das Tool funktioniert nur bei Verbindungen über das Vodafone-Netz und kann bei verschlüsselten Verbindungen natürlich auch nicht greifen. Dafür erscheinen die Kosten schlicht unangemessen, hieß es. Sicherheit, Sicherheitslücken, schloss, Abus, Kette Sicherheit, Sicherheitslücken, schloss, Abus, Kette John Dierckx / Flickr
Mehr zum Thema: Vodafone
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren15
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 00:00 Uhr tax 2017 (für Steuerjahr 2016 / Frustfreie Verpackung)
tax 2017 (für Steuerjahr 2016 / Frustfreie Verpackung)
Original Amazon-Preis
12,98
Im Preisvergleich ab
10,95
Blitzangebot-Preis
7,59
Ersparnis zu Amazon 42% oder 5,39

Weiterführende Links

Tipp einsenden